Apple aktiviert Diebstahlschutz für alle iPhones automatisch
26.02.2026 - 09:10:42 | boerse-global.deApple schaltet den Schutz für gestohlene Geräte mit iOS 26.4 für alle Nutzer standardmäßig frei. Die Funktion soll Opfer von Diebstählen besser vor finanziellen Schäden und Datenklau schützen. Bisher mussten iPhone-Besitzer das Feature manuell in den Einstellungen aktivieren.
So schützt Apple vor Code-Spionage
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Die Maßnahme zielt auf eine spezielle Diebstahlmethode ab: Beim sogenannten „Shoulder Surfing“ spähen Kriminelle in Bars oder öffentlichen Verkehrsmitteln den Entsperrcode ihres Opfers aus. Mit diesem Code konnten sie bisher uneingeschränkten Zugriff erlangen, Passwörter ändern und die Ortungsfunktion deaktivieren.
Der neue Schutzmechanismus greift, sobald sich das iPhone nicht mehr an vertrauten Orten wie Zuhause oder dem Arbeitsplatz befindet. Für sensible Aktionen – etwa den Zugriff auf gespeicherte Passwörter – ist dann zwingend Face ID oder Touch ID nötig. Der Code allein reicht nicht mehr aus.
Besonders kritische Sicherheitsänderungen werden zudem verzögert. Wer etwa das Apple-ID-Passwort zurücksetzen will, muss nach der ersten biometrischen Bestätigung eine Stunde warten und den Vorgang dann erneut autorisieren. Diese Zeit soll dem rechtmäßigen Besitzer die Möglichkeit geben, den Diebstahl zu bemerken und sein Konto zu sichern.
Vom Nischen-Feature zum Standard
Apple führte den Diebstahlschutz bereits 2023 mit iOS 17.3 ein. Auslöser waren Berichte über organisierte Banden, die gezielt nach Passcodes suchten, um die digitale Identität ihrer Opfer zu übernehmen. Da die Funktion aber oft unentdeckt blieb, blieb der Schutz bei vielen Nutzern inaktiv.
Die automatische Aktivierung mit dem kommenden Update stellt einen Paradigmenwechsel dar. Apple erkennt damit an, dass viele Nutzer Sicherheitseinstellungen nicht von selbst vornehmen. Die Maßnahme soll iPhones für Diebe, die auf diese Methode spezialisiert sind, deutlich unattraktiver machen.
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Das müssen Nutzer jetzt wissen
Mit dem Update auf iOS 26.4 im Frühjahr wird der Schutz automatisch aktiviert. Nutzer müssen nichts weiter tun. An vertrauten Orten funktioniert das Gerät wie gewohnt. Erst außerhalb dieser Zonen schalten sich die zusätzlichen Sicherheitsbarrieren zu.
Damit das System zuverlässig arbeitet, sollten die Ortungsdienste und „Wichtige Orte“ in den Einstellungen aktiviert sein. Nur so kann das iPhone lernen, welche Standorte als sicher gelten. Das aktuelle Beta-Update behebt zudem eine kritische Sicherheitslücke (CVE-2026-20700), die bereits aktiv ausgenutzt wurde.
Mehr Sicherheit als Verkaufsargument
Die Entscheidung ist eine strategische Vertrauensmaßnahme. In einer Zeit, in der das Smartphone der Schlüssel zum digitalen Leben ist, wird Sicherheit zum entscheidenden Kaufkriterium. Die neuen Hürden könnten den Wiederverkaufswert gestohlener iPhones weiter senken und präventiv wirken.
Branchenbeobachter sehen darin eine konsequente Weiterentwicklung der Apple-Philosophie: Der Schutz der Nutzerdaten geht vor reiner Bedienbequemlichkeit. Es ist wahrscheinlich, dass Apple und andere Hersteller solche proaktiven Sicherheitsfunktionen weiter ausbauen werden – denn auch die Methoden der Kriminellen entwickeln sich ständig weiter.
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