Apple Aktie: 21 Prozent Marktanteil erstmals Platz eins
23.05.2026 - 09:25:20 | boerse-global.deApple verbindet gerade zwei Signale, die selten zusammenfallen: operative Stärke und einen neuen Börsenrekord. Der iPhone-Konzern hat im globalen Smartphone-Markt eine historische Marke erreicht, während intern die Hardware-Organisation für die Ära nach Tim Cook neu zugeschnitten wird. Genau diese Mischung treibt die Aktie weiter nach oben.
Am Freitag schloss die Apple-Aktie bei 266,20 Euro und legte damit um 1,43 Prozent zu. Das war zugleich ein neues 52-Wochen-Hoch.
iPhone schlägt Samsung im Auftaktquartal
Counterpoint Research sieht Apple im ersten Quartal erstmals überhaupt an der Spitze des weltweiten Smartphone-Marktes. Der Konzern kam auf 21 Prozent der globalen Auslieferungen, wuchs um 9 Prozent und setzte sich damit gegen einen Gesamtmarkt durch, der um 3 Prozent schrumpfte.
Das ist mehr als ein statistischer Erfolg. Normalerweise profitiert Samsung zu Jahresbeginn vom Start seiner Galaxy-S-Serie. Diesmal reichte das nicht für Platz eins. Samsung kam ebenfalls auf 21 Prozent, blieb bei den Auslieferungen aber etwa stabil.
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Xiaomi folgte mit 12 Prozent, OPPO mit 10 Prozent und Vivo mit 7 Prozent. Der Abstand ist damit deutlich genug, um Apples Stärke nicht nur als Momentaufnahme abzutun.
Ein weiterer Punkt stützt die These: Das iPhone 17 war laut Counterpoint das weltweit meistverkaufte Smartphone-Modell im Quartal. Die Serie belegte sogar die ersten drei Plätze, mit dem Pro Max auf Rang zwei und dem Pro-Modell auf Rang drei.
Umsatzstärke trotz Chipdruck
Noch stärker fällt der Blick auf die Erlöse aus. Die weltweiten Smartphone-Umsätze stiegen im ersten Quartal um 8 Prozent, obwohl weniger Geräte verkauft wurden. Apple wuchs beim Umsatz um 22 Prozent und lag damit unter den fünf größten Marken vorn.
Counterpoint verweist dabei auf besseres Lieferkettenmanagement und eine Erholung in China. Entscheidend ist aber die Preissetzungsmacht. Apple hält seine Premiumpreise, schützt die Marge und kommt dadurch besser durch die Knappheit bei Speicherchips als viele Wettbewerber.
Der Engpass bei DRAM- und NAND-Speichern bleibt trotzdem ein Risiko. Chiphersteller priorisieren weiterhin Kunden aus dem KI-Rechenzentrumsmarkt. Tim Cook hat bereits signalisiert, dass steigende Speicherkosten Apple später im Geschäftsjahr 2026 stärker treffen dürften.
Counterpoint rechnet damit, dass sich die Speicherkrise bis in den späten Verlauf von 2027 ziehen kann. Für Apple bedeutet das: Die aktuelle Stärke muss gegen einen Kostenblock verteidigt werden, der erst noch voll durchschlagen könnte.
Umbau vor dem Chefwechsel
Parallel zur Marktdynamik baut Apple seine Hardware-Spitze um. Der neue Hardwarechef Johny Srouji ordnet die Geräteentwicklung neu und verschiebt Verantwortlichkeiten im Produktdesign. Ziel ist eine engere Verzahnung zwischen eigenen Chips und künftigen Geräten.
Das passt zur erwarteten Übergabe an John Ternus später in diesem Jahr. Ternus steht stärker für Produktentwicklung und Hardwarezyklen. An der Börse wird das als möglicher Hebel für neue Formfaktoren gewertet, darunter ein faltbares iPhone im Herbst 2026.
Die jüngsten Quartalszahlen liefern dafür Rückenwind. Apple erzielte im zweiten Geschäftsquartal 111,2 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von 17 Prozent. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,01 Dollar und damit über den Erwartungen der Wall Street.
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Allein der iPhone-Umsatz sprang um 22 Prozent auf 57 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge erreichte 49,3 Prozent.
Der Nettogewinn lag bei rekordhohen 29,6 Milliarden Dollar für ein Märzquartal. Außerdem genehmigte der Verwaltungsrat Aktienrückkäufe von bis zu 100 Milliarden Dollar. Finanzchef Kevan Parekh beendete zudem das langjährige Ziel einer netto schuldenfreien Kassenposition, um Kapitalstruktur und Verschuldung flexibler zu steuern.
Technisch ist der Lauf ebenfalls klar sichtbar. In den vergangenen 30 Tagen gewann die Aktie 14,20 Prozent, seit Jahresbeginn steht ein Plus von 15,19 Prozent. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt 18,56 Prozent, der RSI von 43,9 signalisiert dabei keine klassische Überhitzung.
Der nächste konkrete Termin ist die WWDC vom 8. bis 12. Juni. Dort dürften Apple Intelligence und Siri-Upgrades den Takt vorgeben. Nach dem Rekordhoch braucht die Aktie nun vor allem Bestätigung: starke iPhone-Nachfrage, belastbare Margen und ein glaubwürdiger KI-Fahrplan trotz steigender Speicherkosten.
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