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Apple Aktie: Klagen und KI-Offensive

20.02.2026 - 12:54:38 | boerse-global.de

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Der iPhone-Konzern steht unter Druck: Wrend West Virginia wegen iCloud-Kinderschutz klagt, kämpft die Aktie mit Kursverlusten. Doch Apple bereitet eine KI-Offensive vor ? reicht das für die Wende?

Die Apple-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 4 Prozent verloren und schloss am Donnerstag bei 260,58 Dollar. Der Rückgang fügt sich in eine breitere Tech-Schwäche ein: Anleger zweifeln zunehmend daran, ob sich die Milliarden-Investitionen in Künstliche Intelligenz zeitnah auszahlen. Während die Hälfte aller Technologie-Aktien bereits unter ihrer 200-Tage-Linie notiert, gehört Apple noch zu den stabilen Werten ? zusammen mit Alphabet, Nvidia und Tesla. Microsoft, Meta und Amazon haben diese wichtige charttechnische Marke bereits durchbrochen.

Am Donnerstag verklagte West Virginias Generalstaatsanwalt JB McCuskey den Konzern aus Cupertino. Der Vorwurf: Apple habe iCloud zur "größten Plattform für die Verbreitung von Kinderpornografie" werden lassen. Laut Klage belegen interne Apple-Kommunikationen, dass der damalige Betrugsbekämpfungs-Chef des Unternehmens genau dies eingeräumt haben soll.

Der Hintergrund: Apple setzte seit 2022 auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für iCloud-Daten ? eine Technologie, die selbst Strafverfolgungsbehörden mit Durchsuchungsbefehl ausschließt. Während Google, Microsoft und andere Plattformanbieter hochgeladene Dateien routinemäßig mit Datenbanken bekannter Missbrauchsdarstellungen abgleichen, verzichtet Apple darauf. Das bereits 2021 angekündigte "NeuralHash"-System zur Erkennung problematischer Inhalte wurde nach Kritik von Datenschützern nie eingeführt.

West Virginia fordert nun Schadenersatz und will Apple per Gerichtsbeschluss zu wirksameren Schutzmaßnahmen zwingen. Es ist die erste Klage einer Regierungsbehörde gegen Apple wegen dieser Problematik. Der Konzern verwies auf seine Kommunikationssicherheits-Funktionen und kündigte für die kommenden Wochen ein Feature an, mit dem US-Nutzer unangemessene Inhalte direkt an Apple melden können.

Event am 4. März soll Wachstum ankurbeln

Apple kontert den Gegenwind mit einer Produktoffensive. Für den 4. März lädt der Konzern zur "Special Apple Experience" ? zeitgleich in New York, London und Shanghai. Erwartet wird eine umfassende Portfolio-Erneuerung: Das iPhone 17e als neues Einstiegsmodell, MacBook-Pro-Versionen mit M5-Pro- und M5-Max-Chips sowie ein günstiges, buntes MacBook mit A18-Prozessor. Auch die zwölfte iPad-Generation und die achte Version des iPad Air dürften vorgestellt werden.

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Besonders spannend: Apple arbeitet an KI-gestützten Wearables ? einer smarten Brille, einem tragbaren Anhänger und technologisch aufgerüsteten AirPods. Alle Geräte sollen per Kamerasystem visuellen Kontext für Siri liefern und eng mit dem iPhone verzahnt sein. Die Brille wird als High-End-Produkt positioniert, während Anhänger und AirPods als einfachere Assistenzprodukte dienen sollen.

CEO Tim Cook bestätigte intern bereits die Arbeit an neuen KI-Produktkategorien. Der Schritt ist nötig, nachdem das Vision-Pro-Headset die Erwartungen nicht erfüllte und Siri-Upgrades sich verzögerten. Für 2026 wird eine neue Siri-Version für iOS 27 erwartet, die auf Technologie von Googles Mutterkonzern Alphabet basiert.

Soros setzt auf Apple

Hedgefonds-Legende George Soros hat seine Apple-Beteiligung im vierten Quartal 2025 aufgestockt. Sein "Soros Fund Management" hält nun 416.239 Aktien im Wert von 113,16 Millionen Dollar ? 1,31 Prozent des Gesamtportfolios. Damit belegt Apple Platz 7 unter den Top-Positionen des Starinvestors. Soros vergrößerte auch seine Engagements bei Microsoft, Nvidia, Salesforce und Amazon deutlich.

Die Frage bleibt: Kann die KI-Offensive die Skepsis der Anleger überwinden? Das Event am 4. März wird Antworten liefern müssen.

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