Apple Podcasts startet Offensive mit umfassendem Video-Update
17.02.2026 - 19:39:12Apple stellt die Weichen für die Zukunft des Podcasting: Ab diesem Frühjahr wird die Plattform um ein vollwertiges Video-Erlebnis erweitert. Der Schritt zielt darauf ab, mit YouTube und Spotify gleichzuziehen und bietet Podcastern neue Einnahmequellen.
Die Ankündigung markiert eine strategische Kehrtwende für den Dienst, der das Medium vor zwei Jahrzehnten populär machte. Nutzer können künftig nahtlos zwischen Audio und Video wechseln, Folgen zum Offline-Anschauen herunterladen und profitieren von adaptiver Streamqualität. Für Creator öffnet sich erstmals der Markt für dynamische Video-Werbung – ein lukratives Geschäftsfeld, das bisher schwer zugänglich war.
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Nahtloses Erlebnis für Zuhörer und Zuschauer
Im Zentrum steht ein radikal vereinfachter Zugang zu Videoinhalten. Die Wiedergabe wechselt ohne Unterbrechung zwischen Bild und Ton, ähnlich einfach wie bisher beim reinen Audio-Format. Die Wiedergabe unterstützt sowohl Hochformat als auch Vollbild.
Technische Grundlage ist Apples eigene HTTP Live Streaming (HLS)-Technologie. Sie passt die Videoqualität automatisch an die Netzverbindung an und ermöglicht so flüssiges Streamen über WLAN und Mobilfunk. Die neuen Video-Episoden werden vollständig in die bestehende Podcasts-App integriert und in personalisierten Empfehlungen sowie Kategorien auftauchen. Bewährte Features wie variable Abspielgeschwindigkeiten und automatische Transkripte bleiben erhalten.
Mehr Kontrolle und Einnahmen für Podcaster
Die Einführung dynamischer Video-Ads ist der entscheidende Hebel für Creator. Sie können erstmals programmatisch Video-Werbung – auch moderatoren-gelesene Spots vor der Kamera – in ihre Shows einfügen. Damit erschließen sie sich das deutlich größere Budget des Video-Werbemarkts.
Apple setzt auf ein offenes Ökosystem: Podcaster behalten die volle Kontrolle über ihre Inhalte und Monetarisierungsstrategien. Die Verteilung läuft über teilnehmende Hosting-Anbieter und Werbenetzwerke. Apple selbst will zunächst keine Gebühren von Creatorn oder Hostern erheben. Stattdessen plant das Unternehmen, später im Jahr eine impressionsbasierte Gebühr an die beteiligten Werbenetzwerke zu verrechnen. Bestehende Abonnenten-Zahlen und Download-Statistiken werden durch den Video-Zusatz nicht beeinflusst.
Technologie und Partner als Fundament
Für den reibungslosen Start hat Apple Partnerschaften mit führenden Anbietern geschlossen. Dazu zählen Acast, Amazons ART19, Triton Digital mit Omny Studio und SiriusXM. Weitere Partner sollen folgen. Die Video-Features sind bereits in den Beta-Versionen von iOS 26.4, iPadOS 26.4 und visionOS 26.4 für Entwickler verfügbar. Der öffentliche Rollout startet im Frühjahr auf iPhone, iPad, Apple Vision Pro und im Web.
Kampfansage an YouTube und Spotify
Das Update ist eine direkte Antwort auf die Dominanz videobasierter Plattformen. Branchenberichte zeigten für 2025: Über eine Milliarde Nutzer sahen monatlich Podcasts auf YouTube. Auch Spotify verzeichnete ein starkes Wachstum bei Video-Podcasts.
„Dies ist ein definierender Meilenstein“, sagte Apples Dienstleistungs-Chef Eddy Cue. Er betonte die volle Kontrolle der Creator und die vereinfachte Nutzung. Indem Apple ein hochwertiges Video-Erlebnis direkt in seine native App integriert, nutzt es die Stärke seines Hardware- und Software-Ökosystems, um die Führungsposition in einem Medium zurückzuerobern, das es einst mitprägte.
Die Linien zwischen Audio und Video verschwimmen. Apples Investition wird nicht nur das Nutzererlebnis verbessern, sondern auch die Werbeindustrie für Podcasts nachhaltig verändern. Die offene Herangehensweise, die Creator-Kontrolle priorisiert, bleibt dabei ein entscheidender Unterschied im immer wettbewerintensiveren Feld.
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