USA gedenken 25 Jahre nach 9/ 11 der Terroropfer
Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 20:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie USA haben 25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 der Opfer mit Zeremonien in New York, am Pentagon und in Pennsylvania gedacht.
Gedenken an den Anschlagsorten
Am Ground Zero in New York verlasen Angehörige die Namen der Getöteten. Frühere Präsidenten und Vizepräsident JD Vance nahmen an der Gedenkveranstaltung teil, bei der Schweigeminuten die entscheidenden Momente der Anschläge markierten.
Am Pentagon erinnerte US-Präsident Donald Trump an die Opfer und verband seine Rede mit außenpolitischen Tönen. In New York kam es zugleich zu einem ungewöhnlichen Zusatz der Zeremonie: Erstmals wurde eine siebte Schweigeminute für Menschen eingeführt, die später an Folgen der Anschläge starben.
Spätfolgen bleiben ein großes Thema
Mehr als zwei Jahrzehnte nach den Anschlägen wächst die Zahl der Betroffenen weiter, die an Krankheiten im Zusammenhang mit dem Giftstaub und den Bränden von damals leiden. Das staatliche Health Program betreut inzwischen Hunderttausende Menschen, die nach dem Einsturz der Türme und den Rettungsarbeiten belastet waren.
Die Gedenkfeiern machten damit nicht nur die historische Dimension des Terrors sichtbar, sondern auch seine bis heute andauernden gesundheitlichen und sozialen Folgen. Neben den Namen der Toten standen deshalb auch diejenigen im Mittelpunkt, deren Leben durch den 11. September langfristig verändert wurde.
Politische Spannungen am Jahrestag
Begleitet wurde der Jahrestag von Debatten über die Aufarbeitung und über den Umgang mit Angehörigenforderungen. In New York stand zudem die Teilnahme von Bürgermeister Zohran Mamdani im Blickpunkt, nachdem Opferangehörige seine Fernbleiben gefordert hatten.
Der Streit zeigt, dass 9/11 in den USA nicht nur ein Erinnerungsdatum ist, sondern weiter politische Konflikte auslöst. Dazu zählen Fragen nach Transparenz, möglicher Mitverantwortung Dritter und der symbolischen Deutung des Jahrestags.
Gedenken mit historischer Last
Der 25. Jahrestag von 9/11 zeigt, wie stark die Anschläge die USA weiterhin prägen. Das Gedenken richtet den Blick nicht nur auf die fast 3.000 Todesopfer des 11. September 2001, sondern auch auf die vielen Menschen, die bis heute an Spätfolgen der Anschläge leiden.
Politische Bedeutung über den Jahrestag hinaus
Dass bei der Zeremonie in New York erneut frühere Präsidenten, die aktuelle Regierungsriege und Angehörige zusammenkamen, unterstreicht den nationalen Charakter des Erinnerns. Zugleich machen der Streit um die Teilnahme des New Yorker Bürgermeisters und die Forderungen nach weiterer Aufklärung deutlich, dass 9/11 auch 25 Jahre später politisch aufgeladen bleibt.
Folgen für Betroffene und Öffentlichkeit
Besonders wichtig ist die Verschiebung des Fokus von der unmittelbaren Katastrophe auf ihre langfristigen Folgen. Mit jedem weiteren Jahr wächst die Zahl der Menschen, die durch Krankheiten im Zusammenhang mit den Anschlägen sterben oder medizinische Betreuung brauchen. Für Angehörige, Einsatzkräfte und Bewohner von New York bleibt 9/11 deshalb ein aktuelles Thema, nicht nur ein historisches Datum.
