Trump unterzeichnet neues Sanktionspaket gegen Russland
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 01:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
US-Präsident Donald Trump hat ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz mit neuen, weitreichenden Sanktionen gegen Russland unterzeichnet.
Weitreichende Strafmaßnahmen
Das Weiße Haus teilte mit, dass das Paket direkte Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen sowie Sanktionen gegen russische Öl- und Gas-Exporte vorsieht.
Druck auf Energiehandel
Das Gesetz berechtigt Trump unter anderem dazu, die fünf größten Käufer russischer Energieträger sowie jene fünf Staaten mit Sanktionen zu belegen, die Russland am stärksten bei der Umgehung von Energiesanktionen helfen. Damit könnte der Text die Handelsbeziehungen der USA zu China und Indien weiter belasten.
Gedenken an Lindsey Graham
Das Sanktionsgesetz trägt den Namen des im Juli gestorbenen Senators und Trump-Vertrauten Lindsey Graham, der es maßgeblich vorangetrieben hatte. Neben den Russland-Sanktionen schafft es auch den Rahmen für eine Verlängerung der Strafmaßnahmen gegen den Iran bis 2031.
Reaktionen aus Kiew und Moskau
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte Trump für die Unterzeichnung und schrieb, die beste Ehrung für Graham sei die rasche Umsetzung der Bestimmungen. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte zuvor erklärt, neue US-Sanktionen erschwerten Bemühungen um eine Friedenslösung in der Ukraine.
Politischer Druck auf Moskau
Mit der Unterzeichnung des Sanktionspakets setzt Washington den ohnehin hohen wirtschaftlichen Druck auf Russland weiter fort. Das Gesetz zielt nicht nur auf russische Politiker und Firmen, sondern vor allem auf die Energieexporte, mit denen Moskau den Krieg finanziert.
Signal mit Risiken für Dritte
Brisant ist vor allem die Möglichkeit, auch große Abnehmer russischer Energieträger zu sanktionieren. Damit rücken Staaten wie China und Indien noch stärker in den Fokus, die für den russischen Ölhandel zentrale Rollen spielen und zugleich für die USA wichtige Partner sind.
Bedeutung für den Krieg
Für die Ukraine ist die Unterschrift ein politischer Erfolg, weil sie neue Hebel gegen Russlands Kriegsfinanzierung schafft. Zugleich bleibt offen, wie konsequent die neuen Möglichkeiten tatsächlich genutzt werden und ob sie Moskau kurzfristig zu Kursänderungen zwingen.
