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Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 09:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

APA 17. FMA-Aufsichtskonferenz: "Europes Financial Future: Sovereignty and Resilience"Europas Aufsichts-Elite diskutiert in Wien über Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und strategische Souveränität des europäischen FinanzmarktesWien (APA-ots) - Die Zukunft des europäischen Finanzsystems in einem von geopolitischen Spannungen, technologischem Wandel und strukturellen Umbrüchen geprägten Umfeld ist Thema der diesjährigen 17.

APA ots news: 17. FMA-Aufsichtskonferenz: "Europes Financial Future: Sovereignty and Resilience"

Europas Aufsichts-Elite diskutiert in Wien über Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und strategische Souveränität des europäischen Finanzmarktes

Wien (APA-ots) - Die Zukunft des europäischen Finanzsystems in einem von geopolitischen Spannungen, technologischem Wandel und strukturellen Umbrüchen geprägten Umfeld ist Thema der diesjährigen 17. Aufsichtskonferenz der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA). Europas Aufsichts-Elite, Notenbanker:innen, und Top-Manager:innen der heimischen Finanzwirtschaft diskutieren am heutigen Dienstag vor rund 700 Teilnehmer:innen im Vienna Congress und Convention Center unter dem Titel "Europes Financial Future: Sovereignty and Resilience" zentrale Fragen der nationalen und internationalen Finanzmärkte und ihrer Regulierung und Aufsicht.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Europa seine wirtschaftliche und finanzielle Handlungsfähigkeit stärken kann, indem es zugleich seine Offenheit, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft weiterentwickelt. Resilienz und strategische Souveränität sind dabei zentrale Voraussetzungen für einen erfolgreichen europäischen Finanzmarkt. Eine wirksame Aufsicht spielt eine Schlüsselrolle, um Stabilität zu sichern, Vertrauen zu stärken und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten.

"Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit sind keine Gegensätze . Im Gegenteil: Das eine bedingt das andere", sagt Mariana Kühnel, Vorständin der FMA . "Europa braucht starke und widerstandsfähige Finanzmärkte, um Innovation, Infrastruktur, Digitalisierung und Wachstum finanzieren zu können. Gleichzeitig müssen wir Resilienz heute breiter denken als früher: Sie umfasst nicht nur Kapital und Liquidität, sondern auch Cyberresilienz, technologische Handlungsfähigkeit und den Umgang mit geopolitischen Risiken."

Die zentrale Herausforderung Europas ist dabei nicht ein Zuviel an Regulierung, sondern ein Zuwenig an europäischer Integration: die nach wie vor bestehende Fragmentierung seiner Finanzmärkte. Während europäische Banken heute stark kapitalisiert, profitabel und deutlich widerstandsfähiger als vor der globalen Finanzkrise sind, verhindern nationale Barrieren, unterschiedliche Rahmenbedingungen und unvollständige Integrationsschritte noch immer, dass die Bankenunion und der einheitliche Markt ihr volles Potenzial entfalten können.

Helmut Ettl , Vorstand der FMA, betont die Bedeutung der europäischen Integration: "Europa wird die Herausforderungen der kommenden Jahre nicht meistern, indem es schwächer wird, sondern indem es stärker wird. Durch mehr Vertrauen, mehr Zusammenarbeit und starke Institutionen. Die Vollendung der Bankenunion, die stärkere Integration der Kapitalmärkte und der Abbau verbliebener Fragmentierung sind daher keine technischen Detailfragen, sondern zentrale Voraussetzungen für Europas Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit."

Themen der Konferenz sind Europas Rolle im globalen Finanzsystem , digitale Transformation und Innovation , die Zukunft der Europäischen Bankenunion sowie effektive Aufsicht und Enforcement . Diskutiert werden unter anderem die Weiterentwicklung der Savings and Investments Union, die Vollendung der Bankenunion, die Auswirkungen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz auf den Finanzsektor sowie die Bedeutung von Aufsicht und Rechtsdurchsetzung für Vertrauen und Finanzmarktstabilität.

Die Keynotes halten die Staatssekretärin im Bundesministerium für Finanzen, Barbara Eibinger-Miedl , der Vorsitzende der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde François-Louis Michaud sowie der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Martin Kocher .

Auf der Liste der internationalen Gäste stehen neben Michaud die Vorsitzende des EZB-Aufsichtsgremiums Claudia Buch , EZB- Direktoriumsmitglied Frank Elderson sowie Sharon Donnery , EZB- Mitglied des Aufsichtsgremiums, Rikke-Louise Ørum Petersen, Exekutivdirektorin der europäischen Anti-Geldwäsche-Behörde AMLA, sowie das Vorstandsmitglied des Europäischen Abwicklungsmechanismus Karen Braun-Munzinger .

Der Vorsitzende der polnischen Finanzmarktaufsichtsbehörde KNF, Jacek Jastrzbski , die stellvertretende Gouverneurin der kroatischen Zentralbank, Sandra valjek, und die Gouverneurin der Zentralbank von Montenegro, Irena Radovi, runden die internationale Aufsichtsperspektive ab.

Aus der Finanzwirtschaft werden Peter Bosek (Erste Group), Michael Höllerer (Raiffeisen Bank International), Andreas Brandstetter (UNIQA), Enver Sirui (BAWAG), Lukas Enzersdorfer- Konrad (Bitpanda), Annalisa Usardi (Amundi) sowie Gernot Mittendorfer (Trade Republic) als Diskutant:innen erwartet. Wissenschaftlicher Input kommt von Universitätsprofessorin Susanne Kalss ( Wirtschaftsuniversität Wien), sowie vom Policy-Experten Nicolas Véron (Bruegel und Peterson Institute for International Economics).

Die FMA-Aufsichtskonferenz hat sich in den vergangenen Jahren als zentrale Plattform für den Austausch zwischen Aufsicht, Politik, Wissenschaft und Finanzwirtschaft etabliert und zählt zu den wichtigsten Veranstaltungen ihrer Art im deutschsprachigen Raum.

Für Helmut Ettl wird es die letzte Aufsichtskonferenz als FMA- Vorstand sein, da er nach über 18 Jahren an der Spitze der Behörde per 1.11.2026 als Exekutivdirektor zum Internationalen Währungsfonds nach Washington geht. Als sein Nachfolger an der Seite von Vorständin Mariana Kühnel wurde Oliver Schütz bestellt. Schütz ist derzeit Bereichsleiter Bankenabwicklung in der FMA.

Rückfragehinweis: Finanzmarktaufsicht (FMA) Boris Gröndahl Telefon: +43 676 8824 9995 E-Mail: boris.groendahl@fma.gv.at

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