APA Junge Industrie zu AMS-Chef Kopf: Ehrliche Pensionsdebatte...
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 12:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAPA ots news: Junge Industrie zu AMS-Chef Kopf: Ehrliche Pensionsdebatte statt Denkverbote
Fröschl: Kopf spricht aus, was die Zahlen längst zeigen. Wer beim Antrittsalter weiter wegschaut, verschiebt die Rechnung auf die junge Generation.
Wien (APA-ots) - Die Junge Industrie (JI) begrüßt die klaren Worte von AMS- Vorstandsvorsitzendem Johannes Kopf, der sich am Sonntag in der ORF- "Pressestunde" für eine Anhebung des Pensionsantrittsalters ausgesprochen hat. "Johannes Kopf spricht aus, was die Zahlen längst zeigen. Ein Pensionssystem muss sich nach der Demografie richten und nicht nach dem nächsten Wahltermin. Wer das ignoriert, verschiebt die Rechnung auf jene, die heute ins Berufsleben einsteigen", sagt Eduard Fröschl , Bundesvorsitzender der Jungen Industrie.
Die Rechnung läuft jeden Tag
Seit dem Pension Overshoot Day am 10. August läuft das Pensionssystem rechnerisch nur noch auf Steuergeld - das sind 240 Millionen Euro pro Tag. Heuer müssen nach Berechnungen der Jungen Industrie rund 34 Milliarden Euro aus dem Budget zugeschossen werden. "Jeder Tag, an dem die Politik die Pensionsfrage vertagt, kostet Geld, das bei Bildung, Forschung und der Entlastung der Arbeit fehlt. Generationengerechtigkeit heißt, diese Rechnung nicht einfach weiterzureichen", so Fröschl .
Antrittsalter und Beschäftigung gehören zusammen
Für die Junge Industrie sind das Antrittsalter und die Beschäftigung Älterer zwei Seiten derselben Medaille. "Wer länger gesund lebt, kann auch länger einen Beitrag leisten. Leistung muss sich lohnen - auch für jene, die über das Pensionsalter hinaus arbeiten wollen", sagt Fröschl . Die JI fordert, das gesetzliche Pensionsantrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln, um das faktische Antrittsalter effektiv zu heben, Anreize für den frühen Ausstieg abzubauen und das Weiterarbeiten attraktiver zu machen. Die Aktivpension war dafür ein erster Schritt, dem substanzielle Reformen folgen müssen. Zudem braucht es eine Stärkung der zweiten und dritten Säule, allen voran mit der Wiedereinführung einer Behaltefrist.
"Wir wollen keinen Konflikt zwischen den Generationen, sondern ein Pensionssystem, auf das sich auch die Jungen noch verlassen können. Dafür braucht es jetzt den Mut, das Notwendige zu tun - und nicht nur das Populäre", so Fröschl abschließend.
Rückfragehinweis: Junge Industrie Benjamin Carl-Arthur Frormann, MAIS Telefon: +43 1 711357556 E-Mail: benjamin.frormann@iv.at Website: https://jungeindustrie.iv.at
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