Apple, Konkurrenz-Zahlungsdienste

Apple öffnet iPhone für Konkurrenz-Zahlungsdienste

23.01.2026 - 18:06:13

Die EU-Kommission beendet Apples Exklusivität bei kontaktlosem Bezahlen. Banken können nun eigene Apps entwickeln, was mehr Wettbewerb, aber auch neue Sicherheitsfragen bringt.

Apple muss die NFC-Schnittstelle seiner iPhones im Europäischen Wirtschaftsraum für Drittanbieter öffnen. Die EU-Kommission beendete damit die exklusive Kontrolle des Konzerns über das kontaktlose Bezahlen. Seit Juli 2024 können Banken und Finanzdienstleister eigene Bezahl-Apps entwickeln, die direkt mit Apple Pay konkurrieren.

Die ersten alternativen Dienste sind bereits auf dem Markt. Experten debattieren nun über die Chancen für mehr Wettbewerb und die potenziellen Risiken für die Sicherheit der Verbraucherdaten.

So funktioniert die technische Öffnung

Die Neuregelung basiert auf der Host Card Emulation (HCE)-Technologie. Sie erlaubt es Apps von Drittanbietern, eine virtuelle Zahlungskarte sicher zu simulieren. Apple stellt die notwendigen Programmierschnittstellen (APIs) im EWR kostenlos bereit.

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Für Nutzer ändert sich der Komfort kaum:
* Sie können eine bevorzugte Zahlungs-App als Standard festlegen.
* Diese lässt sich weiterhin per Doppelklick auf die Seitentaste aktivieren.

Apple hatte die bisherige Exklusivität stets mit Sicherheitsbedenken gerechtfertigt. Das geschlossene System von Apple Pay nutzt tief in Hardware und Software integrierte Schutzfunktionen. Echte Kartennummern werden dabei nie gespeichert oder übermittelt.

Mehr Auswahl – aber auch mehr Risiko?

Für Banken ist die Öffnung ein großer Gewinn. Sie gewinnen die volle Kontrolle über die Kundenbeziehung zurück und können eigene Wallet-Lösungen unter ihrer Marke anbieten. Zudem entfällt die Abhängigkeit von Apples Gebührenstruktur.

Auch FinTech-Unternehmen wittern ihre Chance. Sie können nun innovative Dienste wie Treueprogramme oder digitale Tickets direkt in ihre Bezahl-Apps integrieren. Der norwegische Anbieter Vipps startete bereits Ende 2024 als einer der ersten.

Doch die neue Freiheit hat einen Preis: die Fragmentierung der Sicherheit. Bisher garantierte Apple eine zentrale, standardisierte Architektur. Künftig liegt die Verantwortung für den Schutz der Zahlungsdaten bei jedem einzelnen App-Anbieter.

Was Nutzer jetzt beachten sollten

Sicherheitsexperten raten Verbrauchern zu erhöhter Vorsicht. Sie sollten nur Apps von vertrauenswürdigen und etablierten Finanzinstituten installieren. Die biometrischen Sicherheitsfunktionen des iPhones wie Face ID oder Touch ID bleiben essenziell.

Die EU-Kommission wird die Umsetzung der Auflagen zehn Jahre lang überwachen. Sie will sicherstellen, dass der Wettbewerb fair bleibt und die Sicherheitsstandards nicht leiden. Ob die Öffnung am Ende mehr Innovation oder mehr Risiko bringt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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