Apple, Standortdaten

Apple schränkt Standortdaten für Mobilfunknetze ein – aber nur für neue iPhones

03.02.2026 - 16:52:11

Apples neue Funktion schützt präzise Standortdaten vor Mobilfunkanbietern, ist jedoch hardwareabhängig und aktuell nur für iPhone Air und 16e nutzbar.

Apple führt mit iOS 26.3 eine neue Privatsphäre-Funktion ein, die präzise Standortdaten vor Mobilfunkanbietern verbirgt. Doch der Zugang zu diesem Schutz bleibt Besitzern älterer iPhones verwehrt – er ist an spezielle Hardware gebunden.

Die neue Einstellung „Präzisen Standort beschränken“ verhindert, dass der Mobilfunkanbieter die genaue Adresse eines Nutzers ermitteln kann. Stattdessen erhält er nur noch einen ungefähren, auf Stadtteilebene angesiedelten Standort. Bislang hatten die Netzbetreiber stets Zugriff auf diese präzisen Daten, während Nutzer nur die Ortungsdienste einzelner Apps kontrollieren konnten. Die Funktion, derzeit in der Beta-Phase, markiert einen Wendepunkt: Sie gibt Verbrauchern erstmals Kontrolle über ihre Daten auf Netzwerkebene.

So funktioniert der neue Privatsphären-Schutz

Die Option findet sich in den Mobilfunk-Dateneinstellungen des iPhones. Apple betont, dass die Aktivierung weder die Signalqualität beeinträchtigt noch Notrufe behindert. Im Ernstfall wird der genaue Standort automatisch an Rettungsdienste übermittelt. Auch Dienste wie „Wo ist?“ oder die Navigation in Apple Maps arbeiten weiterhin normal.

Anzeige

Viele iPhone-Nutzer stolpern über Fachbegriffe wie „C1‑Modem“ oder „Dynamic Island“ und wissen nicht genau, was das für Alltag und Datenschutz bedeutet. Das kostenlose iPhone‑Lexikon erklärt die 53 wichtigsten Apple‑Begriffe in klaren, kurzen Einträgen — inklusive Aussprachehilfen und praktischer Hinweise für Einstellungen. Ideal, wenn Sie Technik-Texte schneller verstehen oder beim Geräte-Kauf Begriffe sicher einordnen möchten. Gratis iPhone‑Lexikon jetzt herunterladen

Der Clou: Die Funktion ist hardwareabhängig. Sie benötigt den von Apple selbst entwickelten C1- oder C1X-Modem-Chip. Diese Abhängigkeit erklärt, warum eine so wichtige Datenschutzfunktion erstmals nicht für alle iOS-26-fähigen Geräte verfügbar ist, sondern nur für eine exklusive Auswahl.

Exklusiv für Air und 16e: Hardware als Türsteher

Aktuell sind nur wenige Geräte mit den notwendigen Modems ausgestattet. Dazu zählen das iPhone Air, das iPhone 16e und das cellular-Modell des iPad Pro mit M5-Chip. Selbst Besitzer anderer Top-Modelle wie des iPhone 17 Pro gehen leer aus. Apple schafft so eine neue Sicherheitsklasse und könnte Kunden zum Upgrade auf diese spezifischen Modelle motivieren.

Die beiden betroffenen iPhones bedienen unterschiedliche Märkte:
* Das iPhone Air (ab 999 Euro) positioniert sich als dünnstes iPhone aller Zeiten mit Titan-Gehäuse, ProMotion-Display und dem A19 Pro-Chip. Es hat jedoch nur eine einzelne Kameralinse auf der Rückseite.
* Der iPhone 16e ist das preisbewusste Einstiegsmodell. Er verzichtet auf MagSafe, die Dynamic Island und mmWave-5G, bietet aber den A18-Prozessor und genug Leistung für „Apple Intelligence“.

Branchenweite Signalwirkung und aktuelle Grenzen

Apples Schritt setzt eine neue Messlatte in der Smartphone-Branche. Datenschutz wird zum exklusiven Verkaufsargument und zur Differenzierung gegenüber der Konkurrenz. Durch die Kontrolle über die Modem-Technologie kann Apple seinen Ökosystem-Schutz ausbauen.

Allerdings ist die Funktion derzeit stark von der Unterstützung der Mobilfunkanbieter abhängig. Diese ist noch spärlich. Ende Januar 2026 wurde in den USA nur Boost Mobile namentlich genannt. In Deutschland, Großbritannien und Thailand bieten erste Netzbetreiber begrenzte Unterstützung. Branchenbeobachter erwarten, dass mehr Anbieter nachziehen werden, sobald Apples eigene Modems zum Standard werden.

Blick in die Zukunft: Vom Exklusiv- zum Standard-Feature

Die Einführung auf wenigen Geräten ist wohl nur der Anfang. Es wird erwartet, dass die nächste iPhone-Generation (voraussichtlich iPhone 18) flächendeckend mit C-Serie-Modems ausgestattet sein wird. Damit würde der netzwerkseitige Datenschutz zum neuen Standard für die Plattform.

Ungewiss ist hingegen die Zukunft der iPhone-Air-Reihe. Während über ein Nachfolgemodell mit verbessertem Kamerasystem für 2026/2027 spekuliert wird, deuten andere Berichte auf schwächere Verkaufszahlen des ersten Air-Modells hin. Ob die Reihe fortgeführt wird, ist unklar. Derzeit stehen das aktuelle iPhone Air und das iPhone 16e an der Spitze von Apples nächster Stufe hardwaregestützter Privatsphäre.

Anzeige

PS: Sie möchten technische Begriffe rund ums iPhone schnell nachschlagen? Das iPhone‑Lexikon fasst 53 zentrale Begriffe von „AirDrop“ bis „C1‑Modem“ knapp und verständlich zusammen — viele Leser bewerten den Guide mit 4,7/5 Sternen. Der Download kommt direkt in Ihr Postfach und hilft beim Vergleich von Geräten, Preisen und Datenschutz-Features wie „Präzisen Standort beschränken“. iPhone‑Lexikon kostenlos anfordern

@ boerse-global.de