Apple iOS 26.3: Neuer Schutz vor Handy-Ortung durch Netzbetreiber
04.02.2026 - 20:39:12Apple gibt Nutzern erstmals Kontrolle darüber, wie präzise Mobilfunknetze ihren Standort bestimmen dürfen. Die neue Funktion „Limit Precise Location“ im kommenden iOS 26.3-Update zielt direkt auf die bislang unsichtbare Ortung durch die Netzbetreiber ab. Sie ist ein weiterer Schritt im Kampf des Tech-Konzerns um die Privatsphäre der Nutzer.
Was die neue Funktion für deutsche Nutzer bedeutet
Die Neuerung trifft einen neuralgischen Punkt: Bislang konnten Nutzer zwar regeln, welche Apps ihren Standort sehen dürfen. Die Ortungsdaten, die das Handy automatisch an den Netzbetreiber wie die Telekom sendet, blieben jedoch außerhalb ihrer Kontrolle. Diese Daten entstehen durch die Verbindung zu verschiedenen Funkmasten und können in Städten auf wenige Meter genau sein.
Mit der neuen Einstellung wird diese Präzision gedrosselt. Statt einer genauen Adresse erhält der Netzbetreiber nur noch eine grobe Positionsangabe, etwa das Stadtviertel. Apple betont, dass dies weder die Verbindungsqualität beeinträchtigt noch Notrufe behindert. Im Ernstfall wird weiterhin der genaue Standort übermittelt.
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So aktivieren Sie den erweiterten Ortungsschutz
Die Funktion rollt schrittweise aus und hat technische Voraussetzungen. Nutzer benötigen ein kompatibles Gerät – etwa ein iPhone Air, iPhone 16e oder ein cellular-iPad Pro (M5) – sowie einen Tarif bei einem unterstützten Netzbetreiber.
In Deutschland ist zunächst nur die Telekom dabei. International startet das Feature mit Partnern wie EE in Großbritannien oder Boost Mobile in den USA. Ist alles kompatibel, lässt sich die Funktion unter Einstellungen > Mobilfunk > Mobilfunk-Datenoptionen aktivieren. Ein Neustart des Geräts kann nötig sein.
Alte Bekannte: Die App-spezifische Ortungskontrolle
Parallel zur Netzbetreiber-Ortung sollten Nutzer die bewährten App-Berechtigungen im Blick behalten. Seit Jahren bietet iOS für jede App einzeln einen Schalter für „Präziser Standort“. Hier lässt sich festlegen, ob eine App die exakten Koordinaten oder nur eine ungefähre Gegend sieht.
Für Wetter- oder Nachrichten-Apps reicht die grobe Ortung oft völlig aus. Bei Navigations- oder Fahrdienst-Apps ist die präzise Ortung dagegen notwendig. Ein regelmäßiger Check lohnt sich: Unter Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Ortungsdienste findet sich die vollständige Liste aller Apps mit Zugriffsrechten.
Ein neuer Standard für mehr Privatsphäre
Die Einführung der netzbetreiberseitigen Ortungskontrolle ist eine konsequente Fortsetzung von Apples Privatsphären-Offensive. Sie reagiert auch auf vergangene Skandale, bei denen Netzbetreiber Standortdaten weiterverkauft hatten. Das Update iOS 26.3 befindet sich derzeit in der Beta-Phase und soll in den kommenden Wochen erscheinen.
Auch wenn der Start auf wenige Geräte und Netzbetreiber beschränkt ist, setzt Apple damit einen neuen Maßstab für die Branche. Der Trend ist klar: Nutzer erhalten immer feinere Werkzeuge, um die Hoheit über ihre persönlichen Daten zurückzugewinnen.
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