Westpac, AU000000WBC1

Westpac-Aktie: Gewinn sinkt auf 6,8 Milliarden australische Dollar

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 10:27 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Westpac-Aktie bleibt nach dem Jahresbericht im Anlegerfokus. Die Bank hält an einer soliden Kapitalbasis fest und erhöht die Ausschüttung leicht.

Westpac stärkt Ausschüttung und Bilanz

  • Der bereinigte Nettogewinn blieb im Geschäftsjahr 2026 stabil, während der gesetzliche Gewinn leicht sank.
  • Einlagen und Kreditvolumen legten zu, die harte Kernkapitalquote lag über dem Zielwert.
  • Westpac rechnet mit anhaltend hohen Zinsen und sieht zugleich robuste Kreditnachfrage im Firmenkundengeschäft.
Westpac, AU000000WBC1, Illustration mit AI erstellt.

Westpac hat am 2. November 2026 sein Ergebnis für das Geschäftsjahr 2026 vorgelegt. Wie die Westpac-Mitteilung zeigt, sank der gesetzliche Nettogewinn um 1 Prozent auf 6,8 Milliarden australische Dollar. Der Nettogewinn ohne sogenannte Notable Items blieb dagegen mit 7,0 Milliarden australischen Dollar stabil.

Die Bank begründete die Entwicklung mit einem höheren Beitrag des operativen Geschäfts, dem zugleich gestiegene Kreditwertberichtigungen gegenüberstanden. Westpac hob den Ausbau der Kundenbasis hervor: Die Einlagen wuchsen im Geschäftsjahr um 6 Prozent, die Kreditvergabe um 5 Prozent. Im Firmen- und institutionellen Geschäft legten die Kredite den Angaben zufolge um 12 Prozent beziehungsweise 18 Prozent zu.

Dividende bleibt für Anleger zentral

Der Verwaltungsrat beschloss eine voll frankierte Schlussdividende von 0,77 australischen Dollar je Aktie. Die Ausschüttung unterstreicht die Priorität, trotz Investitionen in Technologie und die Vereinfachung der Bank eine stabile Kapitalbasis und verlässliche Dividenden zu sichern.

Die harte Kernkapitalquote CET1 lag zum Geschäftsjahresende bei 12,5 Prozent und damit über dem Zielwert von 11,25 Prozent. Für Anleger ist das ein wichtiger Puffer, weil die Kapitalausstattung die Fähigkeit der Bank beeinflusst, Kredite zu vergeben und zugleich Ausschüttungen zu leisten.

Hohe Zinsen prägen den Ausblick

Vorstandschef Anthony Miller verwies auf ein uneinheitliches wirtschaftliches Umfeld. Westpac erwartet, dass die Zinsen in Australien bis 2027 erhöht bleiben könnten. Gleichzeitig sieht die Bank eine robuste Investitionsbereitschaft im Firmenkundengeschäft und rechnet dort mit anhaltender Kreditnachfrage.

Für den Wohnungsmarkt bleibt Westpac vorsichtiger. Die Bank will bis 2030 Wohnungsfinanzierungen von 100 Milliarden australischen Dollar ermöglichen und begründet das Vorhaben mit dem angespannten Angebot an Wohnraum. Zugleich verwies Miller auf die Belastung vieler Haushalte durch steigende Finanzierungskosten und die Lebenshaltungskosten.

Der Realtime-Kurs der Westpac-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 10:13 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 23,18 Euro.

Westpac Banking Corporation

  • ISIN: AU000000WBC1
  • Geschäftsjahr 2026: Gesetzlicher Nettogewinn 6,8 Milliarden australische Dollar
  • Bereinigter Nettogewinn: 7,0 Milliarden australische Dollar
  • Schlussdividende: 0,77 australische Dollar je Aktie, voll frankiert
  • CET1-Kapitalquote: 12,5 Prozent bei einem Zielwert von 11,25 Prozent
  • Lang-und-Schwarz-Kurs: 23,18 Euro am 4. November 2026 um 10:13 Uhr Berliner Zeit

Am australischen Aktienmarkt richtet sich der Blick zugleich auf die Entwicklung des S&P/ASX 200, der das Umfeld für Banken und andere export- und zinsabhängige Unternehmen prägt.

Weitere Meldungen und Analysen zur Westpac-Aktie verfolgen die nächsten Aussagen zur Zinsentwicklung, zur Kreditqualität und zur Umsetzung der Investitionspläne.

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de | AU000000WBC1 | WESTPAC | boerse | 70455299 |