Apple führt unsichtbare Sicherheits-Updates ein
16.01.2026 - 09:31:12Apple revolutioniert den Schutz seiner Geräte mit einem neuen System für automatische Hintergrund-Updates. Die „Background Security Improvements“ sollen kritische Lücken schließen, bevor Nutzer überhaupt davon erfahren.
Der unsichtbare Schutzschild
Seit dieser Woche testet Apple in den Beta-Versionen von iOS 26.3 und macOS Tahoe 26.3 ein neues Sicherheitsprotokoll. Das System mit dem Namen Background Security Improvements (BSI) installiert Patches für Kernkomponenten wie den Safari-Browser oder die WebKit-Engine – komplett im Hintergrund und ohne Neustart. Für den Nutzer läuft dieser Prozess unsichtbar ab.
Ein Schalter in den Einstellungen unter Datenschutz & Sicherheit mit der Bezeichnung „Automatisch installieren“ steuert die Funktion. Ist sie aktiviert, werden Sicherheits-Updates sofort und ohne weitere Aktion eingespielt. Damit reagiert Apple auf ein fundamentales Problem: die gefährliche Zeitspanne zwischen der Entdeckung einer Sicherheitslücke und der manuellen Installation eines Update durch den Nutzer.
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Antwort auf eine neue Bedrohungswelle
Die Entwicklung kommt zur rechten Zeit. Erst am 14. Januar warnten Sicherheitsfirmen vor einer „zweiten Welle“ von Zero-Day-Lücken in WebKit. Zwei kritische Schwachstellen (CVE-2025-43529 und CVE-2025-46288) ermöglichten Angreifern die Ausführung von Schadcode über manipulierte Webinhalte.
Zwar schloss Apple diese Lücken bereits mit iOS 26.2 im Dezember 2025. Doch ein signifikanter Teil der Nutzer hat das Update noch nicht installiert. Hätte das BSI-System damals bereits flächendeckend funktioniert, wäre der Patch automatisch und sofort für alle bereitgestellten Geräte eingespielt worden. „Die Fähigkeit, Zero-Day-Risiken im Hintergrund zu entschärfen, ist in unserer Zeit unverzichtbar“, betont Sicherheitsforscher Moshe Levi im Cyber Magazine.
Sicherheitsnetz und neue Funktionen
Apple hat aus den Problemen des Vorgängersystems Rapid Security Response (RSR) gelernt. Dieses wurde mit iOS 16 eingeführt, aber nach Kompatibilitätsproblemen kaum genutzt. Das neue BSI-System verfügt über eine integrierte „Sicherheits-Abschaltung“. Verursacht ein Hintergrund-Patch Stabilitätsprobleme, kann das Betriebssystem ihn automatisch rückgängig machen. Dies soll vor allem Unternehmen die Angst vor automatischen Updates nehmen.
Neben der Sicherheits-Architektur bringt die iOS-26.3-Beta weitere Neuerungen. Analysen deuten auf einen neuen, integrierten „Zu Android übertragen“-Assistenten hin. Diese Vereinfachung des Wechsels zu Konkurrenzgeräten dürfte auf den regulatorischen Druck der Europäischen Union zurückgehen.
Zudem schreitet die Einführung von verschlüsselter RCS-Kommunikation voran. Der Beta-Code enthält Unterstützung für den Universal Profile 3.0-Standard, der Messaging Layer Security (MLS) für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen iPhone und Android nutzt. Vollständig gesicherte „grüne Blasen“ im iMessage-Chat rücken damit in greifbare Nähe.
Wann kommt der automatische Schutz?
Aktuell ist das BSI-System nur für Beta-Tester verfügbar. Nach dem üblichen Release-Zyklus von Apple erwarten Beobachter den öffentlichen Rollout von iOS 26.3 und dem neuen Sicherheitssystem Ende Januar oder Anfang Februar 2026.
Bis dahin raten Experten allen Nutzern dringend, manuell auf mindestens iOS 26.2 zu aktualisieren, um sich vor den derzeit bekannten Angriffen zu schützen. Die Ära des manuellen Sicherheits-Updates für iPhones und Macs scheint jedoch bald zu Ende zu gehen.
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