Apple, Aktie

Apple Aktie: Klarna-Programm startet am 28. Juli

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 04:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Vor den Q3-Zahlen 2026 heben Analysten die Apple-Aktie hoch. Neue Leasing-Angebote und Hardware-Pläne untermauern den Optimismus.

Apple vor Quartalszahlen: Analysten setzen auf KI-Strategie
Abstrakte, moderne Architektur in einem Finanzumfeld mit warmem Licht, das Technologie und Marktwachstum symbolisiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2026 rückt Apple verstärkt in den Fokus der Analysten. Während das Unternehmen die Bekanntgabe der Ergebnisse für den 30. Juli nach US-Börsenschluss vorbereitet, signalisieren aktuelle Hochstufungen und Kurszielanpassungen ein wachsendes Vertrauen in die langfristige KI-Strategie und die Hardware-Pipeline des Konzerns.

Optimismus vor den Quartalszahlen

Analysten erwarten für das abgelaufene Quartal einen Gewinn pro Aktie (EPS) von 1,88 US-Dollar bei einem Umsatz von rund 108,85 Milliarden US-Dollar. Dies würde einem deutlichen Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprechen. In den vergangenen 30 Tagen wurden die Gewinnschätzungen bereits leicht nach oben korrigiert. Rückblickend überzeugte Apple bereits im zweiten Quartal mit einem Umsatz von 111,18 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn pro Aktie von 2,01 US-Dollar, womit die Markterwartungen übertroffen wurden.

Die Experten von HSBC haben die Aktie jüngst von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel drastisch von 260 auf 366 US-Dollar angehoben. Analyst Nicolas Cote-Colisson verweist zur Begründung auf einen operativen Wendepunkt, eine verbesserte iPhone-Nachfrage und den bevorstehenden, durch Künstliche Intelligenz (KI) getriebenen Produktzyklus. Auch Morgan Stanley hob das Kursziel von 360 auf 364 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung „Overweight“. Die Analysten sehen zwar ein neutrales taktisches Setup nahe der Rekordhochs, erwarten jedoch positive Impulse durch die kommenden Prognosen im September.

Die Marktdaten spiegeln die positive Tendenz wider: Das Papier verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von 21,78 % und notiert mit 282,90 € derzeit etwa 6,38 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Das aktuelle 52-Wochen-Hoch von 294,90 € bleibt dabei in greifbarer Nähe.

Strategische Neuausrichtung und Hardware-Offensive

Ein zentraler Baustein der kurzfristigen Strategie ist das neue Leasing-Programm „Apple Upgrade“, das in Kooperation mit dem Zahlungsdienstleister Klarna am 28. Juli in den USA startet. Das Programm ermöglicht es Kunden, Geräte wie iPhones, Macs oder iPads über eine Laufzeit von 36 Monaten zu mieten, mit einer Kaufoption am Ende der Laufzeit. Es ersetzt die bisherigen Ratenzahlungspläne über die Apple Card. Medienberichten zufolge enthält der Code von iOS 27 bereits Funktionen, die den Zugriff auf Apps einschränken können, sollten Leasing-Raten nicht gezahlt werden.

Parallel dazu treibt Apple die Hardware-Entwicklung voran. Berichten zufolge hat die Massenproduktion der iPhone-18-Serie bei Foxconn früher als in früheren Zyklen begonnen, wobei die Produktion in Indien mittlerweile etwa 20 % des weltweiten Volumens erreichen soll. Im Fokus stehen dabei erweiterte KI-Fähigkeiten durch verbesserte Neural Engines. Für den Mac-Bereich ist ab Herbst 2026 eine umfassende Erneuerung der gesamten Produktpalette geplant, die verstärkt auf die M5- und M6-Chipgenerationen setzt. Aufgrund von Engpässen bei Speicherchips stieg der Preis für das MacBook Air zuletzt bereits um 200 US-Dollar.

Rechtliche Rahmenbedingungen und Risiken

Trotz der positiven operativen Signale steht Apple vor juristischen Herausforderungen. Das US-Justizministerium (DOJ) hat mit Adam Candeub einen neuen Leiter der Kartellabteilung nominiert, der den laufenden Prozess gegen Apple übernehmen könnte. Zudem einigten sich Apple und fünf weitere Technologieunternehmen mit dem DOJ auf einen Vergleich in einer Untersuchung zu illegalen Nicht-Abwerbeabsprachen, ohne dabei ein Schuldeingeständnis abzugeben.

In Kalifornien wurde ein Rechtsstreit zwischen Apple und OpenAI über Geschäftsgeheimnisse an den Bezirksrichter Edward Davila übertragen. Hierbei geht es unter anderem um ehemalige Apple-Mitarbeiter und die KI-Hardware-Firma io Products von Jony Ive. Ein weiteres Risiko bleibt das bestehende Patenturteil im Fall Masimo, das eine Zahlung von 634 Millionen US-Dollar vorsieht. Dennoch überwiegt derzeit die Zuversicht am Markt, gestützt durch eine installierte Basis von weltweit rund 2,5 Milliarden aktiven Geräten.

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