Westpac, AU000000WBC1

Westpac-Aktie: Jahresgewinn sinkt, Dividende steigt

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 10:54 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Westpac-Aktie im Anlegerfokus: Der gesetzliche Jahresgewinn gab leicht nach, während die Ausschüttung für 2026 höher ausfällt. Die Bank sieht weiter solide Kreditnachfrage.

Westpac vor dem nächsten Ausblick

  • Einlagen und Kredite legten im Geschäftsjahr zu, besonders stark wuchs das institutionelle Kreditgeschäft.
  • Die harte Kernkapitalquote lag über dem Zielwert und stützt die Ausschüttungspolitik der Bank.
  • Westpac rechnet wegen Inflation und hoher Zinsen mit anhaltenden Belastungen bis 2027.
Westpac, AU000000WBC1, Illustration mit AI erstellt.

Westpac hat am Montag, 2. November 2026, die Zahlen für das am 30. September beendete Geschäftsjahr vorgelegt. Nach Angaben der Westpac sank der gesetzliche Nettogewinn um 1 Prozent auf 6,8 Milliarden australische Dollar. Das bereinigte Ergebnis ohne wesentliche Sondereffekte blieb mit 7,0 Milliarden australischen Dollar stabil.

Gewinn unter höherem Kreditaufwand

Das operative Bild fiel differenziert aus. Der Umsatz stieg um 1 Prozent auf 22,7 Milliarden australische Dollar, der Vorsteuergewinn vor Wertberichtigungen legte um 4 Prozent auf 10,9 Milliarden australische Dollar zu. Höhere Kreditwertberichtigungen belasteten jedoch das Ergebnis. Westpac verwies zudem auf Kosten im Zusammenhang mit dem Verkauf des RAMS-Kreditportfolios und damit verbundenen Rechtsfragen.

Die Bilanz wuchs weiter. Einlagen erhöhten sich im Geschäftsjahr um 6 Prozent, die Ausleihungen um 5 Prozent. Im Geschäftskundensegment stiegen die Kredite um 12 Prozent, im institutionellen Geschäft um 18 Prozent. Vorstandschef Anthony Miller bezeichnete die Entwicklung als solide und verwies auf Investitionen in Technologie, Mitarbeiter und die Vereinfachung der Bank.

Dividende und Kapital im Fokus

Der Verwaltungsrat beschloss eine voll frankierte Schlussdividende von 77 australischen Cent je Aktie. Zusammen mit der bereits gezahlten Zwischendividende ergibt sich für das Geschäftsjahr eine Ausschüttung von 1,54 australischen Dollar je Aktie. Die Schlussdividende soll am 21. Dezember 2026 an Aktionäre ausgezahlt werden, die am 6. November im Register stehen.

Die harte Kernkapitalquote lag zum Geschäftsjahresende bei 12,5 Prozent und damit über dem Zielwert von 11,25 Prozent. Nach der Schlussdividende verfügte Westpac laut Unternehmensangaben über 2,9 Milliarden australische Dollar Kapital oberhalb dieses Zielwerts. Das laufende Aktienrückkaufprogramm soll zudem bis November 2027 verlängert werden.

Ausblick bleibt von Zinsen geprägt

Für die kommenden Monate sieht Westpac eine weiterhin robuste australische Wirtschaft und eine starke Kreditnachfrage bei Geschäfts- und institutionellen Kunden. Gleichzeitig dürften Inflation oberhalb des Zielkorridors der Reserve Bank of Australia und erhöhte Zinsen bis 2027 die Haushalte und Unternehmen unterschiedlich stark belasten. Für Anleger bleibt damit entscheidend, ob die Bank ihr Kostenprogramm umsetzt und die Kreditqualität trotz des schwierigeren Umfelds stabil hält.

Der Realtime-Kurs der Westpac-Aktie lag am Dienstag, 3. November 2026, um 10:42 Uhr bei Lang & Schwarz bei 22,96 Euro. Den Realtime-Kurs der Westpac-Aktie können Anleger laufend verfolgen.

Das Marktumfeld für australische Finanzwerte bleibt am S&P/ASX 200 von Zins- und Konjunkturerwartungen geprägt.

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Westpac Banking Corporation

  • ISIN: AU000000WBC1
  • Ticker: WBC
  • Heimatbörse: Australian Securities Exchange
  • L&S-Kurs: 22,96 Euro am 3. November 2026 um 10:42 Uhr
  • Geschäftsjahr: Ende 30. September 2026
  • Gesetzlicher Nettogewinn: 6,8 Milliarden australische Dollar
  • Bereinigter Nettogewinn: 7,0 Milliarden australische Dollar
  • Schlussdividende: 77 australische Cent je Aktie, voll frankiert
  • Sektor: Finanzdienstleistungen
Disclaimer...
de | AU000000WBC1 | WESTPAC | boerse | 70449610 |