Apple öffnet iOS für Konkurrenz-Uhren in der EU
21.01.2026 - 23:27:12iOS 26.3 erzwingt Benachrichtigungs-Weiterleitung an Dritthersteller – ein direkter Sieg der EU-Regulierung. Die neueste Beta-Version des iPhone-Betriebssystems bringt eine kleine Revolution für europäische Nutzer: Erstmals können Benachrichtigungen von Apps auch auf Smartwatches von Konkurrenten wie Garmin oder Samsung gespiegelt werden. Bisher war diese Funktion fast ausschließlich der Apple Watch vorbehalten. Der Grund für den plötzlichen Sinneswandel ist eindeutig: der Druck durch den Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union. Die finale Version von iOS 26.3 soll noch im Januar erscheinen.
Ein historischer Bruch mit der geschlossenen Apple-Welt
Die nahtlose Integration zwischen iPhone und Apple Watch war jahrelang ein zentrales Verkaufsargument – und ein geschickter Lock-in-Effekt. Mit iOS 26.3 wird dieses Monopol in der EU gebrochen. Wettbewerber erhalten die Chance, iPhone-Nutzern ein gleichwertiges Erlebnis zu bieten. Die EU-Kommission wertet die Änderung bereits als Erfolg für den Verbraucher und einen Beleg für die Wirksamkeit ihrer Wettbewerbsregeln.
So funktioniert die neue Benachrichtigungs-Weiterleitung
Die Steuerung findet Nutzer unter Einstellungen > Benachrichtigungen > Benachrichtigungs-Weiterleitung. Dort lässt sich eine gekoppelte Uhr eines Drittherstellers auswählen. Die Kontrolle ist feingranular: Nutzer können app-weise entscheiden, welche Warnungen sie weiterleiten möchten.
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Doch es gibt eine entscheidende Einschränkung: Es kann immer nur ein einziges Wearable gleichzeitig Benachrichtigungen empfangen. Schaltet man die Weiterleitung für eine Garmin- oder Samsung-Uhr ein, bleibt die Apple Watch stumm. Dieser „Entweder-oder“-Ansatz zeigt, wie Apple versucht, regulatorische Vorgaben mit dem Schutz des eigenen Ökosystems in Einklang zu bringen. Die weitergeleiteten Meldungen enthalten den vollständigen Inhalt sowie den Namen der Quell-App.
Der DMA als treibende Kraft
Das Timing und die Beschränkung auf die EU machen klar: Hier handelt es sich nicht um freiwillige Öffnung, sondern um erzwungene Compliance. Der Digital Markets Act stufte Apple als „Gatekeeper“ ein und verpflichtet das Unternehmen, seine Plattformen für Wettbewerber zu öffnen. Die EU-Kommission sah in der bisherigen Praxis eine unzulässige Ausnutzung der Marktmacht, um den Wettbewerb im Wearable-Markt zu ersticken.
Die Kommission reklamiert die Änderungen in der iOS-Beta bereits für sich – sie seien ein direktes Ergebnis der DMA-Untersuchungen. Die Benachrichtigungs-Weiterleitung ist Teil eines ganzen Pakets neuer Interoperabilitäts-Features. Dazu gehören auch eine vereinfachte Datenübertragung auf Android-Geräte und eine AirPods-ähnliche Kopplung für Zubehör von Drittanbietern.
Chancen für den Markt und Entwickler
Die Entscheidung dürfte den europäischen Wearable-Markt kräftig durchrütteln. Hersteller, die mit alternativen Plattformen arbeiten, können nun endlich die große iPhone-Nutzerbasis in der EU mit vollwertigen Funktionen ansprechen. Das könnte Innovation und Wettbewerb befeuern.
Für Entwickler von Wearable-Apps eröffnet sich eine neue Ära. Apple stellt dafür das öffentliche Framework „AccessoryNotifications“ bereit. Bisherige Workarounds für den Benachrichtigungs-Zugriff werden durch eine native, sichere und nutzerfreundliche Lösung ersetzt. Der entscheidende Vorteil: Die Nutzer behalten die Kontrolle und müssen keinen pauschalen Zugriff auf alle Alerte mehr gewähren.
Wird die Öffnung zum globalen Trend?
Die öffentliche Version von iOS 26.3 wird noch für Januar erwartet. Wearable-Hersteller arbeiten bereits unter Hochdruck an Updates, um die neue Funktion für ihre EU-Kunden freizuschalten.
Die große Frage ist: Bleibt diese Öffnung ein europäisches Phänomen? Bisher beschränkt Apple die neuen Interoperabilitäts-Features klar auf die EU – eine Strategie der regionalen Compliance, nicht des globalen Kurswechsels. Doch der Präzedenzfall aus Brüssel könnte Schule machen. Weltweit beobachten Wettbewerber und Regulierer genau, wie Nutzer die neuen Möglichkeiten annehmen. Der Erfolg in Europa könnte den Weg für eine fragmentiertere, aber insgesamt offenere mobile Welt ebnen.
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