EU, USA

EU-Kommissarin kündigt harten Kurs gegenüber Tech-Konzernen an

18.12.2025 - 06:38:59

Trotz massiver Angriffe aus den USA hat EU-Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen angekündigt, die europäischen Digitalregeln gegenüber großen Tech-Konzernen konsequent anzuwenden.

"Ich werde unsere Digitalgesetze durchsetzen", sagte Virkkunen dem "Stern". Die jüngste Strafe gegen die Plattform X sei ein Zeichen dafür.

Die Gesetze seien zum Schutz der Bürger und Kinder gegen Onlinegefahren und für fairen Wettbewerb, so die Digitalkommissarin. US-Vizepräsident J.D. Vance hatte der EU mehrfach vorgeworfen, mit dem Digital Services Act die Meinungsfreiheit in Europa zu beschneiden und damit die transatlantische Wertegemeinschaft zu gefährden. Zu den Zensurvorwürfen sagte Virkkunen: "Wir wissen alle, dass sie falsch sind." Die EU-Kommission habe niemals auch nur eine einzige Entscheidung über die Zulässigkeit von Inhalten im Internet getroffen. Auch Europaparlamentarier warnten davor, jetzt vor den USA einzuknicken. "Europa würde an Glaubwürdigkeit verlieren. Wir würden zeigen, dass wir zwar regulieren können, aber nicht bereit sind, für unsere Werte und Standards einzustehen. Das wäre ein fatales Signal", sagte Andreas Schwab (CDU) dem "Stern". Die Grünen-Parlamentarierin Alexandra Geese sagte, die EU habe mehr zu gewinnen als zu verlieren. "Die US-Wirtschaft ist auf den europäischen Binnenmarkt angewiesen. Wir sollten uns in Europa nicht kleiner machen als wir sind, sondern selbstbewusst auftreten." Weiter sagte Geese: "Trump und Vance verstehen Stärke, nicht Duckmäuserei." @ dts-nachrichtenagentur.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.

Weitere Meldungen

EU-Chefdiplomatin: Russland gewinnt nicht - EU kann fordern Mehr Verluste, schwierige Rekrutierung: Russland steckt laut EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas in der Klemme. (Ausland, 10.02.2026 - 17:23) weiterlesen...

Millionenstrafe: Etappensieg für WhatsApp vor EuGH. Das höchste Gericht der EU gab nun grünes Licht für eine Klage auf europäischer Ebene. Der Streit ist damit aber noch nicht vorbei. WhatsApp wehrt sich gegen eine Strafe wegen Datenschutz-Verstößen. (Wissenschaft, 10.02.2026 - 11:21) weiterlesen...

EU-Politiker bringen Europol für Epstein-Ermittlungen ins Gespräch Der Fall des US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein soll nach dem Willen mehrerer Europaabgeordneter auch auf EU-Ebene untersucht werden."Europäische Institutionen wie Europol und die zuständigen EU-Geldwäschebehörden sollten vorhandene Erkenntnisse umgehend und systematisch auswerten und, wo erforderlich, eng mit internationalen Partnern zusammenarbeiten", sagte die Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im Europäischen Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). (Ausland, 10.02.2026 - 04:00) weiterlesen...

KI bei WhatsApp – EU droht Meta mit Zwangsmaßnahmen. Der Marktführer WhatsApp vom Meta-Konzern lässt laut EU-Kommission aber nur eine KI zu: «Meta AI». Brüssel will das ändern. Künstliche Intelligenz soll Nutzern auch in Messenger-Apps helfen. (Wissenschaft, 09.02.2026 - 13:05) weiterlesen...

KI bei Whatsapp – EU droht Meta mit Zwangsmaßnahmen Nur Metas KI auf Whatsapp? Die EU sieht ein Problem für den fairen Wettbewerb auf dem KI-Markt - und kündigt an, europäisches Recht im Zweifel auch mit Zwang durchzusetzen. (Wissenschaft, 09.02.2026 - 11:36) weiterlesen...

SPD: Deutschland muss Beziehung zu USA neu definieren. Die SPD meint: Daraus muss Deutschland grundlegende Konsequenzen ziehen. Die USA haben sich verändert. (Politik, 08.02.2026 - 04:30) weiterlesen...