SPD, Spritpreisdeckel

SPD erhöht bei Spritpreisdeckel Druck auf Reiche

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 05:53 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die SPD erhöht den Druck auf Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) für Nachbesserungen beim geplanten Spritpreisdeckel.

"Wir erwarten von Bundeswirtschaftsministerin Reiche, dass sie in der nächsten Woche einen konkreten Vorschlag für einen Spritpreisdeckel vorlegt, der gilt, wenn die Menschen in die Weihnachtsferien fahren", sagte Fraktionsvize Armand Zorn der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir werden kein Gesetz akzeptieren, das vorgibt, dass die Menschen im Januar erst einmal drei Wochen lang historische Preisanstiege erdulden müssen, bevor der Deckel überhaupt greift. Und es kann nicht sein, dass dieser dann Ende März wieder hinfällig sein soll." Es sei an der Zeit, die Margen der Mineralölindustrie zu begrenzen. "Die Krise ist jetzt und wir müssen jetzt handeln", sagte Zorn mit Blick auf Preissprünge infolge des Iran-Konflikts.

Reiche plant beim Spritpreisdeckel hohe Hürden. Voraussetzung soll unter anderem sein: Preissteigerungen bei Diesel oder Benzin müssen in drei aufeinander folgenden Wochen im Vergleich zur Vorwoche in Deutschland um mehr als 5 Prozentpunkte über der Preissteigerung des Durchschnitts der restlichen EU-Länder liegen. Zudem soll die Höchstpreisregelung auf maximal drei Monate befristet sein. Bei einer drohenden Gefährdung der Versorgungssicherheit soll der Preisdeckel ausgesetzt werden können.

Aus der SPD kam bereits deutliche Kritik an den Plänen.

Disclaimer...
de | boerse | 70460854 |