Apple, Sicherheitslücken

Apple schließt kritische Sicherheitslücken auf alten iPhones und iPads

13.03.2026 - 00:00:15 | boerse-global.de

Apple veröffentlicht dringende Patches für Millionen älterer iPhones und iPads, um sie vor dem hochgefährlichen Coruna-Exploit zu schützen. Betroffen sind Geräte bis zurück zum iPhone 6s.

Apple schließt kritische Sicherheitslücken auf alten iPhones und iPads - Foto: über boerse-global.de
Apple schließt kritische Sicherheitslücken auf alten iPhones und iPads - Foto: über boerse-global.de

Apple hat dringende Sicherheitsupdates für Millionen älterer iPhones und iPads veröffentlicht. Die Patches schützen vor dem hochgefährlichen Coruna-Exploit, der persönliche Daten und Kryptokonten bedroht.

Die neuen Software-Versionen iOS 16.7.15, iPadOS 16.7.15, iOS 15.8.7 und iPadOS 15.8.7 richten sich an Geräte, die nicht mehr die neuesten Betriebssysteme erhalten. Sicherheitsexperten drängen alle Nutzer betroffener Modelle zur sofortigen Installation. Der Hintergrund: Der Coruna-Exploit nutzt eine Kette von 23 Schwachstellen und kann bereits durch das Öffnen eines manipulierten Links ausgelöst werden.

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Was ist das Coruna-Exploit-Kit?

Hinter der außerplanmäßigen Update-Welle steckt die Entdeckung des Coruna-Exploit-Kits. Laut dem Google Threat Intelligence Group handelt es sich um ein hochkomplexes Schadprogramm, das staatliche Akteure entwickelt haben könnten, bevor es auf den Schwarzmarkt gelangte. Cyberkriminelle nutzen es aktiv, um sensible Daten zu stehlen und Kryptowährungen zu erbeuten.

Das Exploit-Kit zielte ursprünglich auf Systeme von iOS 13 bis iOS 17.2.1 ab. Zwar hatte Apple die zugrunde liegenden Sicherheitslücken in der iOS-17-Linie bereits Ende 2023 geschlossen. Für Geräte mit älteren Betriebssystemen bestand jedoch weiterhin akute Gefahr – bis zu den Updates von dieser Woche.

Welche Geräte sind betroffen?

Apple deckt mit zwei Update-Zweigen unterschiedlich alte Hardware-Generationen ab:
* iOS/iPadOS 16.7.15: Für Geräte, die mit iOS 17 den support verloren. Dazu zählen das iPhone 8, iPhone 8 Plus, iPhone X (alle 2017), die fünfte iPad-Generation sowie die ersten iPad Pro-Modelle.
* iOS/iPadOS 15.8.7: Für noch ältere Hardware, die kein iOS 16 mehr ausführen kann. Dieses Update ist ein Rettungsanker für fast zehn Jahre alte Modelle wie iPhone 6s/6s Plus, iPhone 7/7 Plus, das erste iPhone SE und sogar das iPad Air 2 von 2014.

Diese langfristige Unterstützung ist in der Branche einzigartig. Während sich der Fokus oft auf neueste Flagschiffe richtet, verlassen sich weltweit Millionen Nutzer auf ältere Apple-Geräte für Alltag, Banking und Kommunikation.

Welche Schwachstellen wurden geschlossen?

Die Patches beheben kritische Lücken im Kernel und in WebKit, der Browser-Engine von Safari. Zu den geschlossenen Sicherheitslücken (CVEs) zählen:
* CVE-2023-41974: Ein schwerer Kernel-Fehler, der es einer Schad-App ermöglicht hätte, Code mit höchsten Systemrechten auszuführen.
* CVE-2024-23222, CVE-2023-43000, CVE-2023-43010: Mehrere WebKit-Schwachstellen, die durch speziell präparierte Webseiten hätten ausgenutzt werden können, um beliebigen Code auszuführen.

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Durch verbesserte Speicherverwaltung und Validierungsprüfungen hat Apple die Angriffsvektoren des Coruna-Exploits neutralisiert.

So installieren Sie das Update

Cybersicherheitsexperten raten zur sofortigen, manuellen Installation:
1. Öffnen Sie Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate.
2. Laden Sie das angebotene Update herunter und installieren Sie es.
3. Vorheriges Backup über iCloud oder einen Computer wird empfohlen.

Bei aktivierten automatischen Updates erfolgt die Installation über Nacht an Strom und WLAN. Angesichts der Schwere der Bedrohung ist ein manueller Update-Check jedoch der sicherere Weg.

Langfristige Sicherheitsstrategie unter Druck

Die Updates unterstreichen eine kritische Entwicklung: Die Angriffe auf veraltete Betriebssysteme nehmen zu, da sie als leichtere Ziele gelten. Während Apple kein fixes Enddatum für Sicherheitsupdates nennt, wird das Unternehmen kritische Patches wohl so lange bereitstellen, wie eine signifikante Nutzerbasis existiert.

Diese Strategie setzt Maßstäbe für Gerätelanglebigkeit und stellt Wettbewerber unter Druck. Sie stärkt das Vertrauen der Nutzer und untermauert Apples Argumente zu Gesamtbetriebskosten und Nachhaltigkeit. Für Besitzer älterer Geräte bleibt die Verantwortung, diese lebenswichtigen Updates auch einzuspielen.

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