Amazon: $5 Milliarden Gewinn-Spannbreite
29.04.2026 - 05:34:40 | boerse-global.deMilliardenschwere KI-Investitionen auf der einen Seite, steigende Zölle im Einzelhandel auf der anderen. Wenn Amazon heute Abend seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vorlegt, blickt die Wall Street auf ein Unternehmen im Spagat. Die Spanne der eigenen Gewinnprognose ist ungewöhnlich weit. Das weckt Nervosität.
Die Fünf-Milliarden-Dollar-Lücke
Der Konzern rechnet mit einem operativen Gewinn zwischen 16,5 und 21,5 Milliarden US-Dollar. Diese enorme Spanne ist der zentrale Spannungspunkt für Investoren. Sie wird zeigen, ob Amazon die massiven Kapitalausgaben für neue Rechenzentren und KI-Infrastruktur profitabel abfedern kann.
Beim Umsatz erwarten Analysten im Schnitt gut 177 Milliarden Dollar. Im Fokus steht dabei die Cloud-Sparte AWS. Hier rechnen Experten mit einer operativen Marge von knapp 36 Prozent. Die Schätzungen gehen allerdings weit auseinander, was die anhaltende Debatte über die tatsächliche kurzfristige KI-Nachfrage widerspiegelt.
Zölle belasten das Handelsgeschäft
Während das Cloud-Geschäft floriert, kämpft die Einzelhandelssparte mit Gegenwind. CEO Andy Jassy warnte bereits im Januar, dass sich höhere Zölle auf die Produktpreise auswirken. Amazon reagierte mit massiven Vorabkäufen, um Preiserhöhungen für Kunden hinauszuzögern.
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Dieser Bestandsaufbau bindet kurzfristig Kapital. Die Schätzungen für die operative Marge im nordamerikanischen Einzelhandel schwanken extrem und reichen von unter einem bis hin zu fast acht Prozent. Ein Urteil des Supreme Courts brachte zuletzt zwar leichte Entlastung bei bestimmten Zöllen, die handelspolitische Lage bleibt jedoch unübersichtlich.
Cathie Wood greift zu
Trotz dieser Unsicherheiten positionieren sich institutionelle Investoren. Cathie Woods Investmentfirma ARK Invest kaufte kurz vor den Zahlen massiv Amazon-Aktien im Wert von fast 74 Millionen Dollar. Im gleichen Schritt trennte sich ARK von Anteilen des Chipentwicklers AMD.
Die Aktie selbst präsentiert sich im Vorfeld robust. Mit einem aktuellen Kurs von 222,20 Euro notiert das Papier nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch. Auf Monatssicht steht ein sattes Kursplus auf der Anzeigetafel. Der Optionsmarkt rechnet derweil mit einer moderaten Kursbewegung von rund vier Prozent nach den Zahlen — deutlich weniger als der historische Durchschnitt.
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Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch. UBS-Experte Stephen Ju hob sein Kursziel auf 304 Dollar an und verweist auf lukrative Deals mit KI-Größen wie Anthropic und OpenAI. Evercore rechnet mit starken Quartalszahlen, erwartet aber einen verhaltenen Ausblick für das Sommerquartal. Klarheit gibt es heute nach US-Börsenschluss: Um 23:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit erläutert das Management die Ergebnisse im Analysten-Call.
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