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Apple iOS 26.3: Neue Funktion schützt Standortdaten vor Netzbetreibern

30.01.2026 - 04:39:12

Mit der kommenden iOS-Aktualisierung führt Apple eine Einstellung ein, die Mobilfunkprovider nur noch auf ungefähre Standortdaten zugreifen lässt. Die Funktion ist zunächst nur für wenige Geräte und Netze verfügbar.

Apple stellt die Privatsphäre der Nutzer über den Schutz durch Mobilfunknetze. Mit der kommenden iOS 26.3-Aktualisierung führt der Konzern die Funktion „Limit Precise Location“ ein. Sie verhindert, dass Netzbetreiber den genauen Aufenthaltsort eines Geräts ermitteln können – ein direkter Schlag gegen die umfassende Überwachung durch Provider, Behörden und Hacker.

So funktioniert der neue Standortschutz

Die Einstellung reduziert die Präzision der Standortdaten, die das iPhone mit dem Mobilfunknetz teilt, ohne die Verbindungsqualität zu beeinträchtigen. Ist sie aktiviert, sieht der Netzbetreiber nur noch das ungefähre Stadtviertel, nicht mehr die genauen Koordinaten auf Straßenebene. Nutzer finden die Option in den Einstellungen unter „Mobilfunk“ > „Mobilfunk-Datenoptionen“. Ein Neustart des Geräts kann nötig sein.

Wichtig: Die Funktion betrifft ausschließlich die Datenweitergabe an Mobilfunknetze. Notrufe über 112 oder 110 erreichen weiterhin die präzise Standortbestimmung. Auch von Nutzern autorisierte Ortungsdienste in Apps wie „Wo ist?“ bleiben unverändert.

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Hardware-Voraussetzungen und eingeschränkte Verfügbarkeit

Die neue Privatsphäre-Funktion ist zunächst nur für eine begrenzte Auswahl an Geräten und Netzbetreibern verfügbar. Sie benötigt Apples hauseigene Modem-Technologie. Aktuell unterstützen nur das iPhone Air, das iPhone 16e und das Mobilfunk-Modell des M5 iPad Pro mit den Apple-C1- oder C1X-Modems die Einstellung.

Bei den Netzbetreibern startet das Feature mit einem kleinen Kreis: In Deutschland ist zunächst nur die Telekom dabei. In den USA unterstützt nur Boost Mobile die Option, in Großbritannien EE und BT. Experten erwarten, dass sich die Verfügbarkeit mit der Integration der Apple-Modeme in künftige Gerätegenerationen, wie dem erwarteten iPhone 18, deutlich ausweiten wird.

Antwort auf Sicherheitslücken und staatliche Überwachung

Die Einführung der Funktion fällt in eine Zeit erhöhter Bedrohungen für Telekommunikationsnetze. In den USA mussten sich Carrier im vergangenen Jahr mit schwerwiegenden Sicherheitsverletzungen auseinandersetzen – darunter die als „Salt Typhoon“ bekannte Attacke, bei der mutmaßlich staatliche Hacker Call-Logs und Standortdaten von Amtsträgern abgriffen.

Gleichzeitig nutzen Strafverfolgungsbehörden seit Jahren die präzisen Standortdaten der Mobilfunknetze für Ermittlungen, die sie per Gerichtsbeschluss von den Anbietern anfordern. Apples neues Feature stellt eine technische Hürde dar, die solche Abfragen erschweren und Nutzer vor Überwachung schützen soll. Der Schritt unterstreicht die Position des Konzerns als Vorreiter für Verbraucherprivatsphäre in einer zunehmend bedrohlichen digitalen Landschaft.

Weitere Neuerungen in iOS 26.3

Neben dem Standortschutz bringt das Update weitere Funktionen. Besonders bemerkenswert ist ein neues „Transfer to Android“-System, das Apple gemeinsam mit Google entwickelt hat, um den Wechsel auf Android-Geräte zu erleichtern. Dazu kommen neue Anpassungsmöglichkeiten für Hintergrundbilder.

Für Nutzer in der Europäischen Union wird zudem eine „Benachrichtigungsweiterleitung“ für Drittanbieter-Smartwatches eingeführt – eine weitere Folge des regulatorischen Drucks durch den Digital Markets Act (DMA) der EU.

Mit „Limit Precise Location“ stattet Apple seine Nutzer mit einem machtvollen Werkzeug aus, um ihre digitale Spur zu kontrollieren. Die Expansion der Funktion auf weitere Geräte und Netze wird von Datenschützern und der Cybersicherheits-Community mit Spannung verfolgt. Die öffentliche Version von iOS 26.3 wird in den kommenden Wochen erwartet.

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