Abnehmspritzen: Studie bestätigt Jojo-Effekt nach Absetzen
12.03.2026 - 00:00:19 | boerse-global.deEine neue Studie dämpft die Hoffnung auf einfache Gewichtsabnahme. Laut einer großangelegten Meta-Analyse der University of Cambridge nehmen Patienten nach dem Ende der Therapie mit GLP-1-Präparaten rasch wieder zu. Die im Fachjournal „EClinicalMedicine“ veröffentlichten Daten zeigen: Ein Jahr nach Therapieende sind im Schnitt 60 Prozent des verlorenen Gewichts zurück.
Gleichzeitig präsentiert der Pharmariese Roche vielversprechende Ergebnisse für einen neuen Wirkstoff. Gesundheitsexperten warnen jedoch eindringlich vor einer reinen Fokussierung auf Medikamente. Der nachhaltige Weg zum Wunschgewicht, so ihr Appell, führt nur über eine Kombination aus medizinischer Innovation, Bewegung und psychologischer Begleitung.
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Studie belegt: Der Großteil des Gewichts kehrt zurück
Die Untersuchung unter Leitung von Brajan Budini wertete sechs Studien mit über 3.200 Teilnehmern aus. Das Ergebnis ist eindeutig: Die als „Abnehmspritzen“ bekannten GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Semaglutid bieten keine dauerhafte Heilung. Viele Patienten brechen die Behandlung wegen Nebenwirkungen oder der hohen Kosten ab.
Doch es gibt einen Lichtblick: Etwa ein Viertel des Gewichtsverlusts könnte langfristig erhalten bleiben. Forscher diskutieren nun neue Strategien. Könnte ein langsames Ausschleichen der Medikamente statt eines abrupten Stopps den gefürchteten Rebound-Effekt bremsen?
Roche meldet Erfolg mit neuem Wirkstoff
Die pharmazeutische Forschung gibt nicht auf. Roche veröffentlichte positive Daten aus der Phase-II-Studie ZUPREME-1 für den experimentellen Wirkstoff Petrelintide. Nach 42 Wochen verloren Probanden damit durchschnittlich bis zu 10,7 Prozent ihres Körpergewichts. In der Placebo-Gruppe waren es nur 1,7 Prozent.
Der Clou: Der neue Wirkstoff soll besser verträglich sein. Bei der maximalen Dosis gab es keine Therapieabbrüche wegen Magen-Darm-Beschwerden. Trotzdem warnen Experten: Auch diese Präparate müssen in ein Gesamtkonzept eingebettet sein. Allein der Griff zur Spritze reicht nicht.
Der Schlüssel liegt in Training und Ernährung
Abseits der Medikamente bleibt die Anpassung des Lebensstils das A und O. Sportwissenschaftler weisen auf einen häufigen Fehler hin: Statt stundenlangem, monotonem Cardio-Training sind kurze, intensive Intervalle effizienter für den Fettabbau.
Ernährungsexperten raten von Crash-Diäten ab. Erfolg verspricht eine moderate negative Energiebilanz kombiniert mit Muskelaufbau. Mehr Muskeln erhöhen den Grundumsatz – das hilft, das Gewicht langfristig zu stabilisieren.
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Das Stigma: Viele schämen sich für ihre Therapie
Die größte Hürde ist oft psychologischer Natur. Eine britische Umfrage zeigt das immense soziale Stigma: Zwei Drittel der Patienten, die Abnehmmedikamente nutzen, verheimlichen ihre Therapie vor Freunden und Familie. Sie fürchten den Vorwurf, es sich „zu einfach“ zu machen.
Psychologen warnen, diese Geheimhaltung gefährde den Behandlungserfolg. Sie fordern einen Perspektivenwechsel: Adipositas muss als chronische Erkrankung anerkannt werden, die eine medizinische Behandlung rechtfertigt.
Die Zukunft: Individueller, aber komplexer
Die beim Gewichtsverlust wird erwachsen. Der Hype um die Wunderspritze weicht einer realistischeren Betrachtung. Zukünftige medizinische Leitlinien werden wohl detaillierte Ausschleichstrategien enthalten.
Parallel arbeiten Forschungsprojekte an KI-gestützten Methoden, um Übergewicht früher zu erkennen und zu verhindern. Der Weg zum Wunschgewicht wird also individueller – aber er verlangt nach wie vor mehr als nur eine Spritze.
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