Apple Aktie: Chip-Kosten belasten Ausblick
01.05.2026 - 22:50:45 | boerse-global.deStarke Quartalszahlen, trübe Kostenperspektive — Apple liefert zum Abschluss des zweiten Geschäftsquartals 2026 ein klassisches Bild aus Licht und Schatten. Der Konzern übertraf die Umsatzerwartungen deutlich, kämpft aber gleichzeitig mit einer Materialkosten-Spirale, die den Gewinnausblick zunehmend eintrübt.
Zahlen über Erwartung, Margen unter Druck
Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 111,2 Milliarden Dollar — die Analystenschätzungen lagen im Schnitt rund 1,7 Milliarden Dollar darunter. Beim Gewinn je Aktie sprang das Ergebnis von 1,65 auf 2,01 Dollar. Besonders das Dienstleistungsgeschäft glänzte mit einem Erlösplus von 16 Prozent auf knapp 31 Milliarden Dollar und einer Bruttomarge von 76,7 Prozent.
Das iPhone-Segment legte ebenfalls kräftig zu — um fast 22 Prozent auf knapp 57 Milliarden Dollar. Dennoch blieb der Konzern minimal hinter den noch ambitionierteren Markterwartungen zurück. Der Grund: Engpässe bei fortschrittlichen Chip-Technologien bremsten das Wachstum spürbar. Tim Cook sprach offen davon, dass es noch Monate dauern werde, die Lieferrückstände abzuarbeiten.
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Speicherpreise als neues Sorgenkind
Was die Anleger zunächst nüchtern aufnahmen, erklärte Cook in der Analystenkonferenz genauer — und die Aktie drehte ins Plus. Das eigentliche Risiko für das laufende Quartal liegt jedoch woanders: Speicherchip-Preise steigen stark. Cook warnte ausdrücklich vor „erheblich" höheren Kosten im Bereich DRAM und NAND. Schätzungen zufolge könnten die Preise bis Mitte 2026 gegenüber dem Niveau vom dritten Quartal 2025 um rund 180 Prozent gestiegen sein — getrieben durch die schier unstillbare Nachfrage der KI-Rechenzentren weltweit.
Für das laufende Quartal gab Apple eine Umsatzwachstumsprognose von 14 bis 17 Prozent aus — deutlich über den Markterwartungen von rund 9 bis 10 Prozent. Gleichzeitig peilt der Konzern eine Bruttomarge zwischen 47,5 und 48,5 Prozent an. TD Cowen erhöhte daraufhin sein Kursziel auf 335 Dollar und hob das Kursziel auch für die Folgejahre an, während Goldman Sachs sogar 340 Dollar in den Raum stellte. DA Davidson bleibt skeptischer und hält an einem Kursziel von 270 Dollar sowie einer neutralen Einschätzung fest — mit Verweis auf nachlassende Dynamik in Großchina.
Daneben kündigte Apple ein neues Aktienrückkaufprogramm über 100 Milliarden Dollar an, womit das Gesamtvolumen auf 160 Milliarden Dollar anwächst. Auch einen Führungswechsel gibt es zu vermelden: John Ternus, bislang für Hardware-Engineering verantwortlich, übernimmt zum 1. September den CEO-Posten von Tim Cook, der als Executive Chairman an Bord bleibt. Ternus hat unter anderem die Aufgabe, die lange angekündigte KI-Siri noch 2026 in die Hände der Nutzer zu bringen.
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