Nahost, Israel

1.000 Tage nach Hamas-Überfall: Israel erinnert an Massaker

02.07.2026 - 09:33:29 | dpa.de

Tausende gedenken in Israel dem Massaker der Hamas – doch im Zentrum steht nicht nur Trauer, sondern auch heftige Kritik an Netanjahu und seiner Regierung.

  • Demonstrant mit einer Maske, die den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu darstellt, während einer Protestkundgebung 1000 Tage nach dem beispiellosen Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023.  - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
    Demonstrant mit einer Maske, die den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu darstellt, während einer Protestkundgebung 1000 Tage nach dem beispiellosen Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023. - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
  • Früheres Gedenken an Massaker, bei dem am 7. Oktober 2023 rund 1200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere entführt worden waren. (Archivbild) - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
    Früheres Gedenken an Massaker, bei dem am 7. Oktober 2023 rund 1200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere entführt worden waren. (Archivbild) - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
  • Ein Demonstrant mit einer Maske, die den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu darstellt, während einer Protestkundgebung 1000 Tage nach dem beispiellosen Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023.  - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
    Ein Demonstrant mit einer Maske, die den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu darstellt, während einer Protestkundgebung 1000 Tage nach dem beispiellosen Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023. - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
  • Ein früheres Gedenken an das Massaker, bei dem am 7. Oktober 2023 rund 1200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere entführt worden waren. (Archivbild) - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
    Ein früheres Gedenken an das Massaker, bei dem am 7. Oktober 2023 rund 1200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere entführt worden waren. (Archivbild) - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa
Demonstrant mit einer Maske, die den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu darstellt, während einer Protestkundgebung 1000 Tage nach dem beispiellosen Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023.  - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa Früheres Gedenken an Massaker, bei dem am 7. Oktober 2023 rund 1200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere entführt worden waren. (Archivbild) - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa Ein Demonstrant mit einer Maske, die den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu darstellt, während einer Protestkundgebung 1000 Tage nach dem beispiellosen Hamas-Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023.  - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa Ein früheres Gedenken an das Massaker, bei dem am 7. Oktober 2023 rund 1200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere entführt worden waren. (Archivbild) - Bild: Ohad Zwigenberg/AP/dpa

Mit landesweiten Protesten haben zahlreiche Israelis am 1.000. Tag nach dem 7. Oktober 2023 an das beispiellose Massaker der Hamas erinnert. Die erste Gedenkzeremonie begann am frühen Morgen an einer Kreuzung in Galiläa im Norden des Landes. Im Laufe des Tages waren zahlreiche weitere Veranstaltungen geplant. 

Während einer Kundgebung auf dem sogenannten Geiselplatz im Zentrum Tel Avivs sagte der Deutsch-Israeli Rom Braslavski laut Tageszeitung «The Times of Israel»: «Ich wurde zwei ganze Jahre lang in Gaza festgehalten. Wir gedenken nun 1.000 Tagen, aber für mich war es eine Ewigkeit.» Er fügte hinzu: «Ich habe in diesen 1.000 Tagen 1.000 Leben durchlebt.» Der Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen sei zwar vorbei, aber sein «persönlicher Krieg» gegen eine posttraumatische Belastungsstörung gehe jeden einzelnen Tag weiter. 

Der Angriff der Hamas und anderer extremistischer Gruppen auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 als Geiseln nach Gaza verschleppt wurden, löste den verheerenden Gaza-Krieg aus. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden seitdem mehr als 73.000 Palästinenser getötet. Israel weist Vorwürfe von Kriegsverbrechen und Völkermord zurück.

Harte Kritik der Opposition

Die Opposition wirft dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und seiner Regierung vor, ihre Verantwortung für das Versagen am 7. Oktober vertuschen zu wollen. 

Der Oppositionspolitiker Avigdor Lieberman besuchte den besonders schwer vom Hamas-Massaker am 7. Oktober betroffenen Kibbuz Kfar Aza. Dort bezeichnete er das Massaker nach Angaben des Kan-Senders als «die schlimmste Katastrophe in der Geschichte des jüdischen Volkes seit dem Holocaust». Die Warnzeichen seien erkennbar gewesen, dennoch versuche die Regierung seither, sich der Verantwortung zu entziehen. Auch 1.000 Tage später seien im regionalen Krieg noch immer «alle Fronten offen». Die rechtsreligiöse Regierung habe Israel «Chaos und Anarchie» hinterlassen, sagte Lieberman, der früher Israels Außenminister sowie Verteidigungsminister war.

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