Amazon, Milliarden

Amazon investiert 50 Milliarden Euro in OpenAI

28.02.2026 - 12:09:19 | boerse-global.de

Amazon und OpenAI schließen eine strategische Allianz, die die KI-Infrastruktur neu definiert. AWS wird exklusiver Cloud-Distributor und erhält Zugang zu Spitzentechnologie, während OpenAI seine Abhängigkeit von Microsoft reduziert.

Amazon und OpenAI schmieden eine strategische Partnerschaft, die den KI-Markt neu ordnet. Der Tech-Riese investiert 50 Milliarden Euro und wird exklusiver Cloud-Partner für das KI-Unternehmen. Damit endet die fast ausschließliche Abhängigkeit OpenAIs von Microsoft Azure.

Ein Deal, der die Cloud-Landschaft umkrempelt

Die am 27. Februar 2026 bekanntgegebene Allianz ist eine der größten in der Tech-Geschichte. Amazon Web Services wird zum exklusiven Drittanbieter-Cloud-Distributor für OpenAIs Enterprise-Plattform Frontier. Zudem verpflichtet sich OpenAI, enorme Mengen an Amazons eigener Rechenleistung zu nutzen. Analysten sehen darin einen massiven Schachzug: Amazon positioniert sich als zentrale Infrastruktur für die weltweit führenden KI-Modelle und holt sich einen direkten Zugang zur Spitzentechnologie.

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Die Finanzspritze ist Teil einer Mega-Finanzierungsrunde von 110 Milliarden Euro, die OpenAI mit 730 Milliarden Euro bewertet. Weitere Großinvestoren sind Nvidia und Softbank. Für Amazon ist das Engagement gewaltig. Das Unternehmen plant 2026 Kapitalausgaben von rund 200 Milliarden Euro, größtenteils für Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Die Konzernführung zeigt sich überzeugt von der langfristigen Rendite, während die KI-Adaption in Unternehmen global Fahrt aufnimmt.

Trainium-Chips und ein geteilter Microsoft

Ein Herzstück der Partnerschaft ist Hardware: OpenAI wird etwa 2 Gigawatt Leistung von Amazons hauseigenen Trainium-Chips beziehen. Diese Kapazität umfasst die aktuelle Trainium-3- und die kommende Trainium-4-Generation. Diese massive Abnahme gilt als machtvolles Votum für Amazons eigene Halbleiter und beweist, dass sie die anspruchsvollsten KI-Workloads der Welt bewältigen können.

Doch was bedeutet das für Microsoft? Der bisherige Hauptpartner wird nicht vollständig verdrängt. Offizielle Statements betonen: Microsoft Azure behält die exklusive Lizenz und den Zugang zur geistigen Eigentumsrechten an OpenAI-Modellen. Azure bleibt der einzige Cloud-Anbieter für den „zustandslosen“ API-Datenverkehr des Labors. Die Partnerschaft ist also weniger ein Bruch, sondern eine strategic Expansion von OpenAIs Infrastruktur.

Die nächste KI-Revolution: Stateful Runtime

Gemeinsam entwickeln die Partner eine technische Neuheit: die Stateful Runtime Environment. Sie soll noch 2026 über Amazon Bedrock verfügbar werden. Bisher operieren viele KI-Agenten nach dem Prinzip der „vergesessenen Unterhaltung“ – jede Interaktion beginnt bei null. Das neue System soll echte Erinnerung ermöglichen: Modelle behalten Kontext, erinnern sich an vorherige Arbeit und können nahtlos auf Rechenleistung, Speicher und Identitäten zugreifen.

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Dieser Schritt könnte KI-Systeme befähigen, komplexe Geschäftsabläufe aktiv zu managen, anstatt nur Einzelfragen zu beantworten. Zudem werden OpenAI-Modelle für Amazons eigene Produkte wie Sprachassistenten und E-Commerce-Agenten maßgeschneidert. Sie sollen neben Amazons eigener Nova-Modellfamilie arbeiten, um Kundenerlebnisse zu personalisieren.

Doppelstrategie und der Weg zum Börsengang

Die Marktimplikationen sind tiefgreifend. Amazon setzt nun gleichzeitig auf beide führenden unabhängigen KI-Labore, nachdem es bereits massiv in OpenAis Rivalen Anthropic investiert hatte. Diese Doppelstrategie macht AWS zur fundamentalen Infrastrukturschicht für die gesamte KI-Branche – unabhängig davon, welches Labor am Ende dominiert.

OpenAI betont, dass die Integration in Amazons globale Infrastruktur die Verbreitung seiner Tools beschleunigen wird. Die Nachfrage ist enorm: Das Unternehmen meldete diese Woche über 900 Millionen wöchentliche Nutzer und 50 Millionen zahlende Consumer-Abonnenten.

Der Deal weist auch in die Zukunft: 35 Milliarden Euro von Amazons Investition sind an künftige Meilensteine geknüpft. Analysten vermuten Bedingungen wie das Erreichen von Meilensteinen auf dem Weg zu einer Künstlichen Allgemeinen Intelligenz (AGI) oder einen erfolgreichen Börsengang. Mit prognostizierten Ausgaben von 115 Milliarden Euro in den nächsten vier Jahren braucht OpenAI weiter gewaltiges Kapital. Ein IPO in naher Zukunft erscheint wahrscheinlich, um die Investoren zu bedienen. Die ersten großen Integrationen, darunter die Stateful Runtime, werden für das zweite Halbjahr 2026 erwartet.

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