Abnehmspritzen, Studien

Abnehmspritzen: Neue Studien zeigen Chancen und Risiken

31.03.2026 - 08:48:51 | boerse-global.de

Eine Studie belegt, dass der Großteil des verlorenen Gewichts nach Absetzen von Tirzepatid zurückkehrt. Neue Daten deuten auf positive Effekte bei Sucht und seltene, schwere Sehstörungen hin.

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Abnehmspritzen erfordern eine Dauertherapie, um Erfolge zu halten. Das zeigt eine aktuelle Studie zum Wirkstoff Tirzepatid. Gleichzeitig deuten neue Daten auf unerwartete Vorteile und seltene, aber schwere Risiken hin.

Gewicht kehrt nach Absetzen zurück

Wer die Spritzen absetzt, nimmt oft schnell wieder zu. Das ist das zentrale Ergebnis einer Auswertung der SURMOUNT-4-Studie im Fachjournal JAMA Internal Medicine. Teilnehmer mit starkem Übergewicht verloren zunächst durchschnittlich 20 Prozent ihres Körpergewichts mit Tirzepatid.

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Nach dem Wechsel zu einem Placebo kehrte ein Großteil des verlorenen Gewichts innerhalb eines Jahres zurück. Auch viele gesundheitliche Parameter verschlechterten sich wieder. Die Botschaft der Forscher ist klar: Nachhaltige Effekte gibt es nur bei fortlaufender Behandlung.

Überraschender Effekt auf Suchtverhalten

Können Abnehmspritzen auch bei Abhängigkeiten helfen? Eine aktuelle Analyse liefert erste Hinweise. Sie zeigt, dass unter einer Therapie mit GLP-1-Medikamenten weniger Überdosierungen, Notaufnahmen und Todesfälle im Zusammenhang mit Drogen oder Alkohol auftraten.

Das Risiko für eine Notaufnahme sank bei Suchtkranken um 31 Prozent, für eine Überdosis um 39 Prozent. Die Sterblichkeit halbierte sich sogar. Forscher vermuten einen Einfluss auf das Belohnungssystem im Gehirn. Ein kausaler Beweis steht aber noch aus – weitere Studien sind nötig.

Seltene Nebenwirkung: Plötzlicher Sehverlust

Zwei große Untersuchungen warnen vor einem neuen Risiko. Sie fanden ein erhöhtes Auftreten der seltenen Sehnerv-Erkrankung NAION, die zum plötzlichen Sehverlust führen kann, bei Nutzern von Medikamenten wie Ozempic.

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Die Europäische Arzneimittelagentur listet NAION inzwischen als "sehr seltene" mögliche Nebenwirkung von Semaglutid. Sie rät bei plötzlichen Sehproblemen zum sofortigen Absetzen. Das unterstreicht die Bedeutung einer ärztlichen Begleitung.

Generika und neue Pillen formen den Markt

Die Landschaft der Adipositas-Medikante verändert sich rasch. In Indien sind bereits günstige Nachahmerpräparate (Generika) von Semaglutid auf dem Markt. In Europa und den USA läuft der Patentschutz erst Anfang der 2030er Jahre aus.

Die Forschung arbeitet zudem an Alternativen. Weltweit befinden sich über 70 neue Wirkstoffe in der Entwicklung. Hersteller Eli Lilly treibt etwa die Zulassung einer Abnehmpille namens Orforglipron voran, die frühestens in diesem Jahr kommen könnte.

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