Amazon erlaubt DRM-freie Kindle-Bücher zum Download
23.01.2026 - 17:52:12Amazon öffnet seinen Kindle-Garten: Kunden können erstmals gekaufte E-Books als EPUB und PDF herunterladen. Der weltgrößte E-Book-Händler durchbricht damit sein geschlossenes System – eine lange geforderte Revolution für digitale Besitzrechte.
Ein Paradigmenwechsel für digitale Bibliotheken
Ab sofort können Nutzer erworbene Kindle-Titel in universelle Formate exportieren. Voraussetzung ist, dass Autor oder Verlag den Verzicht auf Digital Rights Management (DRM) gewählt haben. Käufer finden den Download-Button dann unter “Weitere Aktionen” auf ihrer Inhalteverwaltungsseite bei Amazon.
“Das ist ein Wendepunkt”, sagt ein Branchenbeobachter. “Jahrelang waren Kindle-Bücher im Amazon-Ökosystem gefangen. Jetzt gehört der Leser seinem E-Book wirklich.” Die neuen Optionen ermöglichen erstmals legale Backups und die Nutzung auf Konkurrenzgeräten wie Kobo-Readern.
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So funktioniert die neue Freiheit
Der Mechanismus ist simpel: Rechteinhaber müssen in ihrem Kindle Direct Publishing (KDP)-Konto die DRM-freie Option aktivieren. Für vor Dezember 2025 bereits DRM-frei veröffentlichte Titel ist ein manueller Schritt nötig – sonst bleibt der Download gesperrt.
Die Folgen sind weitreichend:
* EPUB-Dateien laufen auf praktisch allen E-Readern
* PDFs sind auf jedem Computer und Tablet nutzbar
* Die Lizenzbedingungen für Autoren bleiben unverändert
Ausgenommen sind lediglich Titel aus Leihdiensten wie Kindle Unlimited. Die Umstellung läuft seit 20. Januar 2026 und betrifft zunächst vor allem unabhängige Autoren und Werke mit abgelaufenem Copyright.
Offenheit als Option – nicht als Pflicht
Die eigentliche Macht liegt bei den Verlagen. Amazon macht das Feature zum Angebot, nicht zur Vorgabe. Große Verlagshäuser reagieren bisher verhalten. Die Angst vor Raubkopien hält viele zurück.
Dabei zeigen Erfahrungen von Vorreitern wie Tor Books: DRM schützt kaum vor Piraterie, verärgert aber zahlende Kunden. “Echte Besitzrechte schaffen Loyalität”, argumentiert eine Verlagsvertreterin. Ob sich diese Einsicht durchsetzt, wird den E-Book-Markt neu definieren.
Reaktion auf jahrelange Kritik
Der Schritt kommt nicht überraschend. Amazon stand seit Jahren in der Kritik, digitale Eigentumsrechte zu beschneiden. Erst 2025 hatte der Konzern den USB-Export für DRM-geschützte Bücher gestrichen – und damit eine Protestwelle ausgelöst.
Jetzt vollzieht Amazon eine teilweise Kehrtwende. Getrieben von Forderungen deutscher Verbraucherschützer und internationaler Digitalrechte-Aktivisten. Die Frage bleibt: Wird dies zum neuen Branchenstandard oder bleibt es eine Nischenfunktion?
Die Antwort geben in den kommenden Monaten Autoren und Verlage. Ihre Entscheidung bestimmt, ob digitale Bücher endlich so frei werden wie gedruckte – oder im Gartenzaun des jeweiligen Anbieters gefangen bleiben.
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