USA, Iran

Trump droht Iran erneut mit hartem Eingreifen der USA

14.01.2026 - 02:31:10 | dpa.de

US-Präsident Trump stellt sich hinter die Massenproteste im Iran. Er droht der Regierung, falls es zu Hinrichtungen von Demonstranten kommen sollte. Auch zur Opferzahl im Iran äußert er sich.

Trump droht der Führung Irans.  - Bild: Ryan Sun/AP/dpa
Trump droht der Führung Irans. - Bild: Ryan Sun/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat der Regierung Irans für den Fall, dass Teheran festgenommene Demonstranten hinrichten lässt, mit einem entschlossenen Eingreifen der Vereinigten Staaten gedroht. «Wir werden sehr hart reagieren», sagte der Republikaner dem TV-Sender CBS News in Detroit. «Falls sie das machen, werden wir sehr entschlossen handeln.» Trump machte auf Nachfragen des Moderators keine genaueren Angaben, welche Schritte die US-Regierung in Erwägung zieht. «Das Ziel ist es, zu gewinnen. Ich gewinne gerne. Und wir gewinnen», sagte Trump weiter.

Wenige Stunden vorher hatte Trump den Demonstranten im Iran angesichts der anhaltenden Massenproteste bereits seine Unterstützung zugesagt. Seit Beginn der Proteste gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik vor gut zwei Wochen drohte Trump dem Iran schon mehrfach mit einem Eingreifen der USA, falls Demonstranten getötet würden. 

Trump deutet hohe Opferzahl im Iran an

In dem CBS-Interview sagte Trump, es gebe verschiedene Angaben zur Zahl der bei der Niederschlagung der Proteste getöteten Demonstranten. «Aber es sieht so aus, dass es eine ziemlich beträchtliche Zahl sein könnte. Und das wird für sie viele Probleme bedeuten», sagte er mit Blick auf die Führung in Teheran.

Die durch eine Wirtschaftskrise ausgelösten Proteste haben sich zu einem landesweiten Aufstand entwickelt. In Städten kam es zu heftigen Ausschreitungen und schweren Unruhen. Der Sicherheitsapparat reagiert mit brutaler Härte. Hunderte Demonstranten sind nach Angaben von Aktivisten bereits getötet worden. Es sind die schwersten Proteste im Iran seit Jahren.

Die Justiz leitete bereits erste Anklagen gegen festgenommene Demonstranten in die Wege. Im Raum steht dabei auch der Vorwurf der «Kriegsführung gegen Gott» – ein Tatbestand, der nach islamischem Recht im Iran mit der Todesstrafe geahndet werden kann. In der vergangenen Woche hatte die Justiz «maximale Härte» im Umgang mit Demonstranten angekündigt. Bei früheren Protestwellen verhängte sie auch Todesurteile.

de | ausland | 68484666 |

Weitere Meldungen

USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl Nach neuen Gesprächen mit dem Iran lockern die USA Sanktionen auf iranisches Öl. (Boerse, 22.06.2026 - 17:16) weiterlesen...

Ölpreise fallen deutlich - Fortschritte zwischen USA und Iran belasten Die Ölpreise sind am Montag nach ersten Fortschritten bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für ein Abkommen zur Beilegung des Kriegs deutlich gesunken. (Boerse, 22.06.2026 - 16:23) weiterlesen...

Vance: Iran lässt IAEO-Inspektoren wieder ins Land Nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance soll der Iran bei den Friedensverhandlungen in der Schweiz zugestimmt haben, Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) wieder ins Land zu lassen. (Ausland, 22.06.2026 - 13:37) weiterlesen...

Dieselpreis unter Vorkriegswert gefallen. Das dürfte von kurzer Dauer sein. Am Montag geht es aber zunächst weiter nach unten. Kurz vor seinem Ende sorgt der Tankrabatt dafür, dass die Dieselpreise aussehen wie vor Beginn des Iran-Krieges. (Wirtschaft, 22.06.2026 - 11:16) weiterlesen...

Ölpreise geben nach - erste Verhandlungsfortschritte zwischen USA und Iran Die Ölpreise sind am Montag nach ersten Fortschritten bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für ein Abkommen zur Beilegung des Kriegs gesunken. (Boerse, 22.06.2026 - 08:16) weiterlesen...

Iran-USA-Gespräche gehen auf Arbeitsebene weiter Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für ein umfassendes Abkommen zur Beilegung des Kriegs nehmen Fahrt auf. (Boerse, 22.06.2026 - 06:35) weiterlesen...