Forex-Report, Euro

Forex-Report: Euro stabilisiert

Veröffentlicht: 19.10.2006 um 08:58 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Warten auf neue Impulse...

Von Folker Hellmeyer Der Euro eröffnete bei 1,2530, nachdem am Mittwoch im Zuge der Veröffentlichung der Zahlen kurz der Bereich um 1,25 gesehen wurde. Dollar / Yen zeigt sich äußerst volatil, der Start liegt bei 118,8, nachdem wir gestern Tiefstände von 118,29 gesehen haben. Welche Erkenntnisse konnten wir gestern von den diversen Veröffentlichungen erlangen? Die Euroraum Handelsbilanz für August übertraf die schon negativen Markterwartungen von -2,3 Mrd. € deutlich und landete bei -5,8 Mrd. € in der unbereinigten bzw. bei -5,5 Mrd. € in der saisonal adjustierten Lesart. Maßgebliche Einflußgrößen waren die Handelsbilanzen mit China (-47,6 Mrd. € vorher -38,3 Mrd. €) und Rußland (-28,7 Mrd. €, vorher -18,6 Mrd. €). Einzig mit den USA konnte die Bilanz nennenswert von +35,3 Mrd. € auf +41,2 Mrd. € verbessert werden. Die Verbraucherpreise aus den USA gingen – maßgeblich getrieben durch fallende Energiepreise (-16% auf Jahresbasis) – um 0,5% gegenüber Vormonat zurück (erw. -0,3%). Die Jahresrate stellte sich auf +2,1% ein (erw. +2,3%) und erreichte damit Werte, die wir zuletzt Anfang 2004 gesehen haben. Auf Jahresbasis sind die Energiepreise damit das erste Mal rückläufig gewesen. Die Baubeginne per September konnten mit 1,772 Mio. die Erwartungen von 1,64 Mio. schlagen und tanzen damit das erste Mal seit längerer Zeit aus der Reihe. Getragen wurde der Anstieg durch vermehrte Bauaktivität im Bereich der Mehrfamilien-Häuser, die sich auch in den vergangen Monaten schon deutlich besser gehalten haben als Einfamilienhäuser. Enttäuscht haben allerdings die Baugenehmigungen, die nach einer gewissen Zeit in tatsächliche Baubeginne münden mit 1,619 Mio. Anträgen (erw. 1,71 Mio.). Somit bleibt abzuwarten, ob es sich bei den Baubeginnen um den Anfang einer Stabilisierung handelt oder nicht. Das Bias für den Euro bleibt auf neutral / negativ. Allem Anschein nach ist wieder Rangetrading angesagt: Unten 1,2510/10 oben 1,2550/60, Ein Ausbruch nach unten eröffnet Potential bis 1,2480/50; in der entgegengesetzten Richtung 1,2580/1,26. Folker Hellmeyer ist Chef-Volkswirt der Bremer Landesbank. Weitere Informationen zu kostenlosen Newslettern der Bremer finden sie hier. Der obige Text spiegelt die Meinung der jeweiligen Autoren wider. Instock übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche rechtliche oder sonstige Ansprüche aus.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | boerse | 9141264 |