Apple Aktie: Strategiewandel unter Ternus
04.05.2026 - 14:31:39 | boerse-global.deApple hat mit den Zahlen für das zweite Quartal 2026 erneut geliefert. Der Umsatz kletterte um 17 Prozent auf 111,2 Milliarden Dollar, das iPhone-Geschäft wuchs kräftig, und der Servicebereich setzte seinen Aufwärtstrend fort. Gleichzeitig kündigte der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm über 100 Milliarden Dollar an und erhöhte die Quartalsdividende um 4 Prozent auf 0,27 Dollar je Anteilsschein. Starke Zahlen – doch die eigentlich spannende Geschichte spielt sich hinter den Kulissen ab.
Cook geht, Ternus kommt – und das Geld fließt anders
Ab September übernimmt Hardware-Chef John Ternus das Ruder von Tim Cook. Und mit dem Wechsel an der Spitze zeichnet sich auch ein Kurswechsel in der Finanzstrategie ab. Cook hatte Apple in 15 Jahren konsequent auf Kapitalrückgaben getrimmt: Mehr als eine Billion Dollar flossen über Rückkäufe und Dividenden zurück an die Aktionäre. Diese Ära dürfte zu Ende gehen.
Ternus gilt als Mann der Ingenieure. Berichten zufolge drängen Produktentwickler schon länger darauf, mehr Mittel für Forschung, KI-Investitionen und größere Akquisitionen bereitzustellen. Die Quartalskonferenz lieferte erste Signale, dass Apple seine bisherige Net-Cash-Neutral-Politik lockern könnte – Kapital, das dann für strategische Wetten zur Verfügung stünde.
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Jefferies hebt Kursziel an – aber mit Vorbehalt
Die Reaktionen der Analysten fallen differenziert aus. Jefferies erhöhte das Kursziel auf 299,88 Dollar, behält aber seine Hold-Einstufung bei. Die Begründung ist aufschlussreich: Die Umsatzprognose für das laufende Quartal liege rund 5 Prozent über dem Konsens, die Nachfrage bleibe stabil – solange Apple die iPhone-17-Preise nicht anhebt. Genau das könnte sich jedoch ändern. Steigende Speicherpreise belasten bereits die Margen, und das Management ließ erkennen, dass Preiserhöhungen eine Option bleiben. Auch der Einsatz chinesischer Speicherchips von YMTC und CXMT – zumindest für in China verkaufte Geräte – steht im Raum.
Optimistischer zeigen sich Morgan Stanley und Bank of America, die ihre Kursziele jeweils auf 330 Dollar anhoben. Monness, Crespi, Hardt geht mit einem Ziel von 335 Dollar sogar noch weiter und hält an einer Kaufempfehlung fest.
Der Titel notiert aktuell bei rund 280 Dollar, nahe seinem 52-Wochen-Hoch. Gegenwind kommt aus China: Jüngste Verkaufsdaten zeigen, dass das iPhone-Volumen dort zuletzt ins Negative gedreht hat – ein Warnsignal für einen Markt, der im abgelaufenen Quartal noch zu den Wachstumstreibern zählte.
iOS 27 und die Chip-Engpässe
Auf der Produktseite bereitet Apple für den Herbst das nächste Update vor. iOS 27 soll im September für kompatible Geräte erscheinen, nach einer Vorstellung auf der WWDC-Keynote am 8. Juni. Ältere iPhone-Modelle werden das Update voraussichtlich nicht mehr erhalten. Chip-Engpässe betreffen laut Unternehmensangaben derzeit vor allem die Mac-Sparte, da die M-Serie-Chips aufgrund ihrer größeren Chipfläche schwieriger zu produzieren sind – das iPhone-Geschäft ist bislang weniger betroffen.
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