USA, Iran

Irans Außenminister: Keine Hinrichtungen geplant

15.01.2026 - 02:57:59 | dpa.de

US-Präsident Trump droht dem Iran, falls es zu Hinrichtungen von Demonstranten kommen sollte. Die Führung in Teheran reagiert.

Der Iran plant laut Außenminister Abbas Araghtschi keine Hinrichtungen von Demonstranten. (Archivbild) - Foto: Eraldo Peres/AP/dpa
Der Iran plant laut Außenminister Abbas Araghtschi keine Hinrichtungen von Demonstranten. (Archivbild) - Foto: Eraldo Peres/AP/dpa

Der Iran plant nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi infolge der Massenproteste keine Hinrichtungen. Es gebe überhaupt keinen Plan, Menschen zu erhängen, sagte Araghtschi in einem Interview des US-Senders Fox News. In der Islamischen Republik Iran werden Todesurteile in der Regel durch Hinrichtungen am Galgen vollstreckt.

US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran zuvor für den Fall, dass festgenommene Demonstranten hingerichtet werden, mit einer entschlossenen Reaktion gedroht. «Wir werden sehr hart reagieren», sagte er am Dienstag dem Sender CBS News. Trump machte keine genaueren Angaben, welche Schritte die US-Regierung in Erwägung zieht. Am Mittwoch erklärte er dann, die USA hätten die Information erhalten, dass es im Iran keine Pläne für Hinrichtungen gebe. «Uns wurde gesagt, dass die Tötungen im Iran aufhören», sagte der Republikaner im Weißen Haus. Er hoffe, dass es stimme, betonte Trump. 

Seit Beginn der Proteste gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik vor gut zwei Wochen drohte Trump dem Iran auch mehrfach mit einem Eingreifen der USA, falls Demonstranten getötet würden. 

Iran erneuert Vorwurf angeblicher Einmischung von außen

Der iranische Außenminister erneuerte bei Fox News seinen Vorwurf, dass ausländische «terroristische Elemente» für die Eskalation bei den Protesten verantwortlich seien. Er erhob auch den Vorwurf, dass gezielt Menschen getötet worden seien, um Trump in den Konflikt hineinzuziehen. Araghtschi sprach von einem angeblichen israelischen Plan. Er legte in der Sendung keinerlei Belege für diese Behauptung vor. 

Tatsächlich wurden die Massenproteste im Iran von einer dramatischen Wirtschaftskrise, einer sehr hohen Inflationsrate und großer Unzufriedenheit mit der Führung in Teheran ausgelöst. Irans Sicherheitsapparat schlägt die Massenproteste brutal nieder. 

Iran spricht von Hunderten Todesopfern

Außenminister Araghtschi sagte, es gebe Hunderte Todesopfer. Genaue Zahlen wolle man bald veröffentlichen. Dem widersprechen Informationen von Aktivisten. Seit Ende Dezember wurden nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Oslo mindestens 3.428 Demonstranten getötet. Die Gruppe wies zugleich darauf hin, dass die tatsächliche Opferzahl noch deutlich höher liegen könnte. Tausende Demonstranten sollen festgenommen worden sein.

Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

 <b>Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.</b>

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für immer kostenlos

ausland | 68487204 |

Weitere Meldungen

Wadephul zweifelt an Ausweitung von Marinemission Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat bekräftigt, dass Deutschland kein aktiver Teil des Iran-Kriegs werden wird.Jedoch wollte er am Sonntag in der ARD nicht ausschließen, dass sich Deutschland an einer Ausweitung einer bereits bestehenden EU-Mission zur Absicherung von Handelsschiffen im Roten Meer (ASPIDES) beteiligt. (Ausland, 15.03.2026 - 20:15) weiterlesen...

SPD zweifelt an uneingeschränkter Ramstein-Nutzung für Iran-Krieg In der schwarz-roten Koalition gibt es wachsende Zweifel, ob die Bundesregierung weiterhin uneingeschränkt die Nutzung des US-Luftwaffenstützpunkts Ramstein für den Krieg gegen den Iran erteilen darf."Im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran ist die völkerrechtliche Prüfung der Bundesregierung noch nicht abgeschlossen", sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, der "Süddeutschen Zeitung". (Ausland, 15.03.2026 - 16:56) weiterlesen...

Einschläge bei Raketenangriff auf Großraum Tel Aviv. Videos zeigen brennende Fahrzeuge und Krater. Es gibt Verletzte. Mehrere Raketenteile schlagen Berichten zufolge im Großraum Tel Aviv ein. (Ausland, 15.03.2026 - 11:34) weiterlesen...

Trump drängt auf Hilfe bei Sicherung der Straße von Hormus. US-Präsident Trump will, dass die Straße von Hormus wieder sicher befahrbar wird. Andere Länder sollen Kriegsschiffe schicken. In Teheran sorgt das für Spott. Der Iran-Krieg geht in die dritte Woche. (Ausland, 15.03.2026 - 05:35) weiterlesen...

SPD-Energiepolitiker spricht sich für Spritpreisbremse aus Infolge des Iran-Kriegs sind die Spritpreise in Deutschland gestiegen. (Wirtschaft, 15.03.2026 - 04:30) weiterlesen...

Trump fordert mehr Einsatz von Bündnispartnern Nach neuen Militärschlägen gegen den Iran fordert US-Präsident Donald Trump nun mehr Einsatz von seinen westlichen Bündnispartnern."Die Länder der Welt, die Öl durch die Straße von Hormus beziehen, müssen diese Passage sichern", schrieb Trump am Samstag auf seiner Plattform "Truth Social". (Ausland, 14.03.2026 - 20:58) weiterlesen...