Akupunktur: Studie belegt Kostensenkung bei chronischen Rückenschmerzen
17.01.2026 - 10:54:12Eine bahnbrechende Studie belegt jetzt: Spezielle Akupunktur-Protokolle lindern nicht nur chronische Rückenschmerzen effektiv, sondern senken auch die Gesundheitskosten spürbar. Die Ergebnisse könnten die Schmerztherapie in Deutschland grundlegend verändern.
Veröffentlicht wurden die Daten der „BackInAction“-Studie am 12. und 13. Januar. Sie zeigen, dass eine intensivierte Akupunkturbehandlung bei älteren Patienten die schmerzbedingten Einschränkungen deutlich reduziert. Die wirtschaftliche Analyse im Fachjournal Spine ergab sogar Kosteneinsparungen von durchschnittlich fast 500 Euro pro Patient und Jahr im Vergleich zur Standardversorgung.
„Diese Zahlen waren auch für uns überraschend“, kommentiert ein an der Studie beteiligter Gesundheitsökonom. „Sie belegen, dass nicht-medikamentöse Verfahren das Gesundheitssystem entlasten können.“ Die Studie mit über 800 Teilnehmern liefert damit erstmals die lang erwartete, groß angelegte Evidenz für den ökonomischen Nutzen der Akupunktur.
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Der „Aspirin-Punkt“: Warum Blase 60 im Fokus steht
Im Zentrum der erfolgreichen Therapieprotokolle steht ein spezieller Akupunkturpunkt: Blase 60 („Kunlun“). Von Experten der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird er oft als „Aspirin-Punkt“ bezeichnet – wegen seiner starken schmerzlindernden Wirkung.
Der Punkt liegt in einer Vertiefung zwischen dem äußeren Knöchel und der Achillessehne. In der TCM-Theorie gilt er als besonders wirksam, um „Hitze“ und „Wind“ aus dem sogenannten Taiyang-Meridian zu leiten. Dieser verläuft über den gesamten Rücken.
„Die Stimulation von Blase 60 sendet ein Signal entlang der Blasen-Leitbahn“, erklärt eine Münchner TCM-Ärztin. „Das kann Verspannungen in der Lendenwirbelsäule, im Gesäß und in den Beinen lösen.“ Es handelt sich um einen „distalen“ Punkt: Er behandelt Schmerzen in einer Körperregion (Rücken), die weit von seiner eigenen Lage (Knöchel) entfernt ist.
So wenden Sie den Akupressur-Punkt sicher an
Nach Veröffentlichung der Studie weisen Gesundheitsexperten auf die Möglichkeit der sicheren Selbstbehandlung durch Akupressur hin. So finden und stimulieren Sie Blase 60:
- Setzen Sie sich bequem hin und legen den Fuß auf das gegenüberliegende Knie.
- Tasten Sie den höchsten Punkt des äußeren Knöchels.
- Fahren Sie mit dem Finger rückwärts in Richtung Achillessehne.
- Der Punkt liegt in der druckempfindlichen Vertiefung etwa auf halbem Weg zwischen Knochen und Sehne.
Empfohlen wird ein fester, gleichmäßiger Druck für ein bis zwei Minuten bei tiefer Atmung. Die Technik kann bei chronischer Lendensteifheit, Ischiasbeschwerden und Nackenschmerzen Linderung verschaffen.
Wichtige Sicherheitswarnung: Die Stimulation von Blase 60 ist während der Schwangerschaft strikt kontraindiziert. Der Punkt hat eine stark „absteigende“ Wirkung, die in der TCM historisch zur Geburtseinleitung genutzt wurde. Schwangere mit Rückenschmerzen sollten diesen Punkt meiden, es sei denn, eine erfahrene Therapeutin begleitet sie aktiv während der Geburt.
Trend 2026: Der Weg weg von Schmerzmitteln
Die Studienergebnisse passen zu einem breiteren Trend im Gesundheitswesen. Angesichts der anhaltenden Opioidkrise empfehlen medizinische Fachgesellschaften zunehmend nicht-invasive Therapien als First-Line-Behandlung bei chronischen muskuloskelettalen Schmerzen.
Berichte des US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) betonen in diesen Tagen erneut, dass eine „multimodale“ Versorgung – die Kombination aus schulmedizinischer Beratung und Therapien wie Akupressur – für ältere Menschen am sichersten ist. Die „BackInAction“-Daten liefern nun die harten Fakten, um diesen Wandel zu untermauern.
Was die Studie für die Zukunft bedeutet
Die Veröffentlichung der ökonomischen Analyse markiert einen Wendepunkt für die integrative Medizin. Analysten erwarten, dass noch im ersten Quartal 2026 mehr Ärzte und Therapeuten beginnen werden, Akupressur-Protokolle mit Punkten wie Blase 60 als Standard bei chronischen Rückenschmerzen zu „verschreiben“.
Für Patienten bestätigt dies ein jahrtausendealtes Werkzeug. Während Gesundheitssysteme weltweit mit steigenden Kosten und einer alternden Bevölkerung kämpfen, könnte der unscheinbare Druckpunkt hinter dem Knöchel eine immer größere Rolle in der modernen Schmerztherapie spielen. Die Frage ist nun, wie schnell die deutschen Krankenkassen auf die neuen Erkenntnisse reagieren.
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