Greenpeace: Ölverschmutzung an Küste Omans breitet sich aus
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 07:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAuch iranische Küstengebiete auf der anderen Seite der Straße von Hormus seien von Verschmutzung betroffen, teilte die Organisation am Dienstagabend mit.
Die Gesamtfläche mehrerer Ölteppiche in der Region werde auf etwa 90 Quadratkilometer geschätzt, hieß es weiter. Satellitenbilder zeigten eine Ausbreitung der Verschmutzung in Schutzgebieten, etwa dem omanischen Musandam Nationalpark. Die zerklüftete Küste gilt als wichtige Vogelbrutstätte.
Greenpeace: Öl aus Schattenflottentanker erreicht Küste
Zudem sieht Greenpeace deutliche Hinweise darauf, dass Öl von einem weiteren Vorfall die Südküste des Omans erreicht hat. Dort war der Tanker "Caroline Bezengi" auf Grund gelaufen, der Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet wird und unter EU-Sanktionen steht.
Am 16. September habe die größte sichtbare Ausdehnung des Ölteppichs der "Caroline Bezengi" 500 Quadratkilometer betragen. Innerhalb eines 50 bis 70 Kilometer langen Küstenabschnitts seien mehrere verunreinigte Bereiche erkennbar, hieß es.
Iranische Streitkräfte und das US-Militär hatten in der Straße von Hormus wiederholt Schiffe angegriffen, um jeweilige Blockaden der Meerenge durchzusetzen. Der Vorfall der "Caroline Bezengi" entspringt jedoch mutmaßlich einem anderen Konflikt: Der Tanker habe im russischen Hafen Noworossijsk mit großer Wahrscheinlichkeit Öl geladen, teilte das Geodaten-Unternehmen Synmax Ende Juli mit. Schiffe der russischen Schattenflotte gelten als häufig veraltet und Seefahrtrisiko. Beobachter spekulierten auch, ob die Ukraine das Schiff angegriffen haben könnte.
