Apple, Abo-Modell

Apple stellt iWork auf Abo-Modell um

30.01.2026 - 21:23:12

Apple verlangt erstmals Geld für Premium-Funktionen in seiner iWork-Suite. Das neue Creator Studio-Abo bietet KI-Tools, exklusive Vorlagen und eine Medienbibliothek.

Apple verlangt erstmals Geld für Premium-Funktionen in Keynote und Pages. Mit dem neuen „Apple Creator Studio“-Paket etabliert der Konzern ein Freemium-Modell für seine Bürosoftware und will so Kreative und Geschäftsnutzer enger an sein Ökosystem binden.

Vom Gratis-Tool zum Abo-Dienst

Bislang waren Keynote, Pages und Numbers kostenlose Zugpferde für Mac, iPad und iPhone. Seit dem 28. Januar 2026 hat sich das grundlegend geändert. Die Basisfunktionen bleiben zwar gratis, doch für exklusive Vorlagen, KI-Hilfen und eine umfangreiche Medienbibliothek ist nun ein Abo nötig. Das „Apple Creator Studio“ kostet 12,99 Euro monatlich oder 129 Euro im Jahr und bündelt die aufgewerteten iWork-Apps mit Profi-Software wie Final Cut Pro und Logic Pro.

Für Mac-Nutzer bedeutet die Umstellung etwas Aufwand: Sie müssen neue, separate Versionen der Apps installieren. Auf iPhone und iPad kommen die neuen Funktionen via Standard-Update. Das Abo unterstützt Familienfreigabe für bis zu sechs Personen – ein klares Angebot an Haushalte und kleine Teams.

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KI-Assistent und Design-Vorlagen im neuen Content Hub

Herzstück des Premium-Angebots ist der integrierte Content Hub. Abonnenten erhalten direkten Zugriff auf eine riesige Bibliothek mit lizenzfreien Fotos, Illustrationen und Grafiken. Ziel ist es, die mühsame Suche nach externen Medien überflüssig zu machen.

Hinzu kommt ein exklusiver Fundus professionell gestalteter Themes und Vorlagen. Sie sollen es ermöglichen, mit minimalem Aufwand hochwertige Präsentationen und Dokumente zu erstellen. Die Botschaft ist klar: Wer professionell arbeitet, soll bei Apple bleiben.

Künstliche Intelligenz soll Workflows beschleunigen

Die größten Neuerungen bringt die integrierte künstliche Intelligenz. Keynote erhält eine Beta-Funktion, die aus einer einfachen Textgliederung automatisch eine komplette Präsentationsstruktur erzeugt. Die Software kann auch Sprechernotizen generieren und unübersichtliche Folien automatisch optisch aufräumen.

Weitere KI-Tools ermöglichen das Erstellen und Bearbeiten von Bildern per Textbefehl – teilweise basierend auf Technologie von OpenAI. Funktionen wie „Super Resolution“ zum Hochskalieren von Bildqualität oder „Auto Crop“ für intelligente Bildausschnitte runden das Paket ab. Apple macht damit Profi-Werkzeuge für eine breitere Nutzerschicht zugänglich.

Strategisches Manöver gegen Adobe und Microsoft

Analysten deuten den Schritt als gezielten Schachzug im Kampf um kreative Profis. Mit dem All-in-One-Paket stellt sich Apple direkt gegen etablierte Abo-Dienste wie Adobe Creative Cloud. Der aggressive Preis, besonders für Bildungseinrichtungen, zielt darauf ab, die nächste Generation von Nutzern früh an das Apple-Ökosystem zu binden.

Es geht dabei um mehr als nur um Abo-Einnahmen. Apple erhöht die „Haftkraft“ seiner Plattform. Wer einmal in die leistungsstarken, nahtlos zusammenarbeitenden Tools investiert hat, wechselt ungern zu konkurrierenden Systemen. Das nahtlose Arbeiten zwischen Mac und iPad wird zum entscheidenden Kaufargument.

Die Zukunft der Apple-Software

Die Einführung des Creator Studio markiert einen Wendepunkt. Zwar bleiben die Kern-Apps gratis, doch die Entwicklung neuer Premium-Funktionen ist künftig an das Abo-Modell geknüpft. Die anfängliche Verwirrung bei Mac-Nutzern über die neuen App-Versionen muss Apple noch ausräumen.

Erwartet wird, dass der Konzern die KI-Funktionen, die teilweise noch in der Beta-Phase stecken, in den kommenden Monaten deutlich erweitert und verfeinert. Das neue Modell schafft eine klare Grundlage, um das Software-Angebot kontinuierlich auszubauen und das Apple-Ökosystem als erste Adresse für kreative Arbeit zu festigen.

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