Ukraine, Russland

Zerstörter Staudamm: Zahl der Todesopfer steigt weiter

13.06.2023 - 14:37:21

Ukrainische Rettungskräfte haben nach eigenen Angaben bereits Tausende Menschen in Sicherheit gebracht. Doch die Zahl der Opfer des zerstörten Kachowka-Staudamms geht weiter in die Höhe.

  • Die überflutete Stadt Oleschky. - Foto: Uncredited/AP

    Uncredited/AP

  • Anwohner stehen in der Nähe von Schläuchen, die das Wasser nach dem Hochwasser des Dnepr-Flusses aufgrund der Zerstörung des Nova-Kachowka-Damms flussaufwärts aus ihren Häusern pumpen. - Foto: Celestino Arce Lavin/ZUMA Press Wire/dpa

    Celestino Arce Lavin/ZUMA Press Wire/dpa

  • Mit Schläuchen wird das Wasser aus den überfluteten Häusern in Cherson gepumpt. - Foto: Celestino Arce Lavin/ZUMA Press Wire/dpa

    Celestino Arce Lavin/ZUMA Press Wire/dpa

Die überflutete Stadt Oleschky. - Foto: Uncredited/APAnwohner stehen in der Nähe von Schläuchen, die das Wasser nach dem Hochwasser des Dnepr-Flusses aufgrund der Zerstörung des Nova-Kachowka-Damms flussaufwärts aus ihren Häusern pumpen. - Foto: Celestino Arce Lavin/ZUMA Press Wire/dpaMit Schläuchen wird das Wasser aus den überfluteten Häusern in Cherson gepumpt. - Foto: Celestino Arce Lavin/ZUMA Press Wire/dpa

Ein Woche nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms in der Südukraine ist die Zahl der Hochwasser-Opfer weiter gestiegen. Die Behörden auf der ukrainisch kontrollierten Seite der Region Cherson meldeten am Dienstag 10 Tote und 20 Verletzte. 42 Menschen würden noch vermisst, teilte der Chef der Chersoner Militärverwaltung, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. Am Montag hatten die ukrainischen Behörden noch von 6 Todesopfern gesprochen.

Auch am von Moskau kontrollierten Südufer des Flusses Dnipro stieg die Zahl der Toten den Angaben der russischen Besatzer zufolge von 8 auf 17. Da die besetzten Orte besonders schlimm von den Hochwassern betroffen sind, wird allerdings befürchtet, dass es in Wirklichkeit noch deutlich mehr Opfer gibt. Insbesondere die Angaben der russischen Seite sind oft nicht unabhängig überprüfbar.

Durch ukrainische Rettungsaktionen wurden offiziellen Angaben zufolge bisher 2757 Menschen in Sicherheit gebracht, darunter 263 Kinder. In 133 Fällen sei es ukrainischen Helfern gelungen, Bewohner von der besetzten Flussseite zu retten. Prokudin warf den russischen Besatzern vor, zu wenig für die Rettung der Zivilisten in okkupierten Flutgebieten zu tun.

Der große Staudamm in der Stadt Nowa Kachowka war am vergangenen Dienstag zerstört worden. Anschließend strömten riesige Wassermassen aus dem angrenzenden Stausee aus und überschwemmten zahlreiche Orte, darunter auch die Gebietshauptstadt Cherson. Die Ukraine, die sich seit mehr als 15 Monaten gegen einen russischen Angriffskrieg verteidigt, wirft Russland vor, das Bauwerk gesprengt zu haben. Moskau dementiert das.

Die Situation ist vielerorts weiter katastrophal. Zugleich begann der Wasserstand etwas zu sinken. In der Stadt Cherson etwa lag er laut offiziellen Angaben am Dienstagvormittag noch bei 2,9 Metern. Ungefähr zur selben Zeit am Vortag waren es noch 3,29 Meter gewesen.

@ dpa.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.

Weitere Meldungen

Russland will weiter ohne Europäer mit Ukraine verhandeln Russland lehnt auch künftig eine von der Ukraine gewünschte Beteiligung der Europäer an den Friedensverhandlungen ab. (Boerse, 19.02.2026 - 16:37) weiterlesen...

Studie: EU-Militärgüter gelangen weiterhin nach Russland Militärgüter aus der EU gelangen weiterhin über Drittstaaten nach Russland - trotz der umfangreichen Sanktionen. (Wirtschaft, 19.02.2026 - 09:44) weiterlesen...

Merz sieht kaum Chancen für rasche Beendigung des Ukraine-Krieges Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht kaum Chancen für eine rasche Beendigung des Ukraine-Kriegs auf dem Verhandlungsweg."Dieser Krieg wird nach meiner Einschätzung erst zu Ende gehen, wenn eine der beiden Seiten erschöpft ist, entweder militärisch oder ökonomisch", sagte er der "Rheinpfalz" und den Zeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft" (NBR). (Politik, 19.02.2026 - 00:00) weiterlesen...

Rasches Ende der Ukraine-Gespräche in Genf. In den Blickpunkt gerät der russische Verhandlungsleiter. Ein Tag intensiver Verhandlungen, dann ein unerwartet schnelles Ende - Moskau und Kiew trennen sich ohne Ergebnis. (Ausland, 18.02.2026 - 13:43) weiterlesen...

EU will Grenzregionen nahe Russland besser helfen Um die östlichen EU-Regionen an den Grenzen zu Russland, Belarus und der Ukraine stärker zu unterstützen, sollen sie nach Willen der EU-Kommission einfacheren Zugang zu Geld bekommen. (Boerse, 18.02.2026 - 12:47) weiterlesen...

Moskau und Kiew beenden Verhandlungen nach zwei Stunden Die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland über ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden Kriegs sind am zweiten Verhandlungstag in Genf nach knapp zwei Stunden beendet worden. (Boerse, 18.02.2026 - 11:30) weiterlesen...