Amazon, Aktie

Amazon Aktie: Doppelter Gegenwind

13.03.2026 - 01:51:26 | boerse-global.de

Amazon-Tochter Zoox wird über die Uber-App buchbar, während das Unternehmen in Italien mit einer Anklage wegen mutmaßlicher Mehrwertsteuerhinterziehung konfrontiert ist.

Amazon Aktie: Doppelter Gegenwind - Foto: über boerse-global.de
Amazon Aktie: Doppelter Gegenwind - Foto: über boerse-global.de

Uber und Amazon schmieden eine Allianz im Robotaxi-Markt — eigentlich eine positive Nachricht. Doch die Aktie steht trotzdem unter Druck. Der Grund dafür liegt nicht in Las Vegas, sondern in Mailand.

Zoox kommt auf die Uber-Plattform

Die Amazon-Tochter Zoox wird künftig über die Uber-App buchbar sein. Den Anfang macht Las Vegas, im kommenden Jahr soll Los Angeles folgen. Die Fahrzeuge fallen optisch aus dem Rahmen: kein Lenkrad, keine Pedale, vier Passagiere sitzen sich gegenüber — ein rollender Salon ohne Fahrer.

Für Uber ist das Teil einer größeren Plattformstrategie. Neben Zoox sind bereits Waymo-Fahrzeuge in mehreren US-Städten über die App verfügbar, und auch eine Kooperation mit Lucid-Elektroautos, ausgestattet mit Autonomietechnologie von Nuro, ist in Planung. Uber positioniert sich damit weniger als Fahrdienst und mehr als Marktplatz für autonomes Fahren. Zoox wiederum profitiert vom Zugang zu Uberdaten über Nachfragemuster und Verkehrsflüsse — wertvolles Futter für die Weiterentwicklung der Technologie.

Bisher operiert Zoox in Las Vegas und San Francisco, befördert Fahrgäste aber noch kostenlos und ohne kommerzielle Zulassung. Die liegt noch bei den US-Behörden.

Milliardenklage aus Italien

Weitaus schwerer wiegt ein juristischer Schatten aus Europa. Mailänder Staatsanwälte haben Anklage gegen Amazons europäische Einheit sowie vier Manager erhoben — wegen mutmaßlicher Mehrwertsteuerhinterziehung im Umfang von rund 1,2 Milliarden Euro. Der Vorwurf: Amazons Algorithmen und Geschäftsmodelle hätten es zehntausenden Drittanbietern — überwiegend aus China — ermöglicht, Waren in Italien zu verkaufen, ohne ihre Identität offenzulegen und damit Mehrwertsteuerzahlungen zu umgehen.

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Bemerkenswert ist dabei die Entschlossenheit der Behörden. Amazon hatte den Steuerstreit im Dezember 2025 mit einer Zahlung von 527 Millionen Euro an die italienische Steuerbehörde eigentlich beigelegt. In allen vergleichbaren Fällen anderer Konzerne wurde das Strafverfahren nach solch einer Einigung eingestellt. Die Mailänder Staatsanwaltschaft geht dennoch weiter — ein Novum.

Sollte die Anklage Bestand haben, könnte das Amazons Plattformmodell europaweit unter Druck setzen. Die EU-Mehrwertsteuer ist harmonisiert, ein Urteil aus Italien hätte damit Signalwirkung weit über die Landesgrenzen hinaus. Zusätzlich ermittelt die Europäische Staatsanwaltschaft für den Zeitraum 2021 bis 2024, und zwei weitere Verfahren in Mailand laufen parallel.

Die Aktie reagierte mit moderaten Verlusten. Das Gesamtbild — ein vielversprechendes Robotaxi-Projekt auf der einen, wachsende juristische Risiken in Europa auf der anderen Seite — dürfte Anleger noch eine Weile beschäftigen.

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