Trump: Fünf Länder werden Soldaten nach Gaza schicken
19.02.2026 - 17:01:29Um einen dauerhaften Frieden im Gazastreifen zu sichern, wollen fünf Staaten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Soldaten in den zerstörten Küstenstreifen schicken. Trump nannte bei der ersten Sitzung des Friedensrats in der US-Hauptstadt Washington Marokko, Albanien, Kosovo, Kasachstan und Indonesien. Details nannte er nicht.
Der Friedensrat soll die sogenannte internationale Stabilisierungstruppe (ISF) aufbauen, die die im Gazastreifen für Ordnung sorgen soll.
Bereits zuvor hatten mehrere mehrheitlich muslimische Länder Bereitschaft signalisiert, Soldaten zu stellen, eine konkrete Ankündigung machte bislang aber nur Indonesien. Das südostasiatische Land hat die Entsendung von 5.000 bis 8.000 Soldaten in Aussicht gestellt. Wie viele Soldaten die anderen Länder schicken wollen, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Der ISF-Generalmajor Jasper Jeffers sagte in Washington, insgesamt sollen langfristig 20.000 Soldaten im Einsatz sein. Zunächst sollen Einsatzkräfte demnach in Rafah im Süden des Gazastreifens stationiert werden, später in weiteren Gebieten.
Die internationale Truppe soll Trump zufolge auch die Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas sichern und einen dauerhaften Frieden gewährleisten.
Auch Tausende Polizisten sollen langfristig eingesetzt werden
Jeffers zufolge sollen außerdem langfristig 12.000 Polizisten vor Ort eingesetzt werden. Jordanien und Ägypten hätten zugesagt, Polizisten für den Gazastreifen auszubilden. Der bulgarische frühere UN-Nahostgesandte Nikolaj Mladenow, der künftig der Verbindungsmann zwischen dem Friedensrat und der palästinensischen Übergangsregierung im Gazastreifen sein soll, sagte in Washington, dass sich bisher 2.000 Palästinenser für eine neue Polizeitruppe beworben hätten. Trump sprach von einer «äußerst vertrauenswürdigen palästinensische Polizei». Die Terrororganisation Hamas will unterdessen, dass 10.000 ihrer Sicherheitskräfte übernommen werden.
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