Amazon Robotics streicht erneut Stellen im Zuge der KI-Offensive
05.03.2026 - 00:09:20 | boerse-global.deAmazon baut in seiner Robotik-Sparte weiter Personal ab. Die jüngsten Kürzungen sind Teil einer mehrjährigen Restrukturierung, bei der der Tech-Riese milliardenschwere Investitionen in Künstliche Intelligenz gegen Einsparungen in Hardware-Abteilungen abwägt.
Am Dienstag dieser Woche informierte die Konzernführung betroffene Mitarbeiter über die Streichung von mindestens einhundert Stellen in der Robotik-Division. Diese Einheit entwickelt automatisierte Transportsysteme und Roboter für die riesigen Versandzentren des Unternehmens. Amazon bestätigte die „vergleichsweise geringe“ Anzahl an Wegfällen nach einer routinemäßigen Organisationsüberprüfung.
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Roboter bleiben Strategie, doch der Fokus verschiebt sich
Vize-Präsident Scott Dresser betonese in seiner Mitteilung an die Belegschaft, dass Robotik eine Kernpriorität bleibe. Die Anpassungen seien jedoch notwendig, um Teams optimal für Innovationen aufzustellen. Den betroffenen Angestellten werden Abfindungen, Übergangskrankenversicherungen und Hilfe bei der Jobsuche angeboten.
Die Kürzungen betreffen nur einen kleinen Teil der globalen Belegschaft von etwa 1,58 Millionen Menschen, von denen die Mehrheit im Stundenlohn in Logistikzentren arbeitet. Für den spezialisierten Technologiebereich mit rund 350.000 Mitarbeitern sind sie dennoch ein deutliches Signal.
Teil einer mehrjährigen Effizienz-Offensive
Die aktuellen Streichungen sind kein Einzelfall. Seit Ende 2022 hat Amazon über 57.000 Stellen im Corporate-Bereich abgebaut. Auf zwei große Entlassungswellen im Oktober 2025 (14.000 Jobs) und Januar 2026 (16.000 Jobs) folgen nun gezielte Schnitte in der Robotik.
CEO Andy Jassy treibt diese Restrukturierung voran. Sein Ziel: Eine flachere Hierarchie und eine agilere, startup-ähnliche Kultur. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine zentrale Rolle für die angestrebten Effizienzgewinne. Paradoxerweise steigen die Gesamtausgaben des Konzerns gleichzeitig massiv an.
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Milliarden für KI, Sparsamkeit bei Hardware
Die Kapitalausgaben könnten 2026 auf bis zu 200 Milliarden Euro anwachsen. Dieses Geld fließt vor allem in KI-Infrastruktur und Rechenzentren. Gleichzeitig werden Hardware-Projekte gestoppt oder konsolidiert.
Bereits im Januar stellte Amazon die Entwicklung des vielbeachteten Lagerhaus-Roboters „Blue Jay“ ein. Zudem schloss der Konzern seine „Fresh and Go“-Supermarktketten, um die dortige Automatisierungstechnologie künftig nur noch zu lizenzieren. Trotz dieser Rückzüge wächst die Abhängigkeit von physischer Automatisierung: Im vergangenen Jahr setzte Amazon seinen millionsten Roboter ein.
Was bedeutet der Strategiewechsel für die Branche?
Der Kurswechsel bei Amazon Robotics spiegelt einen breiteren Trend wider. Tech-Konzerne pumpen Milliarden in generative KI, während sie gleichzeitig die Kosten in Hardware- und Experimentierabteilungen strikt kontrollieren. KI ist nicht mehr nur ein Wachstumsfeld, sondern der primäre Treiber für Umstrukturierungen.
Für die eigene Robotik-Abteilung bedeutet dies: Der Fokus liegt künftig weniger auf neuen, expansiven Hardware-Projekten. Stattdessen soll KI die Produktivität der bestehenden Roboterflotte steigern. Es entsteht ein schlankeres Team, das ein zunehmend durch Software optimiertes, automatisiertes Logistiknetzwerk verwaltet.
Die Botschaft an die gesamte Branche ist klar: Selbst die am stärksten automatisierten Logistiknetzwerke setzen jetzt Priorität auf Software- und KI-Effizienz – nicht auf umfangreiche Hardware-Ingenieursteams.
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