Apple knackt 50-Milliarden-Marke mit iPhone-Exporten aus Indien
06.01.2026 - 02:31:12Apple hat mit seinen iPhone-Exporten aus Indien die Marke von 50 Milliarden Euro überschritten. Das Land ist damit zur tragenden Säule der globalen Produktionsstrategie des Tech-Konzerns geworden.
Apple hat einen historischen Meilenstein in der globalen Tech-Fertigung erreicht: Die kumulierten iPhone-Exporte aus Indien überschreiten 50 Milliarden Euro. Diese Entwicklung markiert einen entscheidenden Erfolg für Apples Strategie, seine Lieferketten weg von China zu diversifizieren.
Historischer Meilenstein für „Make in India“
Offizielle Daten bestätigen, dass Apple die Marke von 50 Milliarden Euro bis Dezember 2025 übertroffen hat. Dies gelang weniger als vier Jahre nach dem Beitritt des Konzerns zum indischen Production Linked Incentive (PLI)-Förderprogramm im Fiskaljahr 2022. Das aktuelle Wachstum ist atemberaubend: Allein in den ersten neun Monaten des Fiskaljahres 2026 exportierte Apple Geräte im Wert von fast 16 Milliarden Euro.
Der indische Minister für Elektronik und Informationstechnologie, Ashwini Vaishnaw, feierte den Erfolg als großen Sieg für die Initiative „Make in India“. Die Zahlen sprechen für sich: iPhones machen inzwischen etwa 75 % der gesamten indischen Smartphone-Exporte aus und sind damit das unangefochtene Top-Exportprodukt des Landes.
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PLI-Programm treibt Wettbewerbsvorteil
Der Kontrast zu Wettbewerbern unterstreicht Apples aggressive Expansion. Während Apple auf 50 Milliarden Euro kommt, exportierte der Hauptkonkurrent Samsung im Premiumsegment über einen Fünf-Jahres-Zeitraum bis 2025 lediglich Geräte im Wert von etwa 17 Milliarden Euro aus Indien.
Analysten sehen den Grund im PLI-Programm. Diese staatlichen Anreize für heimische Fertigung ermöglichten es Apple, seine Kapazitäten in Rekordzeit hochzufahren. Die Erfolgsgeschichte veränderte Indiens Exportlandschaft grundlegend: Vor zehn Jahren rangierten Mobiltelefone auf Platz 167 der Exportgüter – heute sind sie eine Spitzenkategorie.
Tiefere lokale Verankerung schafft Ökosystem
Um diese Exportvolumina zu stemmen, baute Apple seine Fertigungspräsenz massiv aus. Fünf große iPhone-Montagewerke sind heute in Betrieb. Drei davon betreibt die indische Tata Group, ein bedeutender Einstieg des Konglomerats in die Hightech-Montage. Die anderen beiden Werke leitet der langjährige Partner Foxconn.
Doch Apple geht weiter: Ein Zulieferernetzwerk aus rund 45 Unternehmen, darunter viele kleine und mittlere Betriebe, produziert inzwischen Komponenten. Diese Rückwärtsintegration ist entscheidend für die Nachhaltigkeit des Standorts. Sie verringert die Abhängigkeit von Importen und steigert die lokale Wertschöpfung. Die Elektronikbranche schafft so Millionen von Jobs und verwandelt Regionen Südindiens in pulsierende Hightech-Zentren.
Strategische Neuausrichtung der globalen Lieferketten
Für Apple ist der Meilenstein ein Beleg für den Erfolg seiner „China Plus One“-Strategie. Die Diversifizierung der Produktion mindert Risiken durch geopolitische Spannungen und Lieferkettenstörungen. Die Fähigkeit, in neun Monaten 16 Milliarden Euro zu exportieren, beweist: Indien ist vom Pilotstandort zur tragenden Säule der globalen Apple-Fertigung geworden.
Ein Großteil dieser „Made in India“-iPhones geht in die USA und nach Europa. Diese Umleitung der Lieferketten sichert die stabile Verfügbarkeit der Flaggschiff-Geräte in Schlüsselmärkten und schützt Apple vor potenziellen Zollschwankungen, die rein chinesische Produkte betreffen könnten.
Blick in die Zukunft: Komponenten und Halbleiter
Das aktuelle PLI-Programm für Smartphones endet im März 2026. Die Regierung signalisiert jedoch anhaltende Unterstützung für den Elektroniksektor, wahrscheinlich mit Fokus auf Komponentenfertigung und höhere Wertschöpfung. Gespräche über ein neues Anreizsystem laufen, das auch die Halbleiterfertigung fördern könnte.
Mit vier Halbleiterwerken, die noch in diesem Jahr die kommerzielle Produktion aufnehmen sollen, positioniert sich Indien für einen größeren Anteil an der globalen Elektronik-Wertschöpfungskette. Für Apple geht es darum, den Export-Schwung beizubehalten und das Produktportfolio in Indien möglicherweise auf Wearables auszuweiten.
Bleibt die aktuelle Dynamik erhalten, sagen Analysten voraus, dass Indien bis 2027 über ein Viertel der globalen iPhone-Produktion stemmen könnte. Das würde die Geografie der globalen Tech-Fertigung fundamental neu zeichnen.
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