Achtsames Essen ersetzt Kalorienzählen
19.02.2026 - 19:52:12Ernährungsmediziner und Psychologen setzen zunehmend auf achtsames Essen statt auf strenge Diätpläne. Die Methode soll nicht nur das Gewicht regulieren, sondern auch Stress reduzieren und die Selbstkontrolle stärken. Damit vollzieht sich ein Paradigmenwechsel weg von Verboten und hin zu einem intuitiven, genussvollen Essverhalten.
Was steckt hinter achtsamem Essen?
Achtsames Essen bedeutet, die volle Aufmerksamkeit auf die Mahlzeit zu lenken – ohne Ablenkung durch Smartphone oder Fernseher. Es geht darum, langsam zu essen, gründlich zu kauen und die natürlichen Signale für Hunger und Sättigung wieder bewusst wahrzunehmen. Viele Menschen haben dieses Körpergefühl durch Diätkultur und hektischen Alltag verlernt.
Die Praxis wirkt wie eine Meditation: Sie unterbricht negative Gedankenmuster und kann emotionales Essen reduzieren. Studien belegen, dass dieser Ansatz zu einem gesünderen Körpergewicht und mehr emotionaler Stabilität führt.
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Die einfache Teller-Methode für den Alltag
Wie lässt sich das Prinzip ohne Kalorienzählen umsetzen? Ernährungswissenschaftler empfehlen die visuelle Teller-Methode. Sie teilt den Teller in drei Zonen: Eine Hälfte füllt man mit Gemüse, Salat oder Obst. Ein Viertel ist für Proteine wie Fisch, Hülsenfrüchte oder Tofu reserviert. Das letzte Viertel nehmen sättigende Beilagen wie Vollkornreis oder Kartoffeln ein.
Offizielle Stellen wie das österreichische Sozialministerium unterstützen dieses Modell. Es sichert eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung und ist flexibel – auch für Suppen oder Aufläufe anwendbar.
Fünf ärztliche Tipps für den Start
Der Übergang zu intuitivem Essen braucht Geduld. Ernährungsmediziner wie Dr. Matthias Riedl geben konkrete Ratschläge für den Alltag:
1. Maximal drei Mahlzeiten pro Tag einplanen und nächtliche Essenspausen einhalten.
2. Auf ständiges Snacken verzichten, um den Blutzuckerspiegel zu entlasten.
3. Strikte Verbote vermeiden – sie provozieren oft Heißhunger.
4. Vorwiegend mit frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln kochen.
5. Jede Mahlzeit bewusst und ohne Ablenkung genießen.
Warum scheitern so viele Diäten?
Traditionelle Diäten scheitern laut Experten in bis zu 80 Prozent der Fälle und enden oft im Jo-Jo-Effekt. Der Grund: Rigide Regeln können die Beziehung zum Essen stören und Stress verursachen. Aktuelle Studien bewerten sogar Trends wie das Intervallfasten zunehmend kritisch.
Der neue Ansatz setzt auf Langfristigkeit statt auf kurzfristige Ergebnisse. Er spiegelt sich in den Ernährungstrends für 2026 wider, die Genuss, pflanzenbasierte Kost und weniger Zucker in den Vordergrund stellen.
Die Zukunft gehört der Ernährungspsychologie
Die gesunde Ernährung der Zukunft integriert Körper und Psyche. Konzepte wie intuitives Essen etablieren sich weiter. Statt externen Regeln zu folgen, geht es darum, die individuellen Bedürfnisse des eigenen Körpers zu verstehen.
Die Forschung wird sich künftig verstärkt auf die neurobiologischen Prozesse hinter unserem Essverhalten konzentrieren. Für Verbraucher ist die Botschaft befreiend: Eine gesunde Figur ist weniger Frage eiserner Disziplin, sondern Ergebnis eines entspannten und bewussten Umgangs mit dem Essen.
@ boerse-global.de
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