AMD, Rekordmarktanteil

AMD erobert Rekordmarktanteil von Intel

13.02.2026 - 21:40:11

AMD erreicht mit 29,2% einen Rekordanteil am x86-Prozessormarkt und gewinnt vor allem bei Desktop- und Server-CPUs massiv Anteile von Intel hinzu.

AMD hat im vierten Quartal 2025 einen historischen Höchststand bei den CPU-Marktanteilen erreicht. Neue Daten zeigen massive Gewinne auf Kosten des Dauerrivalen Intel in allen Segmenten.

Die Zahlen des Analystenhauses Mercury Research belegen einen dynamischen Machtwechsel. Während Intel weiterhin die Mehrheit hält, erreichte AMD insgesamt 29,2 Prozent aller x86-Prozessoren – ein Plus von 4,5 Prozentpunkten binnen eines Jahres. Intel fiel auf 70,8 Prozent. Diese Verschiebung betrifft Verbraucher-PCs ebenso wie Unternehmensrechenzentren.

Desktop-Markt: AMD springt auf über ein Drittel

Am dramatischsten ist die Entwicklung bei Desktop-PCs. Hier stieg AMDs Anteil von knapp 27 auf etwa 36 Prozent binnen Jahresfrist. Ein Grund: Intels Lieferengpässe. Der Konzern konzentriert seine Fertigungskapazitäten offenbar auf die lukrativen Server-Chips. Das schmälert die Verfügbarkeit von Prozessoren für den Consumer-Markt, besonders im Einsteigersegment.

AMD füllt diese Lücke mit seiner Ryzen-Prozessorfamilie. Sie gewinnt Marktanteile und Überzeugung bei Systemintegratoren und großen Herstellern.

Server-Markt: AMD trotzt Intels Fokus

Doch selbst in Intels Kerngebiet, dem Rechenzentrum, legt AMD kräftig zu. Der Anteil an Server-CPUs stieg auf einen Rekordwert von 28,8 Prozent. Das gesamte Segment wuchs robust, aber AMD lieferte mehr als dreimal so schnell wie saisonal üblich.

Treiber dieses Erfolgs sind die 5. Generation der Epyc-Serverchips. Sie trugen erstmals mehr als die Hälfte der Server-Umsätze bei. Das zeigt: AMDs Gewinne sind nicht nur opportunistisch, sondern basieren auf einer wettbewerbsfähigen Produktpalette, die Enterprise-Kunden überzeugt.

Mobile und Gesamtmarkt: Intel behauptet Laptops

Im Mobilsegment, also Laptops und Notebooks, sind AMDs Fortschritte moderater. Der Antieg von 23,8 auf 26 Prozent ist signifikant, doch Intel dominiert hier weiter mit 74 Prozent.

Insgesamt war das vierte Quartal 2025 ungewöhnlich: Trotz der typischen Weihnachtsgeschäfts sank der Ausstoß an x86-Prozessoren. AMD konnte dennoch seine Dynamik beibehalten und den Trend zu seinen Gunsten beschleunigen.

Strategien im Clash: Chiplets gegen KI-Integration

Hinter den Zahlen stehen grundverschiedene Unternehmensstrategien. AMD setzt auf Chiplet-Designs und die leistungsstarke Zen-Architektur. Besonders in Multi-Thread-Workloads und beim Gaming punktet die 3D-V-Cache-Technologie. Zudem verspricht AMD mit dem AM5-Sockel bis 2027 eine langfristige Upgrade-Pfad – ein Argument für Plattformtreue.

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Intel kontert mit einer Hybrid-Architektur aus Performance- und Effizienzkernen. KI-Fähigkeiten stehen im Fokus: Neuronale Verarbeitungseinheiten (NPUs) in den „Core Ultra“-Prozessoren sollen das Rennen um die KI-PCs entscheiden. Die Priorisierung hochprofitabler Server-Chips ist eine strategische Wette auf den KI- und Cloud-Boom. Intel betont, mit einem vereinfachten und beschleunigten Fahrplan 2026 seine Position stabilisieren zu wollen.

Ausblick 2026: Der Kampf um die KI-PCs eskaliert

Das neue Jahr begann mit großen Produktankündigungen beider Konkurrenten auf der CES 2026. Intel setzt auf die Architekturen „Panther Lake“ und „Arrow Lake“, um vor allem im aufkeimenden KI-PC-Markt Boden gutzumachen.

AMD treibt seine Ryzen AI 400 Serie für Mobile und die Zen-5-Architektur voran. Die entscheidenden Fragen für 2026: Kann Intel seine Lieferengpässe beheben? Und überzeugt der Fokus auf KI-Integration die Kunden mehr als AMDs Leistungs- und Effizienzvorteile?

Für Verbraucher und Unternehmen bedeutet dieser erbitterte Wettbewerb vor allem eines: eine fortwährende Innovationsspirale mit immer leistungsfähigeren und effizienteren Prozessoren.

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