Air France: Hacker bieten Zugang zu Millionen Kundendaten
07.02.2026 - 07:53:11Air France kämpft mit einem schwerwiegenden IT-Sicherheitsalarm. Ein Unbekannter behauptet, einen kritischen Zugang zu den Systemen der Fluggesellschaft zu verkaufen, der über zwei Millionen Kunden-Einkaufsdaten offenlegen könnte. Die französische Fluglinie prüft derzeit die Glaubwürdigkeit der Bedrohung.
Der Vorfall kam am 6. Februar 2026 ans Licht. Unter dem Alias „GordonFreeman“ bot ein mutmaßlicher Hacker keinen gestohlenen Datensatz, sondern die Methode zum Zugriff auf ein Air-France-Administrationspanel zum Verkauf an. Von dort aus ließen sich laut Behauptung die sensiblen Kaufaufzeichnungen von mehr als zwei Millionen Nutzern extrahieren. Air France hat die angebliche Schwachstelle bislang weder öffentlich bestätigt noch dementiert.
Direkter Zugriff statt einfachem Datendiebstahl
Die Taktik des Angreifers ist besonders heikel. Statt einmalig Daten zu verkaufen, bietet er den dauerhaften Zugang zum System an. Dies könnte einen fortlaufenden Abfluss von Informationen ermöglichen. Ein Administrationspanel ist die zentrale Steuerungsschnittstelle eines Unternehmens. Ein unbefugter Zugriff darauf gewährt umfangreiche Kontrolle über Kundendaten.
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Sollte sich der Vorfall bestätigen, wären persönlich identifizierbare Informationen (PII) betroffen, die mit Reisebuchungen verknüpft sind. Dies birgt enorme Risiken für Datenschutz und Sicherheit der Kunden. Die Daten könnten für gezielte Phishing-Angriffe, Betrug oder Identitätsdiebstahl genutzt werden.
Zweiter schwerer Vorfall innerhalb eines Jahres
Bereits im August 2025 musste die Air-France-KLM-Gruppe einen bestätigten Datenschutzvorfall melden. Damals hatten Hacker Zugang zu einer Drittplattform für den Kundenservice erlangt. Exponiert wurden Namen, Kontaktdaten und Nummern des Vielfliegerprogramms Flying Blue.
Die Gruppe betonte, dass Passwörter, Kreditkarten- oder Passdaten nicht kompromittiert wurden. Dieser Angriff wurde der Hackergruppe ShinyHunters zugeschrieben, die über Phishing zahlreiche Salesforce-Systeme großer Konzerne angriff. Die jetzige Behauptung eines direkten Zugriffs auf ein Air-France-Admin-Panel scheint ein separates und potenziell schwerwiegenderes Problem zu sein.
Hohe Risiken für Image und Finanzen
Die Luftfahrtbranche ist aufgrund der sensiblen Passagierdaten ein bevorzugtes Ziel für Cyberkriminelle. Während der Vorfall von 2025 auf einen Angriff über einen Drittanbieter zurückging, deutet die neue Behauptung auf eine direkte Schwachstelle in der eigenen Infrastruktur von Air France hin – eine oft kritischere Lücke.
Eine Bestätigung hätte erhebliche Konsequenzen. Neben den Kosten für Untersuchung und Behebung droht massiver Imageschaden. Als in der EU ansässiges Unternehmen unterliegt Air France zudem der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Ein Verstoß dieser Größenordnung könnte zu einer umfassenden Untersuchung durch die französische Datenschutzbehörde CNIL und zu hohen Geldstrafen führen.
Was jetzt passieren muss
Die oberste Priorität der Air-France-Cybersecurity-Teams ist die sofortige Überprüfung der Hacker-Behauptungen. Es gilt, die angebliche Schwachstelle zu finden und festzustellen, ob bereits Daten abgeflossen sind. Die Branche wartet auf eine offizielle Stellungnahme der Airline.
Sicherheitsexperten raten betroffenen Kunden zu erhöhter Wachsamkeit. Auch wenn die Bedrohung noch nicht verifiziert ist, sollten unerbetene Kommunikationen, die auf Buchungsdetails verweisen, mit größter Vorsicht behandelt werden. Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich der Alarm als substanzieller Angriff auf die Daten von Millionen Reisenden entpuppt.
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