Apple baut Mac mini erstmals in den USA
24.02.2026 - 23:24:06 | boerse-global.deApple verlagert die Produktion seines beliebten Mac mini nach Texas und schafft Tausende Jobs. Die Expansion ist Teil einer milliardenschweren US-Offensive des Tech-Riesen.
Houston – Ein strategischer Paukenschlag aus Cupertino: Apple wird seinen kompakten Desktop-Computer Mac mini erstmals in den Vereinigten Staaten fertigen. Das Unternehmen baut dafür seinen Campus in Houston, Texas, massiv aus. Die neue Fertigungslinie soll noch in diesem Jahr anlaufen und Tausende Arbeitsplätze schaffen.
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Die Entscheidung markiert einen wichtigen Schritt in Apples angekündigter Investitionsoffensive von über 600 Milliarden Euro in den USA. Sie stärkt nicht nur heimische Lieferketten, sondern katapultiert Houston weiter in die Liga der führenden US-Tech-Standorte.
Texas wird zum Herzstück der Apple-Produktion
Der Kern der Expansion ist eine neue Fabrik für den Mac mini. Sie entsteht auf dem bestehenden Gelände in Houston und wird die Produktionsfläche des Konzerns in der Stadt auf rund 46.500 Quadratmeter verdoppeln. Die neue Linie wird neben der bereits 2025 gestarteten Fertigung für künstliche Intelligenz (KI)-Server angesiedelt.
Diese Server, deren Leiterplatten vor Ort montiert werden, sind essenziell für Apples Rechenzentren. Sie treiben Systeme wie Apple Intelligence und die Private Cloud Compute-Infrastruktur an. Die gemeinsame Ansiedlung zeigt das große Vertrauen in den Standort Houston.
Aufbau einer widerstandsfähigen US-Lieferkette
Die Expansion in Texas ist nur ein Teil eines größeren Puzzles. Apple baut seine US-Lieferketten systematisch aus. 2026 wird das Unternehmen voraussichtlich deutlich über 100 Millionen fortschrittliche Chips aus der TSMC-Fabrik in Arizona beziehen – eine deutliche Steigerung zum Vorjahr.
Die Investitionswellen reichen quer durchs Land:
* In Sherman, Texas, liefert GlobalWafers nun Silizium-Wafer an US-Chippartner.
* In Arizona ist Amkors neue Verpackungs- und Testanlage für Halbleiter im Bau, mit Apple als Hauptkunde.
* In Kentucky produziert eine Corning-Anlage exklusiv das Deckglas für jedes neue iPhone und jede Apple Watch.
Ein klares Ziel: eine unabhängigere und resilientere Technologie-Ökonomie in den USA schaffen.
Neue Ausbildungsstätte für Fachkräfte von morgen
Neben der Hardware investiert Apple massiv in Köpfe. Noch in diesem Jahr eröffnet auf dem Houston-Campus ein neues Advanced Manufacturing Center auf 1.860 Quadratmetern. Die Ausbildungsstätte soll praktisches Wissen in modernster Fertigungstechnik vermitteln.
Geschult werden sollen Studierende, Mitarbeiter von Zulieferern und andere US-Unternehmen. Die Kurse leiten Apple-Experten. Das Konzept ähnelt der bereits in Detroit gestarteten Apple Manufacturing Academy, die über 130 Unternehmen in KI und Automatisierung geschult hat. In Houston kooperiert Apple bereits mit dem Houston City College und dem Lone Star College.
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Signal für die globale Tech-Industrie
Apples Schritt wird als bedeutendes Zeichen in der globalen Tech-Landschaft gewertet. Er passt in den Trend des Reshoring – der Rückverlagerung kritischer Produktion in die Heimatmärkte. Für Texas festigt der Zuzug den Ruf als „Silicon Hills“ und Hotspot für Konzerne wie Tesla und Oracle.
Zwar bleibt ein Großteil von Apples Produktion weiterhin im Ausland. Doch die Verlagerung des Mac mini ist ein hochsymbolischer und konkreter Shift. Die Fabrik wird zunächst den heimischen US-Markt bedienen. Gelingt der Start in diesem Jahr, wäre das ein Meilenstein – nicht nur für Apple, sondern für den gesamten US-Hightech-Standort.
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