Apple stoppt faltbares Klapphandy und setzt auf großes Buchformat
10.04.2026 - 03:51:33 | boerse-global.deApple hat seine Pläne für faltbare Geräte deutlich angepasst. Das Unternehmen hat die Entwicklung eines klappbaren Smartphones im Taschenformat gestoppt. Stattdessen konzentrieren sich alle Ressourcen auf ein größeres, buchähnliches Flaggschiff. Dieser strategische Schwenk erfolgt, während Apple mit eigenen Hürden bei der Haltbarkeit und internen Hardware-Grenzen ringt. Trotz jüngster Berichte über Verzögerungen halten Analysten an einem Marktstart noch in diesem Jahr fest.
Klapphandy-Projekt „iPhone Flip“ eingestellt
Ende März sickerte durch: Apple hat die Pläne für ein vertikal faltbares „Clamshell“-iPhone verworfen. Intern als „iPhone Flip“ bekannt, wurde das Projekt eingestellt. Die Führungsebene kam zu dem Schluss, dass das Design keinen ausreichenden praktischen Mehrwert bot. In internen Diskussionen wurde kritisiert, dass das kleinere Format im Wesentlichen nur ein Standard-iPhone duplizieren würde – und dabei erhebliche technische Kompromisse erfordert.
Während Apple an der Zukunft faltbarer Geräte arbeitet, bleiben die aktuellen Modelle die Basis für jeden Nutzer. Wer bei den vielen Fachbegriffen rund um die Apple-Hardware den Überblick behalten möchte, findet in diesem kostenlosen Lexikon einfache Erklärungen. 53 iPhone-Begriffe jetzt kostenlos als PDF sichern
Die Entscheidung wurde maßgeblich durch physikalische Grenzen getrieben. Das zentrale Scharniermechanismus ließ zu wenig Platz für hochwertige Kameraoptiken und große Akkus. Um diese Komponenten unterzubringen, hätte Apple bei Kamera und Akkulaufzeit gegenüber den aktuellen Pro Max-Modellen Rückschritte machen müssen. Die Logik der Manager: Wer mehr Portabilität braucht, greift besser zu einem kompakten Standardmodell als zu einem eingeschränkten Faltgerät.
Großes Faltgerät kämpft mit technischen Hürden
Während das Klapphandy vom Tisch ist, arbeitet Apple weiter an einem größeren, buchförmigen Gerät. Doch auch dieses Vorzeigeprojekt steckt in Schwierigkeiten. Anfang April berichteten Lieferketten-Insider aus Asien von Problemen in der Testphase. Die Herausforderungen betreffen angeblich sowohl die Haltbarkeit des Displays als auch die Zuverlässigkeit des Scharniers. Dies nährte Spekulationen über eine Verschiebung der Serienproduktion um mehrere Monate.
Dennoch halten Analysten von Bloomberg an einem Starttermin im September fest. Solche Hürden in der späten Testproduktion seien üblich, so die Experten. Apple werde die Situation wahrscheinlich durch eine knappe Anfangsverfübarkeit managen, nicht durch eine totale Verschiebung. Das Unternehmen arbeitet mit Zulieferern wie Samsung Display an einem „nahezu unsichtbaren“ Bruch auf dem 7,8-Zoll-Innendisplay. Um die angestrebte Dicke von 4,5 Millimetern im geöffneten Zustand zu halten, erwägt Apple zudem, das Gesichtserkennungssystem Face ID durch einen in die Seitentaste integrierten Fingerabdrucksensor zu ersetzen.
Börse zittert – Apple plant Millionenauflage
Die widersprüchlichen Meldungen ließen die Aktie des Konzerns zittern. Nach den Berichten über mögliche Verzögerungen am 6. und 7. April brach der Kurs um etwa 5 Prozent auf rund 246 Dollar ein. Die Erholung folgte, als die September-Lancierung wieder wahrscheinlicher schien.
Aus der Lieferkette ist zu hören, dass Apple für das Kalenderjahr 2026 eine Produktion von etwa 7 bis 8 Millionen faltbaren Einheiten anpeilt. Das sind weniger als 10 Prozent der gesamten iPhone-Produktion, hat aber hohe Bedeutung für das Umsatzwachstum. Das Gerät soll im „Ultra-Premium“-Segment positioniert werden. Der Einstiegspreis könnte zwischen 2.000 und 2.400 US-Dollar liegen. Mit dieser Strategie will Apple in einen Markt einsteigen, der aktuell von Samsung und Huawei dominiert wird.
Ob faltbar oder klassisch – ein neues Apple-Gerät bietet unzählige Möglichkeiten, die Einsteiger oft erst nach Monaten entdecken. Ein gratis Starter-Ratgeber enthüllt bereits jetzt die wichtigsten Funktionen Ihres iPhones, damit Sie von Anfang an das volle Potenzial nutzen können. Kostenlosen iPhone-Guide hier herunterladen
Strategie: Später Einstieg, hoher Anspruch
Apples bedächtiges Vorgehen im Faltbaren-Markt entspricht der historischen Strategie, Technologien erst dann zu adaptieren, wenn sie ausgereift sind. Während Konkurrenten seit 2019 Millionen Geräte verkauft haben, konzentrierte sich Apple auf die Lösung von Haltbarkeitsproblemen. Die Entscheidung für das große Buchformat zeigt: Der Konzern sieht den Mehrwert eher in verbessertem Multitasking und Produktivität als in reiner Taschenfreundlichkeit.
Branchendaten zeigten für 2025 einen globalen Absatz von über 20 Millionen Faltgeräten. Prognosen sahen für 2026 einen Marktwachstumsschub von 30 Prozent durch einen Apple-Einstieg vor. Indem sich das Unternehmen auf ein einziges, hochpreisiges Buchformat konzentriert, priorisiert es offenbar eine „bruchfreie“ Nutzererfahrung und fortschrittliche Software-Integration vor einer breiten Produktpalette.
Countdown für den Herbst-Start läuft
Die kommenden Wochen bis Anfang Mai werden entscheidend für den endgültigen Zeitplan. Meistert Apple die aktuellen Validierungstests, könnte das faltbare iPhone im September im Rampenlicht stehen – neben dem iPhone 18 Pro und Pro Max. Können die berichteten Probleme mit der Display-Haltbarkeit nicht schnell gelöst werden, droht eine Verschiebung auf Ende 2026 oder sogar Frühjahr 2027.
Unabhängig vom genauen Termin gilt das Gerät als eine initiative, die die Flaggschiff-iPhone-Reihe neu erfinden soll. Jetzt, da die Klapphandy-Variante vom Tisch ist, konzentriert sich alles auf eine Frage: Kann Apple ein Premium-Dual-Use-Gerät liefern, das seinen hohen Preis rechtfertigt und sich vom etablierten Wettbewerb abhebt?
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.

