Amazon Aktie: Nahost-Eskalation trifft Cloud-Imperium
02.03.2026 - 16:45:42 | boerse-global.deDie Amazon-Aktie geriet am Montag unter Druck und notierte vorbörslich zeitweise 2,20 Prozent schwächer bei 205,38 Dollar. Der Grund: Eine schwere Störung in der AWS-Cloud-Infrastruktur im Nahen Osten, die offenbar im Zusammenhang mit der militärischen Eskalation in der Region steht.
Am Sonntagmorgen wurde ein AWS-Rechenzentrum in den Vereinigten Arabischen Emiraten von Objekten getroffen, die Funken und Feuer auslösten. Die Feuerwehr musste die Stromversorgung der gesamten Anlage kappen, um den Brand zu löschen. Kurz darauf meldete Amazon ein weiteres Stromversorgungsproblem in einer zweiten Verfügbarkeitszone der Region ME-CENTRAL-1. Damit sind zwei von mehreren Rechenzentren in der Region ausgefallen – ein außergewöhnlicher Vorfall für den weltweit führenden Cloud-Anbieter.
Dienste weltweit beeinträchtigt
Die Auswirkungen waren erheblich: Kunden verzeichneten massive Fehlerraten bei zentralen Diensten wie EC2, S3 und DynamoDB. Besonders der Speicherdienst S3, der normalerweise den Totalausfall einer einzelnen Zone verkraftet, geriet in Schwierigkeiten. AWS riet Kunden dringend, ihre Daten in andere Regionen zu übertragen. Die Wiederherstellung werde laut Unternehmen mehrere Stunden dauern und eine sorgfältige Prüfung des Datenzustands erfordern.
Auch in Bahrain meldete AWS am Montag lokalisierte Stromprobleme in einer Verfügbarkeitszone. Die Vorfälle ereigneten sich, während iranische Vergeltungsschläge nach US- und israelischen Angriffen auf den Iran Flughäfen, Häfen und Wohngebiete in der Golfregion trafen. Auf die Frage, ob die Rechenzentrum-Vorfälle mit den Angriffen zusammenhängen, wollte sich Amazon nicht äußern.
Milliarden-Investitionen in der Kritik
Die Cloud-Störung kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Erst kürzlich kündigte Amazon Investitionen von 200 Milliarden Dollar für das laufende Jahr an – hauptsächlich für den Ausbau der KI-Rechenzentren. An der Börse stieß diese Ausgabenwut auf Skepsis statt Euphorie. Anleger fragen sich zunehmend, ob die massiven KI-Investitionen ausreichende Renditen abwerfen werden.
Parallel dazu verkündete Amazon am Montag eine Aufstockung seiner Spanien-Investitionen um 18 Milliarden Euro auf insgesamt 33,7 Milliarden Euro. Das Geld fließt in den Ausbau der AWS-Infrastruktur in Aragón, einschließlich einer Serverfabrik und eines KI-Reparaturzentrums. Bis 2035 sollen so knapp 30.000 Vollzeitarbeitsplätze entstehen.
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OpenAI-Deal verschärft Bedenken
Hinzu kommt Amazons jüngste Beteiligung an der Mega-Finanzierungsrunde von OpenAI. Der Konzern investiert 50 Milliarden Dollar in den ChatGPT-Entwickler – 15 Milliarden sofort, weitere 35 Milliarden in den kommenden Monaten. Im Gegenzug sichert sich Amazon OpenAI als Großkunden: Der KI-Pionier verpflichtet sich, zusätzliche 100 Milliarden Dollar über acht Jahre bei Amazon Web Services auszugeben.
Dieser Deal verschärft die Bedenken an der Wall Street über zirkuläre Finanzierungsstrukturen, bei denen Tech-Konzerne sich gegenseitig finanzieren und gleichzeitig Lieferverträge abschließen. Die Frage steht im Raum: Wird hier künstliche Nachfrage geschaffen, die Umsätze und Bewertungen aufbläht?
Nach Jahren außergewöhnlicher Kursgewinne haben Tech-Aktien 2026 deutlich korrigiert. Investoren zweifeln zunehmend, ob die astronomischen KI-Investitionen die erhofften Renditen liefern werden. Für Amazon bedeuten die Cloud-Ausfälle im Nahen Osten nun zusätzlichen Druck – sie zeigen, wie verwundbar selbst hochredundante Infrastrukturen in geopolitisch angespannten Regionen sein können.
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