Apple rettet alte Macs und Watches mit Notfall-Updates
03.02.2026 - 13:25:12Apple hat Millionen längst veralteter Geräte vor dem digitalen Aus bewahrt. Mit ungewöhnlichen Updates für bis zu zehn Jahre alte Hardware sichert der Konzern den Zugang zu Diensten wie iMessage und FaceTime noch bis 2027.
BERLIN – In einer ungewöhnlichen Aktion hat Apple am Montag Notfall-Updates für längst eingestellte Betriebssysteme veröffentlicht. Die Updates Security Update 2026-001 für macOS Catalina und watchOS 6.3.1 sollen verhindern, dass alte Macs und Apple Watches Anfang nächsten Jahres die Verbindung zu Apples Servern verlieren. Ohne diese Patches würden Kerndienste wie iCloud, FaceTime und sogar die Geräteaktivierung ab Januar 2027 nicht mehr funktionieren.
Die tickende Zertifikats-Bombe
Hinter den Updates steckt ein drängendes Infrastrukturproblem: Die digitalen Zertifikate, die die Kommunikation mit Apples Servern absichern, laufen in knapp elf Monaten ab. „Apple entschärft hier eine tickende Zeitbombe für seine Legacy-Nutzer“, erklärt ein Branchenbeobachter. Das Unternehmen handelt frühzeitig, um eine möglichst hohe Update-Rate zu erreichen, bevor die Frist abläuft.
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Interessant: Die Updates enthalten laut Apple keine Patches für neu entdeckte Sicherheitslücken. Ihr einziger Zweck ist es, die grundlegende Funktionalität zu erhalten. Ein klares Signal, dass es hier um Ökosystem-Erhaltung geht, nicht um Sicherheit.
Welche Geräte profitieren noch?
Die Reichweite der Unterstützung ist bemerkenswert und in der Unterhaltungselektronik-Branche nahezu einzigartig.
Für Mac-Nutzer ist das Update für macOS Catalina (10.15) von 2019 gedacht. Dies ist das letzte unterstützte System für beliebte Modelle wie ältere MacBook Pros und iMacs, die kein neueres macOS mehr installieren können. Auch für macOS Big Sur (11.7.11) gab es ein Update.
Für Apple Watch-Besitzer ist watchOS 6.3.1 ein Rettungsanker für die Apple Watch Series 1 und Series 2 von 2016. Diese Uhren können kein moderneres Betriebssystem mehr installieren. Das Update stellt sicher, dass sie weiterhin Benachrichtigungen anzeigen und Fitnessdaten tracken können – vorausgesetzt, sie sind mit einem kompatiblen iPhone gekoppelt.
Notfall-Patch für iPhones mit Verbindungsproblem
Parallel zu den Zertifikats-Updates reagierte Apple auf einen kritischen Fehler. Die Versionen iOS 16.7.14 und iPadOS 16.7.14 beheben ein Mobilfunk-Problem, das mit dem vorherigen Update eingeführt wurde.
In Australien hatte es Berichte gegeben, dass ältere iPhones nach dem Update auf iOS 16.7.13 keine Notrufe mehr tätigen konnten. Apple zog die fehlerhafte Version umgehend zurück. Besitzer von Geräten wie dem iPhone 8, iPhone X oder dem iPad Pro der ersten Generation sollten sofort updaten, um vollen Zugang zu Notdiensten zu gewährleisten.
Warum unterstützt Apple so alte Hardware?
Die Analyse ist klar: Es geht um das Ökosystem. Viele alte Apple Watches und Macs werden innerhalb von Familien weitergegeben und dienen Kindern oder Zweitnutzern als Einstieg in die Apple-Welt. Indem der Konzern diese Geräte funktionsfähig hält, bindet er Nutzer an seine Dienste und senkt die Hürde für spätere Neuanschaffungen.
„Diese Art der Unterstützung für sieben bis zehn Jahre alte Hardware ist bei der Konkurrenz undenkbar“, so ein Technologie-Analyst. Während andere Hersteller den Support oft nach drei bis fünf Jahren einstellen, verhindert Apple, dass funktionierende Geräte allein wegen eines Server-Problems zu Elektroschrott werden.
Was Nutzer jetzt tun müssen
Der Update-Prozess ist einfach, aber wichtig:
* Mac-Nutzer finden das Update unter Systemeinstellungen > Softwareupdate als „Security Update 2026-001“ (Catalina) oder „macOS Big Sur 11.7.11“.
* Apple Watch-Besitzer updaten über die Watch-App auf dem gekoppelten iPhone unter Allgemein > Softwareupdate. Die Uhr muss dabei mindestens zu 50 Prozent geladen und auf dem Ladegerät liegen.
Wer die Updates nicht bis Januar 2027 installiert, riskiert den kompletten Verlust der Online-Funktionen. Eine spätere Wiederherstellung wäre dann äußerst kompliziert.
Ein Aufschub, aber keine Sicherheitsgarantie
Mit diesen Patches hat Apple die Grundfunktionen seiner Altgeräte-Flotte bis mindestens 2027 gesichert. Sicherheitsexperten mahnen jedoch zur Vorsicht: Ein Betriebssystem wie macOS Catalina von 2019 erhält keine regelmäßigen Sicherheitsupdates mehr für neu entdeckte Schwachstellen.
Die Zertifikats-Bombe ist entschärft, aber die Geräte sind anfällig für moderne Cyber-Bedrohungen. Für alle, die mit sensiblen Daten arbeiten oder das Gerät für kritische Aufgaben nutzen, lautet der Rat eindeutig: Ein Upgrade auf Hardware mit aktuellen Betriebssystemen wie macOS 26 oder watchOS 26 ist der einzige Weg zu umfassendem Schutz.
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