Apple erreicht Rekordanteil an recycelten Materialien
17.04.2026 - 00:48:21 | boerse-global.deDas geht aus dem Umweltbericht hervor, den der Konzern gestern veröffentlichte. Demnach stammten 30 Prozent aller Materialien in 2025 ausgelieferten Produkten aus wiederverwerteten oder erneuerbaren Quellen. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei 24 Prozent. Der Fortschritt ist ein zentraler Baustein für das ehrgeizige Ziel „Apple 2030“: Bis zum Ende des Jahrzehnts will das Unternehmen in seiner gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral werden – von der Herstellung bis zur Entsorgung.
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Batterien und Platinen: 100 Prozent Recycling für Schlüsselkomponenten
Ein Schwerpunkt lag auf der Umstellung hochwertiger Materialien auf vollständig recycelte Quellen. So erreichte Apple 2025 sein Ziel, in allen hauseigenen Batterien nur noch 100 Prozent recyceltes Kobalt zu verwenden. 2022 waren es lediglich 13 Prozent. Das Metall ist für die Leistungsfähigkeit von Akkus unverzichtbar und wird nun vermehrt aus Altgeräten und Produktionsabfällen gewonnen.
Ebenfalls komplett auf Recycling umgestellt wurden die Seltenen Erden in allen Magneten, etwa für den Taptic Engine oder Lautsprecher. Zudem kommen in allen Apple-eigenen Leiterplatten nun zu 100 Prozent recyceltes Goldbeschichtungen und recyceltes Zinnlot zum Einsatz. Selbst beim schwierig zu recycelnden Lithium meldet der Konzern einen Durchbruch: Die Batteriekathoden der iPhone-16-Serie bestehen vollständig aus recyceltem Lithium.
Roboter-Disassembly: Daisy, Taz und Cora im Einsatz
Um den steigenden Bedarf an hochwertigen Sekundärrohstoffen zu decken, setzt Apple verstärkt auf eigene Recycling-Technologien. Herzstück ist die Flotte spezialisierter Roboter mit Namen wie Daisy, Dave und Taz. Eine einzige Daisy-Einheit kann pro Jahr bis zu 1,2 Millionen iPhones auseinandernehmen – das sind etwa 200 Geräte pro Stunde über 23 verschiedene Modelle hinweg.
Während Daisy für die grobe Demontage zuständig ist, erledigen Taz und Dave die Feinarbeit: Taz trennt präzise Magnete von Audiomodulen, ohne sie zu zerstören. Dave extrahiert Wolfram und Seltene Erden aus Vibrationseinheiten. Eine neue Entwicklung ist das Cora-System, eine Hochpräzisions-Recyclinglinie, die durch sensorgesteuertes Schreddern besonders hohe Materialausbeuten erzielt.
Klimaziel 2030: Emissionen trotz Wachstum stark gesenkt
Die Materialfortschritte sind ein wesentlicher Hebel für die Klimabilanz. Apples Treibhausgasemissionen lagen 2025 bei geschätzt 15,1 Millionen Tonnen. Verglichen mit dem Basisjahr 2015 (über 38 Millionen Tonnen) entspricht das einer Reduktion um mehr als 60 Prozent – und das trotz erheblichem Geschäftswachstum.
Drei Strategien sind dafür verantwortlich: der Umstieg auf erneuerbare Energien, verbesserte Energieeffizienz und der Ersatz von Primär- durch Recyclingmaterialien. Im Rahmen des Supplier Clean Energy Program bezogen Zulieferer 2025 über 20 Gigawatt Ökostrom. Das reicht rechnerisch, um mehr als 3,4 Millionen durchschnittliche US-Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. Apple selbst hat 1,8 Gigawatt neue Kapazitäten zu seinem Portfolio hinzugefügt.
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Wasser, Abfall und die Zukunft der Kreislaufwirtschaft
Neben CO? und Materialien adressiert der Bericht auch Wasser und Verpackungsmüll. Apple und seine Lieferanten sparten 2025 etwa 17 Milliarden Gallonen Frischwasser ein. Zudem gleichen Wasserauffüllprojekte mittlerweile mehr als die Hälfte des betrieblichen Wasserverbrauchs aus. Bei Verpackungen wurde das Ziel für 2025 erreicht: Alle aktuellen Produkte werden in 100 Prozent faserbasierten Verpackungen ausgeliefert – ganz ohne Plastik.
Die Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft spiegelt einen breiteren Trend wider. Angesichts strengerer Umweltvorschriften und knapper werdender Rohstoffe setzt Apple mit dem 30-Prozent-Markt ein deutliches Zeichen. Die vollständige Umstellung auf recyceltes Kobalt und Seltene Erden ist besonders bemerkenswert, da der Abbau dieser Materialien oft mit geopolitischen und menschenrechtlichen Problemen verbunden ist.
Kann der Konzern seine Demontage-Technologien wie Cora und das KI-gestützte Sortiersystem A.R.I.S. global mit Partnern skalieren? Das wäre ein Game-Changer für die gesamte Elektronikbranche. Die nächsten vier Jahre bis 2030 werden zeigen, ob sich Großserienfertigung und Kreislaufwirtschaft tatsächlich vereinen lassen.
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