Ukraine-Krieg, Donald Trump

Trump-Gesandte Witkoff und Kushner reisen mit „Friedensexpress“ nach Kiew

Veröffentlicht am: 06.09.2026 um 12:32 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Die Gesandten Donald Trumps, Steve Witkoff und Jared Kushner, sind erstmals zu Gesprächen in Kiew und setzen damit eine eigene Vermittlungsinitiative nach vorangegangenen Kontakten in Moskau fort. Während Russland die Gespräche lobt, bleibt Kiew bei der Ablehnung weitreichender Forderungen für den Donbass.

US-Unterhändler Witkoff und Kushner erstmals in Kiew
Jared Kushner und Steve Witkoff (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sind am Sonntag erstmals als Gesandte von Donald Trump in Kiew eingetroffen. Die Ankunft markiert ihren ersten offiziellen Besuch in der ukrainischen Hauptstadt.

Erste Reise nach Kiew mit dem "Friedensexpress"

Witkoff und Kushner reisten mit einem Zug an, der als "Friedensexpress" bezeichnet wurde. Mit der Fahrt soll der Anspruch unterstrichen worden sein, einen neuen Anlauf zur Vermittlung im Krieg Russlands gegen die Ukraine zu nehmen.

Die Reise nach Kiew folgt unmittelbar auf erneute Gespräche in Moskau. Witkoff war dort am Vortag bereits zum neunten Mal zu Besuch.

Putin lobt Trump nach Gesprächen in Moskau

Während des jüngsten Aufenthalts in Moskau fand der russische Präsident Wladimir Putin lobende Worte für Donald Trump. Aus russischen Kreisen hieß es im Anschluss, die Gespräche mit Witkoff seien „äußerst nützlich" gewesen.

Demnach beschränkten sich die Beratungen nicht nur auf die mögliche Lösung der ukrainischen Krise. Es wurden auch wirtschaftliche Themen angesprochen.

Trump kündigt neuen Vorschlag an

Trump hatte im Vorfeld angedeutet, dass die USA einen neuen Vorschlag zur Beendigung des Krieges hätten. Konkrete Inhalte oder Bedingungen dieses Vorschlags sind bislang nicht bekannt.

Die Gespräche von Witkoff und Kushner werden als jüngster Versuch gewertet, eine Friedenslösung zu vermitteln. Sie fügen sich in eine Reihe internationaler Bemühungen ein, die bislang jedoch keinen Durchbruch erbracht haben.

Unverändert harte Positionen in Kiew

Kiew lehnt weiterhin die von Russland erhobenen Maximalforderungen für die gesamte Donbass-Region ab. Die ukrainische Führung hält an der Linie fest, keine umfassenden territorialen Zugeständnisse im Osten des Landes zu akzeptieren.

Damit bleibt offen, wie der Stillstand in den politischen und diplomatischen Verhandlungen durch neue Initiativen überwunden werden kann. Ob der aktuelle Besuch der US-Unterhändler in Kiew zu konkreten Ergebnissen führt, ist vorerst nicht absehbar.

Der erstmalige Besuch der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew als Gesandte von Donald Trump fällt in eine Phase festgefahrener Fronten im Krieg Russlands gegen die Ukraine. Die dts-Meldung macht deutlich, dass es sich um einen eigenständigen Vermittlungsstrang handelt, der unmittelbar an Gespräche in Moskau anknüpft.

Neuer Vermittlungsversuch außerhalb offizieller Kanäle

Bemerkenswert ist die Rolle der Unterhändler: Witkoff und Kushner agieren nicht als Vertreter der amtierenden US-Regierung, sondern als Gesandte Trumps. Damit entsteht eine parallele Gesprächsebene, die sowohl in Moskau als auch in Kiew wahrgenommen wird. Die Charakterisierung des Zuges als „Friedensexpress“ unterstreicht den Anspruch, einen Vermittlungsprozess anzustoßen, ohne dass bislang konkrete Vorschläge auf dem Tisch liegen.

Der neunte Moskau-Besuch Witkoffs und Putins lobende Worte für Trump deuten darauf hin, dass in Russland diese Gesprächskanäle aufmerksam verfolgt und positiv bewertet werden. Gleichzeitig verweist die dts-Meldung auf Kiews klare Ablehnung russischer Maximalforderungen für die gesamte Donbass-Region. Damit ist absehbar, dass jede Initiative, die auf eine weitreichende territoriale Abtretung hinausliefe, in der Ukraine innenpolitisch kaum vermittelbar wäre.

Konsequenzen für die Verhandlungen

Die Meldung verdeutlicht, wie groß die Lücke zwischen russischen Forderungen und ukrainischen Positionen weiterhin ist. Dass Trump einen neuen Vorschlag zur Beendigung des Krieges ankündigt, ohne Details zu nennen, zeigt den frühen Stadium dieser Initiative: Noch ist unklar, ob daraus ein strukturierter Verhandlungsprozess entsteht oder ob es bei symbolträchtigen Besuchen bleibt. Für die Ukraine bleibt entscheidend, ob Vermittlungsversuche Sicherheitsgarantien und die Wahrung ihrer staatlichen Souveränität berücksichtigen. Solange die Frage des Donbass ungeklärt bleibt, dürfte der Stillstand in den Verhandlungen anhalten.

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