Apple, Fitness-Offensive

Apple startet Fitness-Offensive und öffnet iOS für Konkurrenz

11.01.2026 - 15:09:12

Apple setzt zum Jahresauftakt auf zwei Schwerpunkte: Neue Fitness-Programme sollen Nutzer bei der Stange halten, während iOS 26.3 das Apple-Ökosystem für EU-Vorgaben öffnet.

Der Tech-Riese reagiert mit den parallel laufenden Initiativen auf zwei aktuelle Herausforderungen: den typischen Motivationseinbruch nach den Neujahrsvorsätzen und den regulatorischen Druck aus Brüssel. Während das Fitness-Update direkt auf die Lebensgewohnheiten der Nutzer abzielt, bedeutet die kommende iOS-Version einen strategischen Wendepunkt.

Gerade ist der sogenannte „Quitter’s Day” vorbei – der historische zweite Freitag im Januar, an dem viele ihre guten Vorsätze aufgeben. Apple kontert mit gezielten neuen Angeboten. Ab heute startet das Programm „The Strength Basics in 3 Weeks”, das sich an Einsteiger oder Wiedereinsteiger richtet. Es ergänzt die bereits am 5. Januar gestartete Sammlung „Make Your Fitness Comeback”.

Daten der Apple Heart and Movement Study zeigen: Apple Watch-Nutzer bleiben im Januar deutlich aktiver als der Bevölkerungsdurchschnitt. Belohnung gibt es durch die limitierte Auszeichnung „Ring in the New Year” – ein digitales Abzeichen für sieben Tage volle Aktivitätsringe.

„Ziel ist es, die Lücke zwischen Motivation und Gewohnheit zu schließen”, kommentieren Branchenbeobachter die Strategie. Neue „Artist Spotlight”-Workouts mit Karol G und eine für Februar angekündigte Bad Bunny-Serie runden das Angebot ab.

Anzeige

Apple-Fachchinesisch macht Ihnen das Leben schwer? Gerade jetzt, wo mit iOS 26.3 neue Begriffe und Migrations‑Features diskutiert werden, verlieren viele Nutzer den Überblick. Das kostenlose iPhone‑Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Apple‑Begriffe – von Apple‑ID über AirDrop bis zu iOS‑Updates – in einfachen Worten, inklusive Aussprachehilfen und praktischen Tipps zum Umgang mit neuen Funktionen. Ideal für Einsteiger und alle, die sich bei System‑Updates besser zurechtfinden wollen. iPhone‑Lexikon jetzt kostenlos herunterladen

iOS 26.3: Der Druck aus Brüssel wirkt

Während Fitness-Nutzer auf ihre Ringe achten, testen Entwickler bereits iOS 26.3. Die für Ende Januar erwartete Version bringt fundamentale Änderungen, die größtenteils auf die Vorgaben des Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union zurückgehen.

Zwei Neuerungen stechen besonders hervor:

  1. Benachrichtigungen für Fremd-Uhren: Erstmals können in der EU iOS-Benachrichtigungen direkt an Smartwatches von Konkurrenten wie Garmin oder der Pixel Watch weitergeleitet werden. Bisher war diese Funktion dem Apple Watch vorbehalten – eine Praxis, die antitrustrechtlich beanstandet wurde.
  2. Verbessertes „Wechsel zu Android”-Tool: Ein natives Migrations-Tool erleichtert den Umstieg vom iPhone auf Android-Geräte deutlich. Neben Fotos und Videos sollen nun auch komplexere App-Daten übertragen werden können.

Diese Öffnung des oft als „walled garden” bezeichneten Apple-Ökosystems markiert einen strategischen Wendepunkt.

Stabilität für Kindersicherung im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt von iOS 26.3 sind dringend benötigte Stabilitätsverbesserungen bei der Kindersicherung und der Bildschirmzeit. Seit dem Start von iOS 26 im September 2025 klagten Nutzer über Bugs bei der Synchronisation innerhalb von Familienfreigabe-Gruppen.

Technische Analysen der Beta-Version deuten auf Backend-Korrekturen hin. Diese sind essenziell, da iOS 26 strikte „Communication Safety”-Standardeinstellungen für unter 17-Jährige eingeführt hat. Diese automatische Verschleierung sensibler Inhalte in Nachrichten ist auf ein stabiles Bildschirmzeit-System angewiesen.

Zudem wird das „PermissionKit”-API optimiert, über das Dritt-Apps Anträge auf verlängerte Nutzungszeiten direkt an die Geräte der Eltern senden können. Latenzprobleme aus dem Spätjahr 2025 sollen damit der Vergangenheit angehören.

Marktkontext: iOS 26 kommt nur langsam an

Die Updates kommen zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Verbreitung von iOS 26 hinkt seinen Vorgängern deutlich hinterher. Anfang 2026 läuft das System nur auf etwa 15-16 Prozent der aktiven iPhones. Zum gleichen Zeitpunkt im Lebenszyklus hatte iOS 18 bereits eine Verbreitung von über 60 Prozent.

Analysten führen die langsame Adoption teilweise auf das polarisierende „Liquid Glass”-Redesign zurück. Mit schnellen Updates wie 26.3 und Fokus auf Stabilität versucht Apple, die Zurückhaltenden noch vor der Bilanzpressekonferenz am 29. Januar zu überzeugen.

Der finale Release von iOS 26.3 wird für Ende Januar erwartet. Schon jetzt kursieren Gerüchte über iOS 26.4 im Frühjahr, das sich wohl auf lange erwartete Siri-Verbesserungen konzentrieren wird.

Anzeige

PS: Übrigens – wenn Sie gerade mit neuen iOS‑Begriffen oder Migrations‑Tools konfrontiert sind, kann ein kompaktes Nachschlagewerk enorm helfen. Das kostenlose iPhone‑Lexikon fasst die 53 wichtigsten Begriffe rund ums iPhone leicht verständlich zusammen und kommt direkt per E‑Mail. Perfekt, um bei Updates, Datenschutz‑Einstellungen oder beim Wechsel zwischen Geräten schneller die richtigen Entscheidungen zu treffen. Kostenloses iPhone‑Lexikon anfordern

@ boerse-global.de