Apple rettet alte Macs mit überraschendem Catalina-Update
23.02.2026 - 08:09:12 | boerse-global.deApple hat ein kritisches Update für das sechs Jahre alte macOS Catalina veröffentlicht – eine Rettungsaktion für alte Macs, die sonst bald wichtige Dienste verloren hätten.
Für viele Nutzer älterer Mac-Computer kommt die Ankündigung überraschend: Apple hat ein wichtiges Sicherheitsupdate für das eigentlich nicht mehr unterstützte Betriebssystem macOS Catalina bereitgestellt. Das Update mit der Bezeichnung Security Update 2026-001 verhindert, dass Kernfunktionen wie iMessage und FaceTime auf diesen Geräten ab Januar 2027 ausfallen. Es ist ein unerwarteter Akt der Fürsorge für eine Nutzergruppe, deren Hardware oft keine neueren Systeme mehr unterstützt.
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Was das Catalina-Update 10.15.8 wirklich bringt
Am 2. Februar 2026 veröffentlichte Apple das Update, das Catalina auf Version 10.15.8 bringt. Der etwa 1,7 GB große Download hat einen besonderen Zweck: Er erneuert lebenswichtige Sicherheitszertifikate. Diese digitalen Schlüssel sind notwendig, damit Dienste wie iMessage, FaceTime und die Geräteaktivierung mit Apples Servern kommunizieren können.
Ohne diese Aktualisierung wären die bestehenden Zertifikate abgelaufen – mit drastischen Folgen. Die betroffenen Dienste würden schlicht nicht mehr funktionieren. Apple betont in den offiziellen Hinweisen, dass das Update „keine veröffentlichten CVE-Einträge“ enthält. Es schließt also keine bekannten Sicherheitslücken, sondern ist reine Infrastruktur-Wartung. Ein ähnliches Update erhielt auch das etwas neuere macOS Big Sur.
Warum diese Installation Pflicht für Catalina-Nutzer ist
Für Besitzer von Macs, die nicht über Catalina hinaus aktualisiert werden können, ist dieses Update verpflichtend. Es ist der einzige Weg, die grundlegende Funktionsfähigkeit ihrer Geräte über 2027 hinaus zu erhalten. Viele Nutzer halten an alten Macs fest, oft weil sie auf spezielle 32-Bit-Anwendungen angewiesen sind, die in späteren macOS-Versionen nicht mehr laufen.
Eigentlich unterstützt Apple nur die drei neuesten macOS-Versionen mit vollständigen Sicherheitsupdates – aktuell also Tahoe, Sequoia und Sonoma. Diese Zertifikatsverlängerung zeigt jedoch eine pragmatische Herangehensweise. Sie verhindert einen plötzlichen Funktionsverlust bei einer treuen, wenn auch kleinen, Nutzergruppe. Die Ankündigung überraschte viele, da der aktive Support für Catalina längst als beendet galt.
So installieren Sie das Sicherheitsupdate korrekt
Die Installation folgt dem Standardverfahren für macOS-Updates. Vor Beginn ist eine vollständige Time-Machine-Sicherung dringend empfohlen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Vorbereitung: Schließen Sie Ihren Mac an Strom und ein stabiles WLAN-Netzwerk an.
2. Softwareupdate öffnen: Klicken Sie auf das Apple-Menü links oben, wählen Sie „Systemeinstellungen“ und dann „Softwareupdate“.
3. Update finden: Ihr Mac sucht automatisch nach Updates. „macOS Catalina Security Update 2026-001 (10.15.8)“ sollte erscheinen.
4. Installation starten: Klicken Sie auf „Jetzt aktualisieren“. Der Download beginnt, gefolgt von Installationsschritten und einem Neustart.
Der gesamte Vorgang kann je nach Internetgeschwindigkeit und Rechnerleistung einige Zeit dauern. Unterbrechen Sie ihn nicht.
Analyse: Mehr Funktionalität, nicht mehr Sicherheit
Dieses Update löst ein technisches Problem, ändert aber nichts am grundsätzlichen Sicherheitsrisiko. Catalina erhält keine Patches mehr für neu entdeckte Schwachstellen. Während also Kern-Dienste weiterlaufen, bleibt das System anfälliger für Bedrohungen als ein modernes, voll unterstütztes macOS.
Nutzer sollten besonders vorsichtig beim Surfen im Web oder beim Installieren von Software sein. Für den Umgang mit sensiblen Daten bleibt der Umstieg auf einen neueren, unterstützten Mac die sicherste Option. Das Update ist ein Funktionserhalt, kein Sicherheits-Overhaul. Es verlängert die Nutzungsdauer, beseitigt aber nicht die Risiken eines veralteten Systems.
Die Zukunft für Nutzer alter Mac-Hardware
Das Update verschafft Catalina-Nutzern eine Atempause, doch die langfristige Perspektive ist klar: Apple setzt auf neue Hardware und Software. Der Übergang zu Apple Silicon schreitet voran. Zukünftige macOS-Versionen wie das erwartete macOS 27 werden Intel-Macs wohl gar nicht mehr unterstützen. Schon jetzt warnt Apple Tahoe-Nutzer vor dem Auslaufen von Rosetta 2, der Übersetzungstechnologie für Intel-Apps.
Für Catalina-Nutzer ist dies eine vorübergehende Lösung. Sie hält die Kommunikation am Laufen, erinnert aber deutlich daran, dass ihre Hardware auf dem Weg zur Obsoleszenz ist. Die vernünftigste Strategie ist die Planung für einen späteren Umstieg auf einen moderneren Mac – für mehr Sicherheit und Funktionalität.
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